Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Geldleihe --> Verjährung?

| 14.07.2009 04:59 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


04:09
Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

am 23.11.2007 hatte ich einem Bekannten 430 Euro geliehen (zinsfrei). In einem schriftlichen, formlosen Vertrag wurde vereinbart, dass er das Geld bis zum 01.01.2008 zurückzuzahlen hat. Zusätzlich habe ich ihm am 23.11.2007 70 Euro gegeben (ohne schriftliche Fixierung, aber mit Zeuge).
Am 23.06.2008 hatte ich nach mehreren erfolglosen Anrufen ein Mahnschreiben per "Einschreiben Einwurf (Post)" an das Kreiswehrersatzamt (er war zu diesem Zeitpunkt im Wehrdienst) mit Bitte um Weiterleitung an den Bekannten geschickt (Mahnbetrag 500Euro). Ein Bestätigungsschreiben des Amtes, dass das Schreiben weitergeleitet wurde, liegt vor (Antwortschreiben vom 25.06.2008).
Das Geld habe ich bis heute nicht erhalten. Die Adresse des Bekannten ist mir nicht bekannt.

1) Ab wann ist mein Anspruch verjährt? (bitte eine genaue §-Angabe)
2) Hat mein Mahnschreiben Einfluss auf die Verjährung?
3) Mit welcher weiteren, kostengünstigsten Variante könnte ich die Verjährung (um wie lange?) hinauszögern?
4) Gibt es eine Möglichkeit als Privatperson ohne weitere Hilfe an eine ladungsfähige Adresse des Bekannten zu kommen? Kosten?
5) Wie kann ein Anwalt / Gericht an eine ladungsfähige Adresse kommen? Kosten?
6) Wie hoch sind die Kosten in einem Verfahren (Anwalt, Gericht, sonstiges) mit/ohne bekannter Adresse? Wie heißt das Verfahren, bei dem das Urteil öffentlich ausgehängt wird, um rechtskräftig zu werden, falls keine ladungsfähige Adresse vorliegt?
7) Muss das Urteil innerhalb der Verjährung ausgesprochen werden oder reicht Klageerhebung?

Vielen Dank schonmal für Ihre Antwort.
14.07.2009 | 05:51

Antwort

von


(258)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Zu 1) Der Anspruch verjährt gemäß § 195 BGB nach drei Jahren und beginnt gemäß § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB mit dem Ablauf des Jahres in dem der Anspruch entstanden ist.

Zu 2) Nein, nur ein Mahnbescheid.

Zu 3) Sie können die Verjährung durch Verhandlungen mit dem Schuldner unterbrechen - dies ist hier wohl nicht möglich - oder einen Mahnbescheid beantragen.

Zu 4) Sie können eine Postanschriftenprüfung vornehmen, hierfür gibt es Formulare. Eine solche Auskunft kostet EUR 1,27. Sie können auch eine Einwohnermeldeamtsanfrage initiieren bei dem zuständigen Amt der letzten gemeldeten Adresse. Die Kosten hierfür belaufen sich auf EUR 5,00.

Zu 5) siehe Frage 4

Zu 6) Die Kosten für ein Mahnverfahren mit Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid liegen bei einem Streitwert von EUR 500,00 bei EUR 114,39 - nur die Gerichts – und eigene Anwaltskosten. Dies setzt voraus, dass der Gegner keinen Widerspruch/Einspruch einlegt. In einem Klageverfahren belaufen sich die Kosten in der Regel auf EUR 262,68 für den eigenen Rechtsanwalt und die Gerichtskosten. Diese Kosten müssen bei Obsiegen von der Gegenseite getragen werden, müssten aber im Falle der Uneinbringlichkeit von Ihnen verauslagt werden. Wenn die ladungsfähige Anschrift nicht bekannt ist, werden die Klage und das Urteil öffentlich ausgehängt. Einen besonderen Namen hat dieses Verfahren nicht, es ist nur eine besondere Art der Zustellung, die öffentliche Zustellung gemäß § 185 ZPO.

Zu 7) Nein, es reicht die Zustellung des Mahnbescheides bzw. der Klage.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Astrid Hein
Ludwig – Thoma – Straße 47
85232 Unterbachern
Tel.: 0 81 31/33 39 36 1
Fax: 0 81 31/2 71 51 84
Mobil: 0171/84 18 0 21
E – Mail: rahein@ra-hein.de
www.ra-hein.de



Nachfrage vom Fragesteller 15.07.2009 | 03:44

Sehr geehrte Frau Hein,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Noch eine kurze Nachfrage (1 & 6 gerne mit JA/NEIN Antwort)

Zu 1) Mein Anspruch ist demnach am 1.1.2008 enstanden und verjährt am 31.12.2011?
Zu 6) Habe ich nach einem Mahnverfahren mit Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid einen "Titel" in der Hand, der nach 30 Jahren verjährt?
Zu 7) Ist eine Adresse unter keinen Umständen zu ermitteln, wie verhält es sich mit der Verjährung und der "Zustellung" der Klage/des Mahnbescheids? Kann dann überhaupt ein Mahn-/Klageverfahren eingeleitet werden das die Verjährung unterbricht, bzw. sind da gesonderte (zeitraubende) Schritte nötig (wie das öffentliche Aushängen) bis die Verjährung unterbrochen wird?

Vielen Dank,

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2009 | 04:09

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihren wie folgt Stellung:

zu 1) Ja.

Zu 6) Ja.

Zu 7) Nach § 188 ZPO gilt das Schriftstück als zugestellt, wenn seit dem Aushang mindestens ein Monat vergangen ist, wobei das Prozessgericht eine längere Frist bestimmen kann. Bis zum Ablauf der Verjährung bleibt somit ausreichend Zeit.

Ich hoffe Ihnen zu weitergeholfen haben können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Astrid Hein
Ludwig – Thoma – Straße 47
85232 Unterbachern
Tel.: 0 81 31/33 39 36 1
Fax: 0 81 31/2 71 51 84
Mobil: 0171/84 18 0 21
E – Mail: rahein@ra-hein.de
www.ra-hein.de

Bewertung des Fragestellers 15.07.2009 | 05:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die Antworten. Durch die Nachfragefunktion konnten alle meine Fragen komplett beantwortet werden."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Astrid Altmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.07.2009
4,8/5,0

Vielen Dank für die Antworten. Durch die Nachfragefunktion konnten alle meine Fragen komplett beantwortet werden.


ANTWORT VON

(258)

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht