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Geltendmachung von Schmerzensgeld - Zahnersatz

13. Januar 2016 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


Behandlung fand Februar 2014 bei Zahnarzt A statt.
Zahnarzt A bestand mehrfach darauf eine unten rechts und zwei Kronen oben rechts einzusetzen. Irgendwann bejahte ich dies. Schmerzen waren vorher nicht vorhanden.

Nach Behandlung haben die Schmerzen (unten, wie oben rechts) angefangen, wobei ich erstmal davon ausging dass es Nachwehen von der Behandlung seien. Davor waren keine Schmerzen auf der rechten Seite vorhanden.

Nach weiteren Arztbesuchen und beklagen von Schmerzen, sowie extremer Kälteempfindlichkeit wurde mir von BIO Repair Zahnpasta und Mundspülung empfohlen, um einen natürlichen Schutz aufzubauen. Diese habe ich mir zugelegt und natürlich auch verwendet, aber keinerlei Besserung.

Zusätzlich treten seitdem auch immer sehr extreme Zahnfleischentzündungen auf der rechten Seite auf.

Am 22.07.2014 habe ich mir eine zweite Meinung eingeholt, weil ich der Meinung war, dass was an dem Zahnersatz nicht stimmen konnte, auch die Extremen Schmerzen trieben mich dazu.

Zahnarzt B, bei dem ich war sagte mir, dass die Brücke, sowie Krone nicht richtig angepasst sei und deswegen Kälte, sowie jeder „Dreck" dazwischen käme und es deswegen zu den extremen Entzündungen kommen würde.

Mit dieser Aussage konfrontierte ich Zahnarzt A und er sagte daraufhin, dass das gar nicht sein könne, denn er würde mit dem besten Labor zusammenarbeiten. Er wollte unbedingt den Namen des Arztes wissen und ihm ansprechen, wie er zu solch einer Aussage käme. Ich gab ihn allerdings nicht den Namen und sagte, dass wir jetzt eine Lösung finden müssten, weil ich die Schmerzen mittlerweile nicht mehr ertragen könnte.
Zuerst wurde der Verdacht nahegelegt, dass die Füllung im Zahn vor den Kronen erneuert werden müsste, was ich jedoch erstmal ablehnte ( Aus Kostengründen ).

Daraufhin begann die eigentliche Behandlung.

Mehrmals Röntgen, Wurzelbehandlung, Bisstests, Kältetests etc.

Die Schmerzen waren jetzt nicht mehr so extrem vorhanden, wie vor der Behandlung. Schmerzmittel musste ich danach nur noch 2-3 mal am Tag einnehmen.
Der Aufbiss Schmerz, sowie schmerzhafte Zahnfleischentzündungen und extreme Kälte/Wärme-Empfindlichkeit sind bis heute immer noch vorhanden.

Letztendlich wurde ich Ende des Jahres 2014 darum gebeten, dass ich bitte bei dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt abklären lassen sollte, dass keine chronische Nasennebenhöhlenentzündung vorliegt.
Diesen Fall hätte er bei einer Patientin zurzeit. Wenn das abgeklärt wäre, würde er dann unten bei der Brücke weitermachen.

HNO-Ärztin hat mich untersucht und nichts beanstanden können. Sie verwies mich zu einem Neurologen. Der Neurologe verschrieb mir daraufhin Amitriptylin, welches die Schmerzen lindern sollte. Die Schmerzen waren immer noch vorhanden und ich musste mit einer Gewichtzunahme von 5 kg innerhalb von 4 Wochen einbußen.

Danach stellte ich einen Antrag auf einen Gutachten bei der AOK.

Gutachten erfolgte am 27.03.2015.

Der Gutachter bestätigte, dass der Zahnersatz komplett erneuert werden müsse, da er fehlerhaft sei.

Nachdem bei einer Anwältin war und von der AOK befreit wurde Zahnarzt A nochmals besuchen zu müssen, machte ich einen Termin bei Zahnarzt C.

Zahnarzt C verwies mich zu einem Oralchirurg, weil die Wurzelspitze nicht richtig gefüllt wurde.

Oralchirurg verwies mich letztendlich zu einem Wurzelspeziellist, wobei folgendes raus kam:


Nach einer weiteren schmerzhaften Untersuchung und weiteren Röntgenaufnahmen kam es zu folgenden Ergebnis bzw. ließ er mir die Wahl zwischen:
1. Es dabei zu belassen, was mir aber ja nicht helfen würde.
2. Ich solle die zwei Zähne oben rechts ziehen lassen und mir eine Brücke setzen lassen. Implantate wären bei meinem Knochen nicht möglich oder
3. Er könnte durch die Wurzelbehandlung versuchen die Zähne schmerzfrei zu bekommen, was aber nicht garantiert wäre. Diese Behandlung würde allerdings zwischen 2000 und 2500 € privat kosten.


Nun sind meine Fragen:
Da sich die Behandlungen nun fast 2 Jahre hinziehen und ich einiges einbußen musste, mit welcher Schmerzensgeldhöhe kann ich rechnen?
Wie gehe ich weiter vor?
Wer möchte sich dem Fall annehmen?
Und was würden an Kosten auf mich zu kommen ohne Beratungshilfeschein?

Zurzeit befinde ich mich nämlich seit September 2015 wegen der Psyche im Krankengeld.


Einsatz editiert am 13.01.2016 21:56:56

13. Januar 2016 | 22:13

Antwort

von


(497)
Mühlgasse 2
71711 Murr
Tel: 07144-8889866
Web: http://www.anwalt-for-you.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich ist Schmerzensgeld immer vom Einzelfall abhängig. Ein mögliches Beispiel wäre:

6.000,00 Schmerzensgeld für Zahnschmerzen und Zahnschäden durch grob fehlerhafte Behandlung einer Parodontose mit Gesamttherapie von 2 Jahren und Dauerschäden (jahrelange massive Schmerzen, Mundhygieneprobleme und Erschwerung der Heilung der vorhandenen Zahnschäden) = OLG München, Urt. v. 12.08.1999 - 1 U 3556/98

Da Sie den Behandlungsfehler nachweisen müssen, 5 evtl. erhebliche Gutachterkosten im Rahmen eines Prozesses auf Sie zu. Anwaltskosten hängen von der Förderung ab, werden aber aussergerichtlich sicher kaum unter Tausend Euro liegen.

Der nächste Schritt wäre die anwaltliche Prüfung der Behandlungsunterlagen und die aussergerichtliche Geltendmachung.

Gerne übernehme ich Ihre weitere Vertretung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Steininger

Rückfrage vom Fragesteller 14. Januar 2016 | 07:18

Welche Förderung gibt es? Und welche Gutachten würden benötigt werden? Eventuell reichen ja schon Vorhandene aus für das Schmerzensgeld ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14. Januar 2016 | 10:20

Im Gerichtsverfahren können Sie Prozesskostenhilfe beantragen.

Die Gutachten werden wohl zu einer Forderung führen können, wenn die Haftpflichtversicherung aber nicht außergerichtlich einlenkt, wird es ein gerichtliches Gutachten geben.

Manchmal unterstützen die Krankenkassen ein derartiges Vorgehen, meist werden Sie aber über die Bereitstellung des MdK-Gutachtens kaum konkrete Hilfe erhalten.

ANTWORT VON

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