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Geldersatz für Mieter für Anwesenheit in Wohnung bei Handwerkern


| 24.11.2009 16:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Mietwohnung gab es einen von mir unverschuldeten Wasser-Rohrbruch. Eine von der Hausverwaltung (HV) beauftragte Firma ist mit der Trocknung beauftragt worden. Diese wurde derart dilettantisch durchgeführt, dass die gesamte Wohnung infolge Schimmelsporenverbreitung unbewohnbar wurde.

Die Haftpflichtversicherung der HV hat eine neue Firma mit der Totalsanierung der Wohnung beauftragt. Während der Anwesenheit der Handwerker habe ich mir (bezahlten) Diensturlaub genommen, den ich mir nun von der Versicherung bezahlen lassen will. Hatte mal im Internet gelesen, dass ein Gericht das bestätigt hat.

Die Versicherung hat von mir einen Gehaltsnachweis verlangt, und ich habe den Bruttoverdienst ausweisen lassen. Nach einiger Zeit wollte die Versicherung aber den Nettoverdienst haben, den ich bis jetzt noch nicht übergeben habe.

Zuvor möchte ich in diesem Forum abklären, welcher Verdienst - brutto oder netto - erstattungspflichtig ist, oder vielleicht etwas dazwischen? Gibt es dazu verwertbare Urteile?

Für Ihre Hilfe vielen Dank.
MfG




Sehr geehrter Ratsuchender,

hier hat nach Ihren Angaben der Versicherer Recht.

Bei der Berechnung des Verdienstausfallschadens ist vom Nettoeinkommen auszugehen (OLG Celle, Urteil vom 29.11.2005, Az.: 14 U 58/05).

Dieses wurde ebenso vom OLG Bamberg (OLG Bamberg, Urteil vom 28.06.2005, AZ.: 5 U 23/05) so gesehen und auch vom LG Hamburg (LG Hamburg, Urteil vom 03.06.1983, Az.: 11 S 328/82 bestätigt.

Da einige Gerichte sogar einen Anspruch für vertane Urlaubszeit außerhalb des Reiserechts verneinen, sollten Sie hier dem Versicherer die Unterlagen zukommen lassen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Bewertung des Fragestellers 26.11.2009 | 09:25


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"Nachdem ich die Frage bei "frag-einen-anwalt" gestellt habe, bin ich im Internet mit einem Gerichtsurteil in einem ähnlichen Wohnungs-Schadensfall fündig geworden. Dieses Urteil hat in seiner Begründung das Bruttogehalt des Geschädigten zugrunde gelegt. Die mich in diesem Forum beratende RAin liegt also mit ihrer Bewertung/Einschätzung (in Sachen Verkehrsunfall!) falsch. Ich erwäge, meinen Einsatz von 35 € zurück zu fordern."
Stellungnahme vom Anwalt:
Sie können gerne versuchen, nach der neusten Rechtsprechung die Bruttobeträge einzuklagen. Obsiegen Sie, lassen Sie mir bitte eine Kopie des Urteils zukommen und dann werde ich Ihnen selbstverständlich die 35 EUR zurückerstatten.

Das "dumme" bei gefundenen Urteilen ist immer, dass es Einzelfallentscheidungen betrifft.
Das von Ihnen angesprochene Urteil basiert auf einem ganz anderen Sachverhalt und Geschädigteneigenschaft, was es vielleicht zu beachten gilt, wenn man vorschnell und ohne Nachfrage bewertet.