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Geldwerter Vorteil BC100

24.03.2008 12:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


17:01

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

ich habe eine durch meinen Arbeitgeber finanzierte BC 100 die ich auch zu privaten Zwecken nutzen kann. Die dienstlichen Fahrten werden gengen den Geldwert gerechnet und ein ggf. bei Ende der Laufzeit überbleibender Betrag bei mir als geldwerter Vorteil steuer und sozialversicherungsrechtlich berücksichtigt. Da ich zuzeit arbeitsfunfähig bin und keine diesntlichen Fahrten angeben kann nun meine Frage:

Kann mein AG den gesamten Wert in Höhe von 3.500,-- Euro voll als geldwerten Vorteil berücksichtigen, falls ich das ganze Jahr krank sein sollte? Und wie würde dies abrechnugnstechnisch berücksichtigt, wenn ich nur Krankengeld beziehe?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

24.03.2008 | 13:35

Antwort

von


(139)
Nördliche Auffahrtsallee 65
80638 München
Tel: 089 / 550 559 45
Web: http://www.ra-manfredbinder.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Das Überlassen einer Bahncard wird steuerrechtlich unterschiedlich behandelt. Soweit die Bahncard für Dienstreisen überlassen und dadurch eine Minderung der Dienstreisenkosten in Höhe ihrer Kosten erreicht worden ist, bleiben die privaten Nutzungen unberücksichtigt.

Anders verhält es sich aber, wenn damit zu rechnen ist, dass beim steuerfreien Ersatz des Arbeitgebers durch den Erwerb der Bahncard insgesamt keine Minderung der Fahrtkosten eintritt. Der durch diesen Erwerb verursachte Mehraufwand des Arbeitgebers wegen der privaten Nutzungsmöglichkeit ist dann als Mehraufwand als Arbeitslohn zu versteuern. Entscheidend ist also vorliegend, wie hoch bisher oder zukünftig die Ersparnis dadurch war oder sein wird. Sind bisher noch keine Dienstreisekosten entstanden oder werden aufgrund von Krankheit keine Dienstreisenkosten im VZ mehr entstehen, ist der gesamte Betrag als Arbeitslohn zu versteuern.
Dies gilt auch dann, wenn Sie nur mehr Krankengeld beziehen. Das Krankengeld unterliegt als Lohnersatzleistung dem Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG . Daher müssen Sie nach § 46 EStG für den Vz 2008 eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit geben konnte. Bei Unklarheiten verweise ich auf die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
- Rechtsanwalt -


Rückfrage vom Fragesteller 24.03.2008 | 14:52

Sehr geehrter Herr Binder,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Grundsätzlich wird der geltwerte Vorteil als Arbeitslohn über meinen AG versteuert und verbeitragt. Wie ist das möglich, wenn ich in diesem Jahr keine Bruttobezüge erhalte, die Bc aber das ganze Jahr genutzt habe?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.03.2008 | 17:01

Sehr geehrter Fragesteller,

sofern die Bahncard 100 nur ausschließlich für private Fahrten genutzt wurde, ist der Wert der Bahnkarte als Arbeitslohn zu berücksichtigen. In diesem speziellen Fall führt die Überlassung der Bahncard zu einem sofortigen Zufluss von Arbeitslohn, da sie das uneingeschränkte Nutzungsrecht beinhaltet, (in Anlehnung: BFH Urteil vom 12.04.2007, BStBl. 2007 II S. 719 ).
Daher ist dieser geldwerte Vorteil - auch wenn sonst keine weiteren Bruttobezüge gewährt worden sind - als Arbeitslohn vom AG zu versteuern. D.h., dass der geldwerte Vorteil als Arbeitslohn "fingiert" wird und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem Ihnen die Karte überlassen worden ist.

Ich hoffe, dass ich weiteren Aufschluss in der Angelegenheit geben konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
- Rechtsanwalt -

ANTWORT VON

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