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Gemeinsamer Mietvertrag - Mindestmietdauer - Trennung

| 20.07.2020 11:36 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


12:58
Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ex-Freundin und Ich haben uns getrennt. Es besteht ein gemeinsamer Mietvertrag, welcher mit einer Mindestmietdauer von 2 Jahren versehen ist. Bisher sind 8 Monate vorbei.

Sie hat es sich leicht gemacht und ist zurück in Ihr Elternhaus gezogen. Nun bin ich alleine in einer viel zu großen und für mein Empfinden zu teuren Wohnung.

Ich bin bereits auf der Suche nach einem Nachmieter, was mir vom Vermieter erlaubt ist um den gemeinsamen Mietvertrag aufzuheben. Jedoch besteht kein sonderliches Interesse an der Wohnung durch Dritte, was mir natürlich ein Dorn im Auge ist, da ich die Miete derzeit komplett alleine zahle.
Falls Sich kein Nachmieter finden lässt, wird ein Makler eingeschaltet, welcher uns zu Lasten gelegt wird.

Bisher war es geregelt, dass Sie mir den hälftigen Teil der Miete überwiesen hat und ich dann den vollen Betrag an den Vermieter. Es war auch ein Vermerk mit "Miete" an der Überweisung.

Sie weigert sich mir den halben Betrag zu überweisen, da Sie ja nicht mehr in der Wohnung wohnt und Ihre Möbel nun in einem Self-Storage-Container sind, welcher auch "viel" Geld kostet.

Habe ich einen Anspruch nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/426.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 426 BGB: Ausgleichungspflicht, Forderungsübergang">§ 426 BGB</a>? Falls ja, wie sollte ich hierbei am ehesten Vorgehen? Einen Anwalt konsultieren? Ein gerichtliches Mahnverfahren in die Wege leiten?
Es handelt sich bisher um ca. 750€.

Mir ist bewusst, dass eine gesamtschuldnerische Haftung besteht und der Vermieter sich das Geld von uns beiden holen kann. Aber um doppelten Ärger zu vermeiden hätte ich nur gerne das Geld von der Ex, da Sie auch bereits mit einem Anwalt gedroht hat, falls ich diesen Schritt (Verklagen auf Mietzahlung) wage.

Eine Rechtsschutzversicherung besteht, aber dort sind wir beide Vermerkt. Wie sich das beißt kann ich nicht beurteilen.


20.07.2020 | 12:20

Antwort

von


(262)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Solange Ihre Ex theoretisch die Möglichkeit hat, die Mietwohnung zu nutzen, haben Sie einen Anspruch nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/426.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 426 BGB: Ausgleichungspflicht, Forderungsübergang">§ 426 BGB</a> . Dieser Anspruch würde nur entfallen, wenn Sie Ihrer Ex den Wohnungsschlüssel wegnehmen oder das Schloss auswechseln.

Ein Mahnverfahren ist dann das richtige Verfahren, wenn die Forderung unstreitig ist, also nicht mit einem Widerspruch gegen den Mahnbescheid, zu rechnen ist.
Dies ist bei Ihnen nicht der Fall. Deshalb empfehle ich gleich eine Klage im streitigen Verfahren. Zuständig ist das Amtsgericht an dem Ort, in dem die gemeinsam gemietete Wohnung liegt.

Ein Anwalt ist nicht vorgeschrieben:

Amtsgericht (Name und Adresse des Gerichts)

Klage des
Ihr Name und Ihre Adresse
Kläger

gegen
Name und Adresse der Ex
Beklagte

Es wird beantragt, die Beklagte zu verurteilen an den Kläger 750 Euro + Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz ab Rechtshängigkeit zu zahlen.
Für den Fall der Säumnis oder Anerkenntnis wird Versäumnisurteil oder Anerkenntnisurteil beantragt.

Begründung

Die Parteien sind Mieter der Wohnung (Adresse)

Beweis: Mietvertrag

Die monatliche Miete beträgt (Betrag) Euro.

Beweis: Mietvertrag

Der Kläger hat die Miete vollständig an den Vermieter bezahlt.

