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Gemeinsam Auto gekauft und finanziert, nun Trennung.

20.01.2013 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


16:39

Mein Partner(nicht verheiratet) und ich kauften uns im Januar 2011 zusammen ein Auto.Rechnung ist auf uns beide ausgestellt. Wir finanzierten es zusammen über eine Bank.1. Darlehensnehmer mein Partner 2. Darlehensnehmer ich. Darlehensrückzahlung geht über das Konto von meinem Partner, zahlen aber je zur Hälfte die Tilgung.

Jetzt nach unserer Trennung, will mein Ex-Partner eine Benutzerregelung treffen.
Ich möchte das auf keinen Fall. Ich möchte als Darlehensnehmer aus dem Vertrag gestrichen werden, um keine Haftung übernehmen zu müssen. Als alleiniger Darlehensnehmer wird die Bank meinen Ex-Partner nicht den Vertrag überschreiben.
Er kann sich alleine die Raten auch nicht leisten. Des weiteren müßte er dann hälftig die damals geleistete Baranzahlung von 6000 Euro = 3000 € an mich zurück zahlen.

Er will das Auto aber unbedingt behalten. Kann ich rechtlich auf einen Verkauf des Autos bestehen? Mit Teilung des Erlöses, nach Abzug der Vorfälligkeitszinsen der Bank.
Mir geht es darum, dass das Auto verkauft wird!! Auch wenn er einen Bürgen finden sollte. Kann ich den Verkauf erzwingen?

Mann gibt mir auch keine Auskunft bei der Bank, weil ich "nur 2. Darlehensnehmer bin"

20.01.2013 | 15:48

Antwort

von


(1973)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die besonderen Regelungen des Familienrechts für ehelichen Hausrat werden leider nicht auf nichteheliche Lebensgemeinschaften angewendet, was ansonsten die Sache vereinfacht hätte.

Für die Auflösung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gibt es somit keine Regelungen spezieller Art.

Nichtsdestotrotz gibt es Lösungen:

Das Auto dürften Sie jeweils als Miteigentümer zu 50 % erworben haben.

Das Miteigentum muss entweder aufgelöst werden, indem einer den anderen auszahlt oder das Auto an Dritte veräußert und der Erlös geteilt wird.

Jeder Teilhaber kann daher jederzeit die Aufhebung der Miteigentümergemeinschaft verlangen, womit ein Verkauf erzwungen werden kann.

Ist die Teilung in Natur wie hier ausgeschlossen, so erfolgt die Aufhebung der Gemeinschaft durch Verkauf des gemeinschaftlichen Gegenstands nach den Vorschriften über den Pfandverkauf

Hat der Versuch, den Gegenstand zu verkaufen, keinen Erfolg, so kann jeder Teilhaber die Wiederholung verlangen; er hat jedoch die Kosten zu tragen, wenn der wiederholte Versuch misslingt.

Dieses steht in den §§ 741 ff. BGB , Letzteres in § 753.

Eine Benutzungsregelung ist demgegenüber nachrangig.

Mit der oben genannten Lösung wäre dann auch eine sofortige Tilgung des Darlehens (fast) möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 20.01.2013 | 15:57

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

ich hoffe ich erstehe die Antwort richtig, dass ich den Verkauf somit erzwingen kann.
Was ist aber, wenn mein Ex-Partner mit keinem Verkaufspreis einverstanden ist? Stand des Restdarlehen sind 14.000 €, lt. Schacke Fahrzeugbewertung ist der Händlerpreis 16.250 €.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.01.2013 | 16:39

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Gegebenenfalls müssten Sie auf den Verkauf des Autos klagen (ginge hier leider nur durch einen Anwalt, weil der Streitwert über 5.000,- € liegt und somit Anwaltszwang gegeben wäre).

Der Verkauf kann bei mangelnder Einigung auch durch einen öffentlich ermächtigten Handelsmäkler oder durch eine zur öffentlichen Versteigerung befugte Person geschehen, was Sie nach dem Gesetz verlangen könnten.

Dieses wäre aber ersichtlich umständlicher für Sie beide und womöglich auch teurer, so dass eine Einigung auf einen zu erzielenden Preis vorab besser wäre.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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