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Geldschenkung bei Trennung einer Zugewinngemeinschaft

| 29.07.2010 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Für den Kauf unseres Hauses habe ich von meinen Eltern 2003 eine Geldschenkung in Höhe von 58.000 € bekommen. Ich habe damals mit Unterschrift bestätigt, diese Geldschenkung von meinen Eltern erhalten zu haben. Meine Eltern haben ebenfalls beide unterschrieben. Allerdings ist nicht der Zweck dieser Schenkung angegeben worden. Mittlerweile lebe ich von meinem Mann getrennt. Es gäbe die Möglichkeit, im Falle einer Scheidung in unserem Haus zwei Eigentumswohnungen einzurichten. Für diesen Fall würde ich dieses, für den Hauskauf geschenkte Geld im Haus lassen. Mein Mann überlegt aber aus dem Haus auszuziehen und sich auszahlen zu lassen . Ich müsste dazu einen Kredit aufnehmen. Muss ich ihm in diesem Falle die Hälfte der Geldschenkung, die ausdrücklich an mich ging, sozusagen als vorzeitiges Erbe, hälftig an meinen Mann auszahlen, oder kann ich diese als mein Vermögen und das zukünftige meiner drei Kinder im Haus belassen. Meine Eltern wollten mir ermöglichen das Haus zu kaufen und nicht meinem Mann seine zukünftige Eigenimmobilie mitfinanzieren. Wie sieht das recht lich aus? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Freundliche Grüße Dit

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne bantworte ich Ihre Frage.

Die Geldschenkung erfolgte von Ihren Eltern an Sie. Das Geld wurde zum Hauserwerb eingesetzt. Es liegt daher ein Fall des § 1374 II BGB beim Zugewinn vor, die Schenkung wird in Ihr Anfangsvermögen eingerechnet. Ich gehe natürlich davon aus, dass Sie im gesetzlichen Güterstand leben, also nicht per Ehevertrag Gütertrennung vereinbart haben.

Beim Zugewinn werden Sie also so behandelt, also ob die 58.000 € bereits bei Eheschließung vorhanden gewesen wären. Ich gehe davon aus, dass Sie und Ihr Mann Miteigentümer der Immobilie sind.
Ihr Ansatz ist nicht ganz richtig, es geht nicht darum ob das Geld im Haus bleibt oder nicht. Ihr Mann hat auf die Geldschenkung direkt überhaupt keinen Anspruch, auch nicht auf die Hälfte.

Man muss für Sie beide den Zugewinn berechnen, also die Differenz aus Anfangs- und Endvermögen. Hierbei werden alle Vermögenswerte mit einbezogen, also Barvermögen, das Grundstück und alles sonstige. Ohne weitere Angaben kann man noch gar nicht feststellen, wer den höheren Zugewinn erworben hat. E steht gar nicht fest, dass Sie Ihren Mann auszahlen müssen. Wenn Ihr Mann kein Anfangsvermögen hatte, spricht viel dafür, dass er den höheren Zugewinn hat, weil ja auf beiden Seiten die Haushälfte im Vermögen steht, Sie aber bereits mindestens 58.000 € Anfangsvermögen hatten. Sinnvoll wäre dann über eine Übertragung der Haushälfte von Ihrem Mann auf Sie nachzudenken. Für seine Hälfte hätte er möglicherweise einen Ausgleichsanspruch, der aber vom Wert und natürlich vom Stand der Belastungen abhängt. Hiervon müsste man aber einen eventuellen Zugewinnausgleichsanspruch von Ihnen gegen den Mann in Abzug bringen.

Die Sache ist also komplexer und kann anhand Ihrer Angaben nicht abschließend beurteilt werden. Sie sind in einer guten Position, weil die Schenkung der Eltern priviligiertes Vermögen im Zugewinn darstellt. § 1374 II BGB führt dazu, dass man Sie so behandelt, als wenn Sie 58.000 € mit in die Ehe gebracht hätten. Hierauf hat Ihr Mann keinen Zugriff, nur auf einen möglichen Zugewinn.

Sie sollten wegen der Schwierigkeit und der Bedeutung der Sache dringend anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2010 | 23:18

Vielen Dank für Ihre erste Einschätzung Freundliche Grüße Dit

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2010 | 12:37

Gerne, bei Bedarf stehe ich für die weitere Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 29.07.2010 | 23:20

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Stellungnahme vom Anwalt:
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