Beweis: Kontoauszug

Die Beklagte weigert sich ihre Hälfte der Miete zu zahlen.

Sie ist mit folgenden Beträgen in Zahlungsverzug:

1. Monat Betrag Euro
2. Monat Betrag Euro
3. :
4. :
:
Zusammen 750 Euro.

Daher war Klage geboten


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 20.07.2020 | 12:36

Sehr geehrter Herr R.A. Müller,

vielen Dank für die zügige Antwort.

Sie kann theoretisch in die Wohnung jederzeit zurück. Sie hat mir nur die Schlüssel in der Wohnung zurück gelassen. Also besitzt Sie keinen mehr. Ich habe den Schlüssel Ihr aber nicht abgenommen, sondern Sie hat Ihn freiwillig, ohne meinen expliziten Wunsch dies zu tun abgegeben.

Da ein Anwalt nicht vorgeschrieben ist, kann ich einfach ein Schriftstück anfertigen, dies bei meinem ortsansässigen Amtsgericht abgeben und es wird alles in die Wege geleitet?

Mit den Angaben die ich gemacht habe wie sieht dort den die Erfolgschance aus und mit welchen Kosten kann ich rechnen?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.07.2020 | 12:58

Sehr geehrter Fragesteller,

genau so ist es. Sie können meinen Klageentwurf nehmen und müssen nur die fehlenden Daten eintragen.
Um das Schriftstück abzugeben brauchen Sie nicht einmal persönlich zum Gericht gehen. Sie können es auch per Post senden.
Reichen Sie von jedem Schreiben 3 Exemplare ein. Einmal für das Gericht. Einmal für die Ex und einmal für den Anwalt der Ex, wenn die sich einen Anwalt nimmt.
Sie müssen die Schreiben nicht 3 mal schreiben. Es reicht, jedes Schreiben einmal zu schreiben und dann 2 Kopien zu machen, bzw es 3 mal auszudrucken.

Wenn Sie zu wenig Exemplare einreichen, fertigt das Gericht zwar die benötigte Anzahl Kopien, stellt Ihnen dies aber in Rechnung.

Wenn das Schreiben beim Gericht eingeht, regelt das Gericht alles.

Bei 750 Euro Forderung müssen Sie zunächst einen Gerichtskostenvorschuss von 159 Euro einzahlen. Das Gericht wird Ihnen eine Zahlungsaufforderung mit dem Verwendungszweck und der Bankverbindung zukommen lassen. Diese Aufforderung sollten Sie abwarten.
Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung sind die Chancen sehr gut, ein Obsiegendes Urteil zu bekommen.
Gegen Ihre Ex wird dann auch ein Kostenfestsetzungsbeschluss ergehen, dass diese Ihnen die 159 Euro zurückzahlen muss.
Wenn Sie einen Fahrschein brauchen, um zur Verhandlung zu fahren, aufheben! Das Fahrgeld muss Ihnen die Ex ebenfalls ersetzen.
Urteil und Kostenfestsetzungsbeschluss sind 30 Jahre lang vollstreckbar. Ob Ihre Ex pfändbares Einkommen oder Vermögen hat, wissen Sie besser als ich.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 22.07.2020 | 15:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Trotz dem geringen Betrag für die Beantwortung der Frage wurde mir sehr sehr sehr weitergeholfen!
Der Anwalt hat mir die Angst vor einer Klage genommen, da die Erfolgschancen sehr vielversprechend sind.
Desweiteren hat er mir einen Leitfaden gegeben wie ich weiter vorzugehen habe.
Danke für die kompetente Beratung! Gerne würde ich in Zukunft weiter mit Ihnen arbeiten.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.07.2020
5/5,0

Trotz dem geringen Betrag für die Beantwortung der Frage wurde mir sehr sehr sehr weitergeholfen!
Der Anwalt hat mir die Angst vor einer Klage genommen, da die Erfolgschancen sehr vielversprechend sind.
Desweiteren hat er mir einen Leitfaden gegeben wie ich weiter vorzugehen habe.
Danke für die kompetente Beratung! Gerne würde ich in Zukunft weiter mit Ihnen arbeiten.


ANTWORT VON

(262)

Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
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