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Gemeinsames Haus, nicht verheiratet, Trennung, Rechte & Pflichten?

| 24.04.2017 10:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Lebensgefährte hat sich im März 2016 mit seiner Freundin ein gemeinsames Haus gekauft. Beide stehen zu 50% in der Haftung und im Grundbuch. Noch vor Schlüsselübergabe kam es zu Trennung. Mein Lebensgefährte hat alle Zahlungen von Anfang an getätigt, Grunderwerbssteuer, Notar usw., den Kredit bediente er seit Anfang an allein. Sie möchte das Haus nicht, hat kein Intresse daran, es zu bewohnen oder zu besitzen.
Bis heute wohnt er nicht in dem Haus, da er bis jetzt umgebaut und renoviert hat. Der Versuch, seine EX bei der Bank aus der Haftung zu entlassen,
schlug fehl. Er hatte es beantragt, da sie der Meinung ist, er habe das zu regeln, da er sie verlassen hat.
Es wurde wurde von seiner Seite ein EntwurfsVertrag beim Notar gemacht, dass Sie zur Sicherheit im Grundbuch stehen bleibt, jedoch auf Rechte & Pflichten verzichtet, d.h. auf Zahlung, Instandsetzungen usw, dafür aber auch keinen Schlüssel etc erhält, oder Mitspracherecht bei der Gestaltung des Hauses usw hat.
Sie möchte den Vertrag nicht unterschreiben, sie möchte definitiv aus der Haftung entlassen werden, will mir ein Hausverbot erteilen, und droht nun mit Teilungsversteigerung.

Was kann sie tatsächlich erwirken?
Wenn ich mit einziehen würde, kann sie das durch Hausverbot verbieten?
Steht ihr ein Haustürschlüssel zu?
Kann sie verkaufen, obwohl sie nichts in den ganzen Kauf gesteckt hat?
Kann sie Miete verlangen, oder einen Ausgleich?

Die Bank stellt sich quer, lässt auch keinen neuen Kreditnehmer an ihre Stelle treten, der Vater meines Lebensgefährten hat sich bereits angeboten, wurde aber abgelehnt, da dies angeblich nicht möglich ist ( die Finazierung wurde durch einen Vermittler der Deutschen Vermögensberatung in die Wege geleitet), und die Bank hat wohl keine Handhabe.

Ich hoffe, Sie können mir meine Fragen beantworten, wir sind etwas in Sorge.
MfG

24.04.2017 | 11:22

Antwort

von


(394)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Was kann sie tatsächlich erwirken?
Steht die Dame mit im Grundbuch, so kann sie tatsächlich einbe Teilungsversteigerung erwirken.

2. Kann Ihr Einzug durch Hausverbot verboten werden?
Nein. Die Ex-Partnerin Ihres Lebensgefährten kann Ihnen gegenüber kein Hausverbot aussprechen.
Es besteht keine gemeinsame Wohnung mehr zwischen Ihrem Lebensgefährten und der Ex-Freundin. Nur in einer solchen hätte sie die Möglichkeit, Sie durch aussprechen eines Hausverbots fern zu halten.

3. Steht ihr ein Haustürschlüssel zu?
Die Ex-Partnerin Ihres Lebensgefährten haftet als Gesamtschuldnerin gegenüber der Bank und steht zu 50% im Grundbuch.
Meines Erachtens steht ihr damit auf jeden Fall ein Hausschlüssel zu.

4. Kann sie verkaufen, obwohl sie nichts in das Haus gesteckt hat?
Ja, sie kann die Teilungsversteigerung herbeiführen oder aber ( dies allerdings nur mit Ihrem Lebensgefährten zusammen) versuchen, das Haus auf dem "freien Markt" zu verkaufen.

5. Kann sie Miete verlangen oder einen Ausgleich?
Da sie zu 50% in Haftung und Gruindbuch steht, kann sie, wenn Ihr Lebenspartner nun das gesamte Haus bewohnt, eine Nutzungsentschädigung (oder auch Miete) verlangen.
Andererseits könnte sie dann aber von Ihrem Lebenspartner auch in die Verantwortung genomnmen werden, die finanziellen Lasten des Hauses mit abzutragen.

Sie sollten hier unbedingt die Teilungsversteigerung vermeiden, welche zumeist finanziell nachteilig für die Eigentümer ist. Zudem wäre nicht sicher, dass Ihr Lebensgefährte schließlich mitsteigern kann, um somit das Haus zu halten.

Insofern kann ich Sie nur ermuntern, abermals das Gespräch mit der Ex-Partnerin zu suchen, gegebenenfalls auch bei einem von ihr beauftragten Anwalt oder Notar, zu dem sie Vertrauen hat. Vielleicht wird es dann möglich sein, eine für beide Seiten vernünftige Lösung zu finden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Bewertung des Fragestellers 24.04.2017 | 11:37

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