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Geldtransfer nach Deutschland für Erwerb einer Wohnung

| 01.05.2017 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Ich möchte in Deutschland eine Eigentumswohnung für ca. 50000 bis 70000 EUR erwerben. Jedoch lebe ich schon seit 5 Jahren in Kambodscha und bin in Deutschland nicht mehr angemeldet. Lediglich ein Bankkonto besitze ich noch in Deutschland.

Den Betrag für den Wohnungserwerb habe ich aus einem Privatdarlehen, welches ich von einem Freund in Kambodscha bekommen habe.

Meine Frage bezieht sich auf den Geldtransfer nach Deutschland. Und zwar wenn ich den gesamten Betrag (ca. 70000 EUR) auf ein deutsches Bank-Konto überweise und gem. Geldwäschegesetz als Geld-Quelle "Privatdarlehen" angebe, ist es dann ausreichend, oder können hier weitere Nachweise, etc... angefordert werden bzw. sonstige Probleme auftreten?

Wie wird es dann mit Finanzamt geregelt? Muss ich auf den überwiesenen Betrag irgendwelche Steuern zahlen? Wenn ja, wie hoch (wenn möglich, Größenordnung) sind diese Steuer-Kosten in meinem Fall und wie kann ich diese Kosten bezahlen?

Muss ich sonst noch etwas beachten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Auf der Grundlage von § 11 Außenwirtschaftsgesetz (AWG) iVm den §§ 67 ff. Außenwirtschaftsverordnung (AWV) besteht eine Meldepflicht von Finanztransaktionen von und nach Deutschland, wenn nachfolgende Voraussetzungen gegeben sind:

a) Betrag höher als EUR 12.500,00

b) Anlass der Zahlung ist ein wirtschaftliches Geschäft und

c) der Empfänger oder der Absender der Gutschrift hat seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland.

Die Informationen, die der Meldung zugrunde liegen, werden an das Finanzamt nicht weitergeleitet.

Der Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit ist erfüllt, wenn die Meldung unterlassen wird, und kann mit einer Geldbuße bis zu EUR 30.000,00 sanktioniert werden.

Steuern (Schenkungssteuer) würde nach dem ErbStG nur dann anfallen, wenn es sich um eine Schenkung handeln würde. Dies ist nach Ihren Angaben (Privatdarlehen) gerade nicht der Fall.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben ist, damit Sie hier zufrieden aus der Beratung gehen. Anderenfalls mögen Sie eine positive Bewertung abgeben.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Nachfrage vom Fragesteller 01.05.2017 | 21:05

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage.

Also, wenn ich richtig verstehe, dann muss die Geldherkunft (wie z.B. Privatdarlehen-Vertrag, Kontoauszüge,...) nicht nachgewiesen werden. Ist das richtig?

> Steuern (Schenkungssteuer) würde nach dem ErbStG nur dann
> anfallen, wenn es sich um eine Schenkung handeln würde.
> Dies ist nach Ihren Angaben (Privatdarlehen) gerade nicht der Fall.

Können Sie mir bitte sagen wie hoch die Steuern sind. Also, wenn ich 70000 EUR überweise, welchen Betrag muss ich dann von dieser Summe abziehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.05.2017 | 21:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ja, das ist richtig.

Bei einer Schenkung von EUR 70.000 von einem Dritten fällt Schenkungssteuer in Höhe von 30 % auf einen Betrag von EUR 50.000 an.
Der Freibetrag liegt insoweit bei EUR 20.000.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 03.05.2017 | 07:39

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