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Geldsumme unterschlagen aber komplett zurückerstattet

| 30.03.2011 08:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


09:23

Guten Morgen,
vor einiger zeit hab ich ziehmliche dumheiten gemacht ich habe eine geldsumme unterschlagen diese jedoch komplett zurückerstattet dies wurde auch angenommen vom geschädigten kann der mich trotzdem noch anzeigen wegen unterschlagung?
Des weiteren droht der geschädigte meine frau anzuzeigen und nicht mich da meine frau zum tat zeitpunkt Kassenwart war für besgtes konto aber absolut nichts davon wußte in zuge einer ermittelung würde dies auch festgestellt da ich ja auf den aufnahmen der geldautomaten zusehen wäre.

30.03.2011 | 08:40

Antwort

von


(72)
Marktstraße 17 / 19,
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich bei Ihnen für die Nutzung dieses Forums.
Ich möchte Ihre Fragen aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten.
Erlauben Sie mir den Hinweis, dass dieses Forum aufgrund Ihres Einsatzes und Ihrer Angaben nur eine erste (grobe) Einschätzung und Beantowortung der rechtlichen Fragen erlaubt. Die Beantwortung kann auch nur anhand Ihrer Angaben erfolgen. Bei Hinzutreten weiterer Informationen oder Umstände könnte die Beantwortung anders ausfallen.

Bezüglich Ihrer Fragen möchte ich diese wie folgt beantworten.
Die Ahndung einer Straftat unerliegt nach § 78 StGB: Verjährungsfrist der Verjährung. Dabei gibt es je nach Art der Straftat und Höhe der damit verbundenen Strafe unterschiedliche Verjährungsfristen.
Es ist daher zunächst zu ermitteln, welche Straftat Sie begangen haben könnten. Sie gaben an, dass Sie eine Unterschlagung begangen haben. Eine Unterschlagung nach § 264 StGB: Subventionsbetrug wird mit einer Höchststrafe beziehungsweise einer Freiheitsstrafe mit bis zu 3 Jahren oder einer Geldstrafe geahndet. Unter Anwendung dieser Vorschrift und § 78 StGB: Verjährungsfrist beträgt die Verjährungszeit daher 5 Jahre.
Die Verjährung beginnt in dem Zeitpunkt, in welchem die Tat beendet ist. ( § 78a StGB: Beginn ).
Mangels genauer Angaben Ihrerseits kann ich Ihnen nicht sagen, ob bei Ihnen die Verjährung der Verfolgung bereits eingetreten ist.
Sollte die Verjährungswirkung noch nicht eingetreten sein, da seit Beendigung der tat noch keine 5 Jahre vergangen sind, könnte der Geschädigte Sie noch anzeigen. Sie müssten in diesem Fall mit einem Ermittlungsverfahren rechnen.

Auch Ihre Ehefrau könnte angezeigt werden, wenn die Verjährung noch nicht eingetreten ist. Auch Sie müsste in dem Fall mit einem Ermittlungserverfahren rechnen.
Da Ihre Frau die Kassenwartin war und eine Kontovollmacht besaß könnte Sie sich unter Umständen wegen der Beihilfe zu Ihrer Unterschlagung strafbar gemacht haben. Insbesondere, wenn Ihre Frau ihre Sicherungspflichten in Bezug auf die Verwahrung der Kasse oder Kontounterlagen wie die Bankkarte für das Konto nicht genügend gesichert hat. Für eine konkrete Beantwortung dieser Frage, insbesondere die genauen Umstände Ihrer Tat gaben Sie jedoch keine entsprechenden Informationen.

Ich hoffe nun, dass ich Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Fragen weiterhelfen konnte. Sollten Sie noch weitere Fragen bezüglich des beantworteten Sachverhaltes haben, können Sie sich unter meinen Kontaktdaten gerne an mich wenden.


Rückfrage vom Fragesteller 30.03.2011 | 09:02

Nein die verjährung ist noch nicht eingetreten lediglich wurde der enstandene schaden zu 100% wieder gut gemacht.
In meinen augen besteht eine ausergerichtliche einigung da der schaden gutgemacht wurde.
Meine frau hat meines erachtens nach keine straftat begangen da sie keine kenntnisse von meinem handeln hatte und sie mich eigentlich zuerst selbstanzeigen wollte.
Es fanden in der sache schon drei gespräche mit dem geschädigten statt in diesem habe ich auch ein umfassendes geständniss abgelegt welches von allen parteien unterschrieben wurde für den fall das ich den schaden nicht ausgleiche.
Was kann mir denn rechtlich geschehen wenn es jetzt doch noch zu einer anzeige kommen sollte muß ich mit haft rechnen ich bin in keiner weise vorbestraft und habe die unterschlagung gemacht weil es uns zu der zeit finanziell nicht gut ging und ich keinen ausweg mehr sah.
wie erwähnt ist die summe komplett zurückerstattet worden.
MFG
Dennis

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.03.2011 | 09:23

Sehr geehrter Fragesteller,

wie ich Ihnen bereits sagte, werden sowohl Sie als auch Ihre Frau mit einem Ermittlungsverfahren zu rechnen haben, falls die Angelegenheit von dem Geschädigten angezeigt wird.

Ihre Frau hatte als Verantwortliche der kasse oder des Kontos dafür zu sorgen, dass kein Unbefugter an die Unterlagen oder entsprechenden Bankkarten herankommen kann oder diese entwenden kann. Wenn Ihre Frau diese Pflicht ordnungsgemäß erfüllt hat und dafür gesorgt hat, dass kein Unbefugter Zugriff auf das Konto oder die Kasse haben kann ohne entsprechende Hindernisse (wie zum Beispiel das Öffnen einer abgeschlossenen Kassette oder eines Safes ) zu überwinden, wird sie wohl mit keinen strarechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben. Dies ist jedoch eine Frage der Umstände und wird durch den Richter zu bewerten sein.

Bezüglich Ihrer Straftat werden Sie auf jeden Fall mit einer Geldstrafe rechnen müssen. Diese ist abhängig von Ihrem derzeitigen Nettoeinkommen (dieses wird durch 30 geteilt, um die Höhe eines sogenannten Tagessatzes zu ermitteln), sowie der Höhe des unterschlagenen Geldes. Die Höhe und die Umstände der Tat werden zur Bemessung der Anzahl der Tagessätze herangezogen.
Zu Ihren Gunsten ist auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass Sie noch keine Vorstrafen haben und auch, dass Sie den Schaden bereits beglichen haben.
Sie werden daher mit einer Geldstrafe rechnen müssen. Die Verhängung einer Freiheitsstrafe, die zudem zur Bewährung auszusetzen wäre, da Sie Ersttäter sind, halte ich für nicht sehr wahrscheinlich.

Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen für die Nutzung des Forums und hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Bianca Vetter, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.03.2011 | 11:22

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