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Gemeinsame Veranlagung


10.08.2006 14:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Im Mai 2001 wurde ich aus dienstl. Gründen an einen anderen Ort versetzt und bezog dann auch (alleine) eine Zweitwohnung.
Anfang Januar 2005 zog ich offiziell aus der Ehewohnung aus (Neuanmeldung eines 1. Wohnsitzes und Ummeldung des PKW) und wurde mit Wirkung vom 30.3.05 geschieden. Im Scheidungsurteil steht, dass wir seit Anfang 2004 getrennt leben.
Wir (meine gesch. Frau und ich) besitzen noch immer ein gemeinsames Konto, über das wir unsere gemeinsamen Zahlungen abwickelten und auch eine gemeinsam erworbene ETW, die vermietet ist.

Frage 1: Offenbar auf der Basis des Scheidungsurteils beabsichtigt das Finanzamt, uns 2005 getrennt zu veranlagen. Wie können wir es erreichen, 2005 noch zusammen veranlagt zu werden?

Frage 2: Für die Zweitwohnung waren Investitionen erforderlich (Bett, Schrank, Schreibtisch pp.), die über Jahre abgeschrieben werden mussten. Wie ist mit dem Restwert zu verfahren, nachdem die Zweitwohnung aufgegeben wurde?
Sehr geehrter Fragesteller,

die Zusammenveranlagung von Ehegatten kann für die Jahre erfolgen, in denen die Ehe noch bestand und in denen die Ehegatten noch zusammen lebten. Erforderlich, aber auch ausreichend, ist, daß diese beiden Bedingungen an zumindest einem Tag in dem betreffenden Jahr erfüllt waren. Sofern Sie Anfang 2005 noch zusammen gelebt haben, können Sie daher auch gemeinsam veranlagt werden, die gegenteilige Erklärung in dem Scheidungsverfahren hindert dies nicht. Allerdings müßten Sie ggfs. dem Finanzamt gegenüber nachweisen, daß Anfang 2005 tatsächlich noch eine gemeinsame Wohnung, in der Sie auch beide gelebt haben, bestanden hat. Dies kann z.B. durch Vorlage entsprechender Meldebestätigung sowie durch Zeugen geschehen. Eine Zusammenveranlagung wäre dann nur noch in dem Fall ausgeschlossen, daß Sie oder Ihre Ehefrau noch im Jahr 2005 wieder geheiratet hätten.

Hinsichtlich der Zweitwohnung können Sie die Abschreibungsbeträge nur solange in Ansatz bringen, wie die Zweitwohnung existiert und steuerlich anerkannt wird. Die bei Aufgabe der Zweitwohnung noch bestehenden Restwerte sind steuerlich nicht mehr ansetzbar.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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