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Geldwerter Vorteil durch den Arbeitgeber zu hoch berechnet

| 23.01.2020 10:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich habe einen Firmenwagen, der mir in der Gehaltsabrechnung mit der 1% Regel zuzüglich 0,03% pro Entfernungskilometer als geldwerter Vorteil berechnet werden. Da ich 80 Km Entfernung habe kommt da ein recht hoher Betrag von 28.000 € zu versteuern heraus. Nach dem ich mich damit über Jahre hinweg abgefunden hatte, habe ich mich im Steuerrecht informiert und erfahren, dass im Falle wenn der geldwerte Vorteil höher ist als die tatsächlichen Gesamtkosten des Fahrzeuges (in meinem Fall ca. 18.000 €) der zu versteuernde Betrag auf diese Gesamtkosten reduziert werden kann. Dies bedeutet, dass ich jetzt pro Jahr zwischen 2 und 3.000 € Steuerrückerstattung erhalte.

Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren dies nicht gewusst und deshalb über 7 Jahre ca. 20.000 € zu viel Steuer gezahlt. Rückwirkend ist natürlich dies in den Steuererklärungen nicht mehr anfechtbar.

Jetzt zu meiner Frage:
Der Arbeitgeber hätte doch diese Steuerregelung kennen müssen und mir nicht über Jahre hinweg deutlich zu hohe geldwerte Vorteile in meiner Gehaltsabrechnung abziehen dürfen, oder zumindest mit zum Jahresabschluss die Abrechnung des Fahrzeuges zur Verfügung stellen müssen (was er heute jeweils auf Nachfrage von mir tut.
Hat der Arbeitgeber seiner Sorgfaltspflicht genüge getan oder gibt es eine rechtliche Verantwortung mir gegenüber. Wäre es theoretisch möglich gegenüber dem Arbeitgeber einen Rechtsanspruch abzuleiten ?

Mit freundlichem Gruß

24.01.2020 | 13:00

Antwort

von


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01326 Dresden & Köln
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Sehr geehrter Ratsuchender,

zuvörderst ist es erst einmal Ihre ureigene Pflicht, die Steuerveranlagung zu prüfen und zu begleiten. Infolge von Unkenntnis haben Sie die hiesigen Probleme nicht erkannt und es auf bestandskräftige Steuerbescheide ankommen lassen. Sofern Sie zur Abgabe der Steuererklärung nicht verpflichtet waren, haben Sie dann wohl eine nachträgliche Veranlagung ( vormalig Lohnsteuerjahresausgleich ) unterlassen.

Das würde Ihnen Ihr Arbeitgeber wohl erst einmal entgegen halten, wenn Sie mit diesem nun streiten würden.

Aber: Kraft seines eigenen Handelns hat auch der Arbeitgeber eine Verantwortung übernommen, die bei Ihnen einen Schaden verursacht hat. Hier kommt eine arbeitsrechtliche Nebenpflichtverletzung aus § 611 BGB iVm. § 241 II BGB in Betracht. Im Rahmen der 3 jährigen Verjährungsvorschriften wäre hier aber die Reichweite in die Vergangenheit nach erster Würdigung auch nur beschränkt gegeben.

Ich halte es aber durchaus für vertretbar, unter diesem Gesichtspunkt den Arbeitgeber mit einem solchen "Veranlagungsschaden" zu konfrontieren.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA


Bewertung des Fragestellers 03.02.2020 | 15:58

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Letztendlich wurde meine bisherige Einschätzung zur Sachlage bestätigt und ich muss das Thema wie erwartet ohne weiteren Erfolg ablegen.

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