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Gemeinsamer Mietvertrag

25.10.2018 11:33 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen une Herren,

hiermit möchte ich Sie um folgenden Rat bitten:

Am 17.10.18 habe ich mit meinem Freund einen gemeinsamen Mietvertrag ab dem 1.11.18 abgeschlossen.
Grund dafür war, dass mein Freund allein die Wohnung nicht bekommen hätte wegen zu geringer monatlicher Rente (trotz verhandenen Guthabes).
Ich habe deshalb - aus Gefälligkeit - den Mietvertrag gemeinsam mit ihm unterschrieben. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, mit ihm die Wohnung zu beziehen, sondern ich verbleibe weiterhin in meiner jetzigen Wohnung.

Meine Sorge ist nun, dass ich mich in eine Abhängigkeit begebe; konkret gefragt, dass ich, falls es in der Zukunft zu Streitigkeiten kommen sollte, den gemeinsamen Mietvertrag - ohne seine Zustimmung - einseitig für mich, nicht kündigen könnte.

Falls eine einseitige Kündigung nicht möglich ist, kann ich diesen Mietvertrag jetzt noch fristgerecht kündigen?

Zwischen meinem Freund und mir gibt es eine "unwiderrufliche Verfügung" (ohne notarielle Beglaubigung) , wonach ich von allen Zahlungen, die die Wohnung betreffen, befreit bin.

Trotzdem möchte ich mich vor eventuellen finanziellen Forderungen in der Zukunft absichern, zumal er auch seine Geschwister als Erben eingesetzt hat.

Was raten Sie mir?

Mit freundlichen Grüßen
Magdalena Döring
25.10.2018 | 13:07

Antwort

von


(497)
Schönbornstr. 41
60431 Frankfurt
Tel: 069 - 523140
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nachdem Sie und Ihr Freund Mietvertragsparteien sind, sind sie beide aus dem Mietvertrag berechtigt und verpflichtet. Eine Kündigung des Mietvertrages muss von Ihnen UND Ihrem Partner ausgesprochen werden. Dies bedeutet, dass eine nur von Ihnen ausgesprochene Kündigung unwirksam ist. Der Mietvertrag kann auch bereits vor Mietbeginn gekündigt werden, es sei denn, dass dies vertraglich ausgeschlossen ist. Ist Letzeres nicht der Fall ist, können Sie den Mietvertrag auch bereits jetzt, allerdings nur zusammen mit Ihrem Partner, fristgerecht kündigen.

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung haben Sie mit Ihrem Partner eine Vereinbarung dahingehend getroffen, dass Sie von allen Verpflichtungen bzgl. der Wohnung freigestellt sind. Da Sie als Mieterin gegenüber dem Vermieter aber ungeachtet dessen zur Einhaltung des Mietvertrages, insbesondere zur Zahlung der Miete, verpflichtet sind, ist die Freistellung im Innenverhältnis aufgrund des verbleibenden Haftungsrisikos nur bedingt geeignet. Empfehlenswert wird sein, dass der Mietvertrag dahingehend ergänzt wird, dass sich die Mieter wechselseitig bevollmächtigen, die Kündigung des Mietvertrages auch im Namen des anderen zu erklären oder die Kündigung für den anderen entgegenzunehmen. Sobald Ihr Partner in der Zukunft aufgrund eintretender finanzieller Probleme nicht mehr in der Lage ist, die Miete zu zahlen, können Sie den Mietvertrag in diesem Fall auch ohne seine Mitwirkung kündigen. Sollte Ihr Partner sich nicht damit einverstanden erklären, dass eine Klausel zur wechselseitigen Bevollmächtigung in den Mietvertrag aufgenommen wird, müssen Sie Ihren Partner ggf. im Wege einer Klage auf Zustimmung zur gemeinsamen Kündigung in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mit für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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