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Geldunterschlagung

| 20.01.2010 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Mir wird aus meinem alten Büro Geldunterschlagung vorgeworfen. Ich soll Provisionen an mich selber ausgezahlt haben. Leider sind bei diesen Auzahlungen meine Kürzel im Computer, allerdings war ich auch nicht die einzige Angestelle in diesem Büro. Woe liegt die Beweislast? Was kann passieren und was kann ich tun?
Vielen Dank.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich haben nicht Sie die Beweislast für Ihre Unschuld, sondern man muss Ihnen beweisen, dass Sie sich etwas haben zuschulden kommen lassen.

Sie sagen nichts darüber, in welcher Form der Vorwurf gegen Sie erhoben wird, wie konkret die Anschuldigungen sind oder ob bereits Anzeige erstattet wurde.

Es gibt eine Reihe Faktoren, die bei der Beurteilung der Frage, wie ernst der Vorwurf zu nehmen ist, eine Rolle spielen können.

Aus Ihrer Anfrage geht z.B. nicht hervor, ob Sie im Büro allein für die Provisionszahlungen zuständig waren und ob Sie selber überhaupt Anspruch auf Auszahlung von Provision hatten. Falls letzteres nicht der Fall war, ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass Sie sich selbst mit Ihrem eigenen Kürzel Zahlungen bewilligt haben, die Ihnen gar nicht zustehen. In welcher Form fand die Kontrolle üblicherweise statt? Fand überhaupt eine regelmäßige Kontrolle statt oder hätten Sie damit rechnen können, dass gar nicht kontrolliert wird?

Ich kann auch nicht entnehmen, wie das Computerprogramm arbeitet, in dem bei Ihnen die Provisionszahlungen verbucht wurden. Mussten Sie sich mit einem bestimmten Kennwort einloggen, so dass das Kürzel automatisch eingefügt wurde oder wurde das Kürzel manuell eingegeben? Hat jeder Zugriff auf den Computer bzw. kann auf das Programm von mehreren Arbeitsplätzen zugegriffen werden? Konnte sich ggfs. jemand mit Ihren Daten einloggen? Wie erfolgte die Auszahlung? War die Kasse unter Verschluss, oder wurde eine Überweisung veranlasst?

Abgesehen von einer Strafanzeige – soweit diese nicht bereits erfolgt ist – könnte unter bestimmten Umständen auch eine (Verdachts-)Kündigung erfolgen, gegen die mit einer Kündigungsschutzklage vorgegangen werden könnte. Da Sie von Ihrem alten Büro sprechen, gehe ich allerdings davon aus, dass Sie bei der Firma inzwischen nicht mehr arbeiten. Sie sagen nichts darüber, wann und aus welchem Grund das Arbeitsverhältnis beendet würde.

Ebenso rate ich Ihnen dringend, sich anwaltlicher Hilfe zu bedienen, sofern Anzeige gegen Sie erstattet und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Der Ladung zu einer polizeilichen Vernehmung müssten Sie nicht Folge leisten. Nur ein Anwalt hätte aber die Möglichkeit, auch Einsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen, bevor Sie – oder ein Anwalt für Sie – eine Stellungnahme abgibt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Nutzen Sie ansonsten bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2010 | 22:03

Sehr geehrte Frau Dr. Nagel,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich arbeit auf eigenen Wunsch nicht mehr in meinem alten Büro (30.06.2009) und ich war nicht die einzige die für die Provisionzahlungen verantwortlich war. Jeder Mitarbeiter hatte Zugriff auf den Computer. Man hat sich mit einem persönlichen Kürzel eingeloggt, wobei jeder den Kützel des anderen kannte. Eine Kontrolle fand durch ein Buchhaltungssystem, sowie eine externe Buchhaltung statt. Eine Strafanzeige wurde bisher nicht gestellt, allerdings wurde mit dieser gedroht, sowie mit Bekanntgabe an meinen neuen Chef. Ist das rechtlich oder kann man so etwas schon unter"Rufmord" geltent machen? Soll ich mit der Innanspruchnahme eines Anwalts warten, bis eine Anzeige vorliegt? Vielen Dank!
MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2010 | 22:14

Selbstverständlich können Sie auch jetzt schon einen Anwalt beauftragen. Hierzu stehe ich Ihnen auf Wunsch selbstverständlich auch zur Verfügung.
Ein Anwalt könnte Ihrem ehemaligen Chef ggfs. auch mitteilen, dass er mit strafrechtlichen und ggfs. auch zivilrechtlichen Folgen (z.B. Schadensersatzansprüchen) zu rechnen hat, wenn er bei Ihrem neuen Arbeitgeber aufgrund vager Verdachtsmomente irgendwelche nachteiligen Mitteilungen macht oder ihn zur Mitteilung auffordern, worauf er die Anschuldigungen speziell gegen Sie stützt.
Die Tatsache, dass bisher keine Strafanzeige erstattet wurde und dieser Verdacht ja offensichtlich auch erst ein halbes Jahr nach Ihrer Kündigung aufgetaucht ist, macht es schwierig zu beurteilen, ob an der Sache überhaupt viel dran ist.
Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, die die Kosten übernimmt, sollten Sie auf jeden Fall frühzeitig anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, ansonsten zumindest dann, wenn Anzeige erstattet wird oder irgendwelche nachteiligen Äußerungen gegenüber Ihrem neuen Chef gemacht werden.

Bewertung des Fragestellers 23.01.2010 | 10:45

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"In meiner ersten Anfrage fehlten meinerseits ein paar Angaben, daher habe ich die Nachfragefunktion in Anspruch genommen. Nach der zweiten Anfrage wurden meine Fragen verständlich und logisch beantwortet! "
Stellungnahme vom Anwalt:
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