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Geldschenkung an ein minderjähriges Kind.


11.08.2006 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren

ich bitte um kurze Aufklärung zum Thema Geldschenkung an ein minderjähriges Kind.

Ich möchte meinem 1-jährigen Kind aus meinem Privatvermögen unter Ausnutzung des Schenkungsteurefreibetrages 205 TEUR schenken.
Das soll in der Form erfolgen, dass auf den Namen des Kindes ein Konto eröffnet wird und dass Geld dann z.B. als Festgeld angelegt wird.

Das Ziel der Aktion ist das Ausnutzen des steuerlichen 10-jahreszeitraums um die Schenkung in 10 Jahren evtl. nochmals
zu widerholen bzw. das Ausnutzen des einkommenssteurlichen Freibetrages durch Zinseinkünfte beim Kind.

Nun möchte man aber gar nicht daran denken was dem Kind bis zur Volljährigkeit alles passieren kann und man möchte ja im allerschlimmsten Fall das Geld auch wieder bekommen, ohne dass es als ein Erbfall an Eltern zählt.

Um nicht alle mögliche Widerrufsbedingungen aufzählen zu müssen, möchte ich diese Schenkug mit einem freien Widerrufsvorbehalt zumindestens bis zu Volljährigkeit des Kindes verknüpfen.

Muss es für diese Aktion überhaupt einen schriftlichen (notariellen ?) Vertrag geben mit evtl. einem Ergänzungspfleger für das Kind ?

Bzw. was muss ich später in der Hand haben um nachzuweisen, dass die Schenkung gleich von Beginn an eben unter diesem freien Widerrufsvorbehalt erfolgte.


Vielen Dank für Ihre Antwort

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Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten:

Eine Schenkung ist grundsätzlich nur wegen groben Undanks widerruflich, d.h. wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegenüber dem Schenker oder einem nahen Angehörigen des Schenkers schuldig macht oder wenn der Schenker unverschuldet in wirtschaftliche Not gerät.

Ferner ist die Schenkung formbedürftig, und bedarf zur Gültigkeit der notariellen Beurkundung. Dieses Formerfordernis kann jedoch dadurch überwunden werden, indem der Schenker die Schenkung tatsächlich bewirkt und somit die Schenkungssache wirklich übergibt.

Sie können die Schenkung aber auch an eine Bedingung knüpfen. In Betracht käme hier eine sog. Zweckschenkung oder einer Schenkung unter Bestimmung von Auflagen, die mit auflösenden Bedingungen belegt sind, mit der Folge, dass bei Eintritt der Bedingung das Geschenk wieder herausverlangt werden kann. Diese Art von Schenkungsversprechen müssten jedoch auf jeden Fall notariell beurkundet werden.

Die Bestellung eines Ergänzungspfleger wird dann notwendig sein, wenn die Schenkung dem Kind nicht lediglich einen rechtlichen Vorteil bringt. Das wäre dann wiederum von der Auflage oder Bedingung etc. abhängig. Wenn Sie sich für eine Schenkung unter Auflagen eintscheiden sollten, wird der beurkundende Notar Sie darüber aufklären, ob ein Ergänzungspfleger notwendig ist oder nicht.

Die steuerlichen Vergünstigungen gelten in der Form nur für Angehörige erste Grades (Kinder). Auch diesbezüglich steht meine Kanzlei Ihnen jederzeit gerne für weitere Beratung zur Verfügung.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung ermöglicht zu haben
und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc Kohlenbach
Rechtsanwalt

Bachemer Str. 176-178
50931 Köln
0221/2828390
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