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Geldumtausch

23.11.2015 22:07 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Währungsumtausch, An - und Verkaufskurse, Sortenkurse, Anspruch auf Beratung

Ich lebe im Ausland und habe eine grössere Menge Bargeld (umgerechnet 22.000 EUR) nach Deutschland genommen, um sie bei meiner Hausbank umzutauschen. Naiverweise, und da ich sowieso keine andere Wahl hatte, habe ich nicht explizit nach dem Wechselkurs oder Gebühren gefragt (ich wurde aber auch nicht darauf hingewiesen).

Der Kaufpreis lag dann über 15% höher, als der Interbankenkurs, so dass ich bei dem Umtausch mehr als 3.500 EUR verloren habe. Über das Beschwerdemanagement der Bank habe ich nur negative Standardantworten bekommen ("der Kurs hängt aus").

Im Nachhinein wurde ich ausserdem darauf hingewiesen, dass es deutlich günstiger gewesen, ein Fremdwährungskonto zu eröffnen (8 EUR / Monat und Umtausch zum Interbankenkurs).

Meine Fragen:
- Ist solch eine hohe Gebühr gegenüber einem Privatkunden zulässig oder hätte man mich explizit darauf hinweisen müssen?
- Hätte man mich auf die deutlich günstigere Variante mittels des Fremdwährungskonto hinweisen müssen, liegt also ein Beratungsfehler vor?
- Was sollte ich jetzt machen? Mich damit abfinden? Eine Beschwerde über den Ombudsmann oder direkt durch einen Anwalt?

MfG
Matthias Roidl

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Maßgeblich für den Wechselkurs und die anfallenden Gebühren ist die Währung, die Sie getauscht haben. Handelt es sich um eine Währung, für die kein hoher Umlauf besteht, wie bespielsweise Dollar oder Franken, liegt die Spanne zwischen und An- und Verkaufskurs höher.

Bereits bei dem Dollar liegt eine Wechselkursspanne von über 10 % vor.

Insoweit ist zu berücksichtigen, dass der Sortenkurs zum Devisenkurs in erhebliche Maße abweicht. Der Interbankendevisenkurs ist hierbei nicht die richtige Grundlage.

Lassen Sie sich in jedem Fall die Preisliste des betreffenden Tages von Ihrer Hausbank ausstellen und vergleichen diese mit den Preisangaben der Reisebank. Besteht dann noch immer ein Umtauschdefizit von 15 % ist die Bank schriftlich in Höhe der Differenz zur Reisebank in Anspruch zu nehmen.

2. Ein ungefragter Beratungsanspruch besteht sicherlich nicht. Allenfalls ergibt sich hier ein Beratungsansatz dann, wenn aus dem Umtauschauftrag sich ergeben hat, dass das Bargeld nicht unmittelbar benötigt wurde, sondern auch auf eine Konto hinterlegt hätte können.

Weitere Anhaltspunkte sind das bestehende Kundenverhältnis sowie die Höhe des Betrages, die eine Geldwäschemeldung nach sich gezogen hat.

Prüfen Sie auch, ob Ihre Bank auf der Internetseite über die verschiedenen Möglichkeiten des Wahräungstausches hinweist. Ist dies der Fall besteht eine Beratungspflicht.

3. Eine Beschwerde bei Ombudsmann für das Kreditwesen ist sicherlich eine Möglichkeit.. Rechnen Sie hier aber nicht mit einer schnellen Entscheidung oder Rückmeldung.

Vielversprechender erscheint mit unter dem Hinweis auf vergleichbare Sortenkurse anderer Banken auf die erhöhten Gebühren Ihres Institutes hinzuweisen und eine Erstattung mit einem Vorstandsschreiben zu fordern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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