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Gelegentliche selbständige Arbeit in der Schweiz

| 17.02.2012 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Ich wohne und arbeite in Deutschland, veranstalte ca 2x im Monat Malkurse und Meditationen in der Schweiz, die biete ich für Deutsche und Schweizer Teilnehmer an auf verschiedene Orten.

Muss ich diese Kurse in der Schweiz anmelden und versteuern?

Es passiert offt, das Teilnehmer eine einzelsitzung von mit vünschen, diese extra abgerechnet wird.


Als was darf ich diese einzelsitzung deffinieren?

Vollgendes kann ich anbieten: Lebensberatung, einzelunterricht, behandlund im berreich Geistiges Heilen, eine Sitzung aus der possition Heilpraktikerin für Psychotherapie,
darf ich auch spontan entspannungs-Massage anbieten?

Muss ich ergentwelche Art von oben gennante Tätigkeiten in der Schweiz anmelden, oder erlaubnis haben, oder
gehört es zu meine Tätigkeit in Deutschland?

danke

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Gemäß Art. 14 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz können Sie als in Deutschland ansässige selbständige Person Ihr gesamtes Einkommen in Deutschland versteuern, wenn Sie in der Schweiz über keine feste Einrichtung verfügen. Wenn Sie also in der Schweiz für den jeweiligen Malkurs bzw. die Meditationssitzung jedes Mal aufs Neue einen Raum anmieten, ggf. sogar unterschiedliche Räume nutzen, und dort kein zweites Büro haben, müssten Sie Ihr in der Schweiz erzieltes Einkommen nicht in Deutschland versteuern. Wenn eine feste Einrichtung vorhanden ist, müssen Sie das dort erzielte Einkommen in der Schweiz versteuern, ihr in Deutschland erzieltes Einkommen müssten Sie in Deutschland versteuern. Sie müssten also in beiden Staaten Steuern zahlne.

Bezüglich einer möglichen Tätigkeit als Heilpraktikerin müssen Sie bei der Verwaltung des Kantons erkundigen, in dem Sie praktizieren möchten. Einige sehen wohl ein Zulassungsverfahren vor. Ggf. kann aber auch Ihre deutsche Ausbildung akzeptiert werden. In manchen Kantonen ist die Zulassung frei.

Auch gibt es wohl in manchen Kantonen Vorschriften über die Tätigkeit als Masseur. Ggf. ist auch "geistiges Heilen" von solchen Vorschriften erfasst. Sie sollten sich als bei der Verwaltung des jeweiligen Kantons erkundigen, was genau erlaubt ist.

Eine weitere Frage ist die der Sozialversicherung. Hier gibt es ein Abkommen zwischen der Schweiz und der EG, wonach viele Vorschriften der Europäischen Gemeinschaften auch im Verhältnis zur Schweiz gelten. Daher ist davon auszugehen, dass Sie in Deutschland insbesondere krankenversichert bleiben können, wenn die voraussichtliche Dauer der jeweiligen Tätigkeit, also des jeweiligen Malkurses usw. zwei Jahre nicht unterschreitet. Würden Sie aber einmal länger und vor Allem ausschließlich in der Schweiz tätig werden, müssten Sie sich dort um eine Krankenversicherung bemühen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2012 | 08:24

Sehr geehrte Frau Anwältin,

danke für ausführliche Antwort.

Verstehe ich Ihren Antwort richtig? Darf ich Lebensberatung oder Einzelunterricht, Einzelmeditation gelegentlich in der Schweiz anbieten
ohne es dort zu melden? dabei mein Honorar verlangen
und in Deutschland in Steuer angeben,
solange ich kein festes Raum habe.

Schönen Grüß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2012 | 09:56

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beanworte ich Ihre Nachfrage wie folgt. Aus STEUERrechtlicherlicht Sicht können Sie Ihr in der Schweiz verdientes Honorar in Deutschland versteuern, wenn Sie in der Schweiz über keine feste Einrichtung verfügen.

Ob Ihre Tätigkeiten als Heilpraktikerin, Masseurin und geistige Heilerin aus MEDIZINrechtlicher Sicht in der Schweiz erlaubt sind, kann ich Ihnen ohne Weiteres nicht sagen, da dies davon abhängt, in welchem Kanton sie tätig werden. Hierzu sollten Sie bei der Verwaltung des jeweiligen Kantons nachfragen.

Bewertung des Fragestellers 20.02.2012 | 10:35

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 20.02.2012 4,8/5,0
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