Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Geltendmachung von Bewerbungskosten


06.12.2006 01:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem:

Ich bin seit zwei Jahren als Verkehrspilot tätig.
Durch den Luftfahrtboom ist der Arbeitsmark stetig in Bewegung und so habe ich mich in diesem Jahr bei zwei großen dt. Gesellschaften beworben.

Die Vorstellungstermine habe ich zeitlich versetzt legen lassen.
Die Termine hatten Vorlaufszeiten von ca. 1 Monat

Der erste Termin bei Gesellschaft "A" verlief gut, jedoch ohne direktes Ergebnis.

Nun hatte die andere Gesellschaft "B" den zweiten Termin 7 Tage vorher abgesagt und ihn kurzfristig nach Absprache wieder zugesagt. Dieser wäre an einem Montag gewesen.

Das Ergebnis der Gesellschaft "A" gab es an dem Samstag zuvor inkl. Arbeitsvertrag und Bedingung direkt am Montag anfangen zu müssen.

Ich schickte am Sonntag Mittag eine E-Mail (der Kontakt lief hauptsächlich über E-Mail) und ein Fax an die zuständige Sachbearbeiterin der Gesellschaft "B" und sagte den zweiten Termin aus beruflichen Gründen ab.

Nun erhielt ich postwendend die Bewerbungsunterlagen zurück und öffnete sie dummerweise nicht.

DENN:

Nun erhielt ich per Einschreiben eine Zahlungsaufforderung 300,00 EUR wg. kurzfristiger Absage zu überweisen.
Eine korrekte Rechnung habe ich den zwei Schreiben nicht entnehmen können.

Zur temporären Absage der Gesellschaft "B": Da ich den Termin schon früh bekam, hätte ich ja auch ein Flug-/Bahnticket gekauft haben können, für dessen Erstattung man sicher ebenfalls nur ein müdes Lächeln über gehabt hätte.

Des weiteren gilt branchenüblich, dass Sonn-/ und Feiertage nicht existent sind. Luftfahrt ist nicht an Zeitbeschränkungen gebunden. Daher auch der Arbeitsvertrag der Gesellschaft „A“ an einem Samstag, welcher vor Ort persönlich Unterzeichnet wurde.

Meine Ausführungen sind sicherlich ein wenig durcheinander, aber vielleicht können Sie mir einen groben Überblick über die Rechtslage geben.

Sollte ich aus juristischer Sicht gute Chancen haben, so könnte für ein weiteres Vorgehen meine Rechtsschutzversicherung den Fall übernehmen.
Sämtliche Dokumente: Arbeitsvertrag, Email und Fax-Sendebericht habe ich vorliegen.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Herr,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt
Es gilt der Grundsatz: “Wer die Musik bestellt, bezahlt”. Dies bedeutet, daß die Kosten des Bewerbungsverfahrens generell der Arbeitgeber trägt, wenn nichts anderes vereinbart ist. Nach Ihrer Schilderung liegt eine solche Vereinbarung wohl nicht vor,so dass Sie nur noch aus c.i.c.(Verschulden bei Vertragsschluss) haften könnten. Danach müssten Ihnen eine Verletzung vorvertraglicher Informations- und Mitteilungspflichten vorzuwerfen sein, so dass Sie diejenigen Vermögensschäden zu ersetzen hätten, die durch nutzlose Aufwendungen in der Erwartung eines Vertragsschlusses entstanden sind. Zwar kann jede Partei es sich bis zum Abschluß des Vertrages noch ohne weiteres anders überlegen; dennoch wird eine Ersatzpflicht dann bejaht, wenn die andere Partei auf das Zustandekommen des Vertrages nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen vertrauen konnte und die Verhandlungen ohne triftigen Grund abgebrochen worden sind. Ob die 300,-- EUR demmach dem Grunde nach und der Höhe gerechtfertigt sind, kann ich erst endgültig nach Inaugenscheinnahme der Unterlagen beurteilen. Bis dahin rate ich Ihnen keine Zahlungen zu leisten und keine sonstigen Erklärungen gegenüber dem B abzugeben.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: phermes1@gmx.de

Beste Grüsse
RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2006 | 02:06

Danke für die Antwort.
1. Die Vereinbarung lautete: Der Arbeitgeber zahlt das Bewerbungsverfahren. Kein Preis und nichts anderes wurde vereinbart
1. Im Einladungsschreiben wurde jedoch erwähnt
"Sie haben uns diesen Termin bereits telefonisch bestätigt. Sollten Sie dennoch nicht teilnehmen können, bitten wir um umgehende Benachrichtigung. Andernfalls behalten wir uns vor, Ihnen die entstandenen Kosten in Rechnung zu stellen."

Ich werde mich am morgigen Tage mit meinen Rechtsschutzunterlagenb befassen.

Bis dahin,
Vielen Dank
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2006 | 02:24

Unabhängig davon, ob die Vereinbarung rechtmäßig ist bzw. der Termin von Ihnen rechtzeitig abgesagt wurde, sind die entstandenen Kosten von B nachzuweisen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER