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Gemeinsame Wohnung- Ex rausklagen?

04.10.2020 21:59 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Ich habe 2014 mit meinem damaligen Partner eine Eigentumswohnung gekauft- zu gleichen Teilen. Wir stehen beide in allen Krediten und 50/50 im Grundbuch.
Bei unserer Trennung vor 3 Jahren haben wir ausgemacht, dass er mich aus dem Vetrag holt und ich auch dem Grundbuch genommen werde. Seit dem, hat er immer neue Austeden warum es noch nicht geht und bittet immer wieder um Aufschub (erst wollte er jmd dazu holen, der mich ersetzt und dann wollte er es auf sich alleine umschreiben). Er begleicht im Moment auch alle Kosten und die Rate alleine.
Fakt ist, wir haben die Wohnung damals hauptsächlich bekommen, weil ich super (sicheres) Einkommrn habe. Fakt ist auch: er kann die Wohnung nicht alleine finanzieren, weil er Existenzgründer ist. Es kommen immer nur ausreden! Das beste war, dass er mir im Juli erzählt, dass er unsere Wohnung einfach vermietet hat- ohne meine Zustimmung! Er könnte es sich im Moment wegen Corona nicht leisten.
Es reicht jetzt!
Mein neuer Lebensgefährte und ich wollen Eigentum kaufen, das geht aber nicht wegen eben dieser Immobielir. Ich habe ihm nun angeboten, dass wir ihn aus dem Vertrag nehmen lassen- das lehnt er ab. Also: er kann die Wohnung nicht auf sich laufen lassen, aber abgehen will er sie auch nicht. Statt sie mir zu geben, vermietet er ohne mein Wissen. Meine Frage: was mache ich jetzt am besten??? Mir ist egal, wer letztendlich die Wohnung bekommt...Aber so geht es nicht mehr weiter.

Sehr geehrterFragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben die Möglichkeit, die Teilungsversteigerung nach § 180 ZVG einzuleiten. Dafür ist ein entsprechender Antrag an des Gericht erforderlich.

Es findet dann ein normales Versteigerungsverfahren statt, bei dem Sie mitbieten können, aber nicht müssen.

Der Erlös wird nach Abzug der Belastungen und der Verfahrenskosten dann entsprechend den Anteilen verteilt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Rückfrage vom Fragesteller 05.10.2020 | 07:59

Da ich nicht glaube, dass eine Teilversteigerung viele Kunden anlockt, würde ich auf diesem Weg gerne verzichten. Mich würde eher interessieren, ob er ohne meine Zustimmung überhaupt vermieten kann und ob ich ihn zu einer Einigung (Verkauf oder kompletter Kauf zwingen kann)?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.10.2020 | 08:44

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich ''Ihre Nachfrage wie folgt:

Für die Vermietung hätte der Miteigentümer zunächst Ihre Zustimmung einholen müssen. Er durfte nicht ohne Ihre Mitwirkung alleine entscheiden. Der Mietvertrag wird dadurch allerdings nicht unwirksam.

Zu einem Verkauf - an Sie oder Dritte - können Sie den Miteigentümer nicht zwingen. Dafür gibt es nur die Möglichkeit der Teilungsversteigerung. Alternativ sollten Sie mit ihm verhandeln: Vermutlich ist die Wohnung seit dem Erwerb im Wert gestiegen. Allein die Übernahme der restlichen Schulden ist möglicherweise für ihn kein attraktives Angebot. Überlegen, Sie, ob es - im Hinblick auf die Kosten, die ein Versteigerungsverfahren verursacht - nicht sinnvoller wäre, ihm über die Übernahme der Schulden hinaus einen angemessenen Kaufpreis anzubieten.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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