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Geld verliehen und nun Insolvenz


27.09.2006 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Folgender Sachverhalt:

Wir haben einem gutem Freund für seine Kfz-Werkstatt Geld geliehen. Zum einen haben wir vor ca. 3 Jahren ein Darlehen (Restdarlehen z.Zt. 3.000 Euro) auf unseren Namen aufgenommen und zum anderen haben wir ihm letztes Jahr noch mal 2.500 Euro (davon hat er bereits 1.000 Euro zurückbezahlt) von unserem lfd. Kto. geliehen. Wir haben nichts schriftliches mit ihm, außer sein Wort als guter Freund.

Bis vor 7 Monaten wurden die Raten für das Darlehen auch immer pünktlich an uns bezahlt, da gab es nie Probleme. Seitdem vertröstet er uns von Woche zu Woche mit den Zahlungen. Mittlerweile ist der Betrieb seid letzter Woche geschlossen, die Mitarbeiter entlassen und der Kontakt seid über einer Woche ganz abgebrochen bzw. wissen wir nicht, wo er steckt.

Von anderen Leuten hört man, es soll Insolvenz angemeldet werden. Bisher war in den Insolvenzveröffentlichungen im Internet aber noch nichts zu lesen. Uns wurde auch erzählt, man solle jetzt noch aus der Werkstatt rausholen was rauszuholen ist, bevor der Insolvenzverwalter seine Hand drauf hat. Später bekommt man eh nichts mehr.

Wir wissen jetzt selber, dass es ziemlich naiv von uns gewesen ist ihm soviel Geld zu leihen, bei Geld hört die Freundschaft ja bekanntlich auf. Wir versuchen jetzt auch nur dass Beste aus der Situation zu machen. Ist aber auch nicht ganz einfach, zumal sich unserer finanzielle Situation auch ziemlich verschlechtert hat (Arbeitslosigkeit und ein Baby) und die Bank uns jetzt auch noch Druck macht wegen dem Dispo.

Unsere Fragen:

1. Machen wir uns strafbar, wenn wir diesem Rat befolgen (wir haben einen Schlüssel von der Werkstatt)?
2. Was für Möglichkeiten hätten wir sonst noch, um wenigstens an einen Teil von unserem Geld zu kommen?

Vielen Dank bereits im Voraus!
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Soweit Ihnen einzelne Gegenstände für die Gewährung des Darlehens nicht sicherungsübereignet sind oder Sie kein Pfandrecht haben, werden Sie sich nicht selbst an den Einrichtungsgegenständen der Werkstatt befriedigen können, ohne sich strafbar zu machen.

Sicherlich wird bei drohenden oder beantragten Insolvenzen oftmals versucht, den Ausfall durch eigenmächtige Befriedigung an den schuldnereigenen Gegenständen zu verringern, jedoch ist dies nicht legal.

Sie sollten zunächst die Unterlagen, die Ihren Darlehensanspruch belegen (z.B. Kontoauszüge), zusammensuchen. Weiterhin sollten Sie den Darlehensvertrag schriftlich kündigen und zur Rückzahlung auffordern.

Das weitere Vorgehen ist davon abhängig, ob ein Insolvenzverfahren bereits beantragt wurde. Hierzu sollten Sie beim Insolvenzgericht (Amtsgericht) nachfragen, inwieweit ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorliegt. Liegt ein solcher nicht vor, sollten Sie eine Mahnbescheid auf Rückzahlung des Darlehens beantragen, um schnellstmöglich einen Titel zu erhalten.

Leider gibt es in diesem Fall keine anderen rechtlich zulässigen Mittel, um an Ihr Geld zu kommen bzw. Ihren Anspruch zu sichern.

Damit die Werkstatt nicht vollends ausgeräumt wird, besteht zur Sicherung des Anspruches die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung für die Dauer bis ein (vorläufiger) Insolvenzverwalter bestellt wird.

Ich bedaure ihnen keine bessere Nachricht geben zu können.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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