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Geldforderung bei Spülmaschinen-Kauf

19.02.2013 19:45 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


09:19
Guten Abend,

folgendes Problem hat sich innerhalb der letzten Tage angestaut:

Über das Internet habe ich einen Geschirrspüler für 250 Euro angeboten, der dann auch wenige Zeit später in meinem Keller (unangeschlossen, uneingeschaltet) besichtigt wurde. Das Gerät selbst habe ich einst einer Freundin für einen ähnlichen Preis abgekauft, bei der das Gerät auch noch funktionierte, jedoch bei mir aus platztechnischen Gründen keinen Einsatz fand.

Nach einer Anzahlung wurde das Gerät nach wenigen Wochen abgeholt und die restliche Summe ohne Kaufvertrag beglichen. Am selben Tag meldete sich der Käufer, dass das Gerät einen Fehler anzeigt, es also nicht voll funktionstüchtig ist. Daraufhin wurde am Folgetag der offizielle Kundendienst der jeweiligen Firma angerufen.

Nun bekam ich eine Nachricht des Verkäufers, dass das Gerät abgeholt und in die Reparatur gebracht wurde. Die Reparatur wurde auf etwa 250 Euro (also letztlich der Warenwert des Geräts) geschätzt. Daraufhin schrieb mir der Käufer ebenfalls, dass er das Geld zurück haben möchte, ohne dass ich der ganzen Reparaturaktion zugestimmt habe, denn immerhin hatte ich auch angeboten den Kaufpreis zu erstatten, es zurückzunehmen, um es ggf. für weniger oder als Defektgerät weiterzuverkaufen.

Wie sieht die Rechtslage aus? Ist es ratsam sich kulant auf die Hälfte des Kaufpreis zu einigen bzw. muss ich ihm überhaupt einen Cent geben, da es sich schließlich um einen Privatkauf handelte und er sich um die Funktionstüchtigkeit hätte informieren müssen?

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
19.02.2013 | 20:57

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich haften Sie zwar zunächst für Sachmängel an der Maschine, da Sie die Sachmangelhaftung ja nicht in einem schriftlichen Kaufvertrag ausgeschlossen haben.

Dennoch müssen Sie nicht für die Reparaturkosten aufkommen:
Der Käufer hätte Sie, bevor er selbst die Reparatur veranlasste, zunächst unter Fristsetzung zur sog. Nacherfüllung auffordern müssen. Erst dann, wenn Sie darauf nicht reagiert oder die Reparatur nicht selbst erfolgreich veranlasst hätten, hätte er selbst Reparaturauftrag erteilen können und Sie mit den Kosten belasten können.

Sie sind also nicht dazu verpflichtet, die Kosten für die Reparatur zu tragen.

Ich hoffe, Ihnen in der Sache weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen Alles Gute!


Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sofern hier relevante Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sind, kann die rechtliche Einschätzung auch völlig anders aussehen. Den Gang zu einem Berufskollegen vor Ort kann und will diese Plattform nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

www.zimmlinghaus.de


Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2013 | 21:20

Sehr geehrter Herr Zimmlinghaus,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Dass ich für die Reparaturkosten nicht aufkommen muss, habe ich soweit verstanden. Nur leider ist meine Frage

"[...] muss ich ihm überhaupt einen Cent geben, da es sich schließlich um einen Privatkauf handelte und er sich um die Funktionstüchtigkeit hätte informieren müssen?"

nicht vollständig beantwortet, da er wie eingangs bereits erwähnt, über meinen Kopf hinweg (ohne Absprache und Möglichkeit auf Entscheidung) über die Reparatur entschieden hat und es somit noch unklar ist, ob ich ihm gegenwärtig den Kaufpreis erstatten muss.

Kurz gesagt: Da sich das Gerät bereits in der Reparatur befindet und ich somit nicht mal mehr Anspruch auf einen Rücktausch (Geld gegen Ware für Weiterkauf oder Verkauf als Defektgerät) habe, habe ich ihm mit anderen Worten die Maschine geschenkt?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2013 | 09:19

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Zur Klarstellung möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass Sie gar nichts bezahlen müssen. Sie müssen die Maschine weder zurücknehmen noch dem Käufer den Kaufpreis erstatten. Dadurch, dass der Käufer, ohne Ihnen das Recht zur zweiten Andienung zu gewähren, die Reparatur in Auftrag gegeben hat,verliert der Käufer auch sein Rücktrittsrecht. Nach meiner Einschätzung kann der Käufer hier nicht wirksam vom Kaufvertrag zurücktreten. Das bedeutet, dass Sie wieder den Kaufpreis erstatten müssen noch die Maschine zurücknehmen müssen. Auch müssen Sie keine Reparaturkosten, die dem Käufer gegebenenfalls entstehen, erstatten.

Ich hoffe, mit meiner Ergänzung zur Verdeutlichung beigetragen zu haben und wünsche Ihnen nochmals alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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