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Gemeinsames Haus bei Scheidung abkaufen

| 04.11.2008 09:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,
bei einer event. Scheidung von meinem Ehemann möchte ich seine Haushälfte abkaufen. Das Haus ist ca. 300.000 € wert. Es sind noch 160.000 € Schulden zu bezahlen, die ich dann übernehme. Eingetragen im Grundbuch sind wir je zur Hälfte. Müsste ich Ihm somit 70.000€ bezahlen ?
Andrea

Verehrte Fragestellerin,

wie Sie sich über den Preis für die Übertragung des Miteigentumsanteils am Grundstück (mit Haus) einigen, ist grundsätzlich Verhandlungssache.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Mann für die auf dem Haus lastenden Verbindlichkeiten als weiterer Gesamtschuldner mithaftet.

Darüber hinaus beträgt der Wert seines Miteigentumsanteils 150.000,- Euro.

Die Lasten abzgezogen vom Wert des Miteigentumsanteiles ergibt daher den Betrag von 70.000,- Euro.

Ohne eine Vereinbarung dergestalt, dass Sie alleinig die auf dem Haus lastenden Verbindlichkeiten übernehmen, wird sich Ihr Mann wohl kaum auf eine Übertragung seines Miteigentumsanteiles einlassen, da er dann 10.000,- Verbindlichkeiten für "nichts" weiter zu zahlen hätte. Insbesondere ist beim Vorliegen einer gesamtschuldnerischen Haftung zu beachten, dass Ihr Mann wohl darauf achten wird, auch gegenüber den Gläubigern aus der gesamtschuldnerischen Haftung entlassen zu werden, was wiederum zur Folge hat, dass die Gläubiger Sie als alleinige Schuldnerin für die Verbindlichkeiten akzeptieren. Unter Gesichtpunkten der Kreditsicherheit durch solvente Schuldner ist dies nicht immer unproblematisch, denn letztlich verlöre der Gläubiger durch Entlassung eine Sicherheit. Gehen Sie daher davon aus, dass Sie zur Durchführung Ihres Planes in Verhandlungen mit den Gläubiger(-banken) zu treten haben, um neue vertragliche Vereinbarungen zu schaffen, damit Ihr Mann nicht mehr in Anspruch genommen werden kann.

Vorausgesetzt daher, Sie einigen sich über die Haftung, ist der Vorschlag einer Zahlung von 70.000,- Euro gegen Übertragung des Miteigentumsanteiles am Grundstück bei gleichzeitiger Übernahme aller auf dem Haus lastenden Verbindlichkeiten ein diskutabeler Vorschlag.

Gezwungen, auf diesen einzugehen, ist Ihr Mann allerdings nicht.

Wenn sie sich nicht einigen können, so bleibt letztlich nur der Weg, über eine Teilungsversteigerung die Miteigentumsgemeinschaft aufzulösen. In dem Versteigerungsverfahren können Sie selbst mitbieten.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschafft zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Im Übrigen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA

Bewertung des Fragestellers 06.11.2008 | 15:53

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