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Geld verliehen ohne Schuldschein

26.05.2010 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe für meinen Ex-Freund vor ca. 3 Monaten einen Kredit in Höhe von 20.000 Euro aufgenommen, da er zu dieser Zeit im Zivildienst war und dringend Geld gebraucht hat. Für ihn war es als Zivieldienstleistender leider nicht möglich einen Kredit aufzunehmen.

Wir sind also zusammen zur Bank und haben ein Beratungsgespräch durchgeführt. Es war erst abgemacht den Kredit auf beide Namen laufen zu lassen. Der Mitarbeiter in der Bank meinte jedoch, dass es nur eine Chance gibt einen Kredit zu bekommen, wenn er auf meinen Namen läuft. So blauäugig wie ich war habe ich diesen dann abgeschlossen. Ihm wurden von dieser noch 50 Euro als "Werbegutschein" auf sein Konto überwiesen, da er den Termin vereinbart hatte.

Ich habe ihm während seines Zivieldienstes ebenfall Geld auf sein Konto überwiesen. Er hat mir mehrmals zugesichert, dass er alle Schulden bei mir in Form von Ratenzahlungen an mich zurück zahlt.

Mittlerweile sind wir getrennt, er meldet sich auf meine Anrufe nicht mehr und will von dem ganzen nichts wissen.

Ich bin total verzweifelt, da ich nun auf dem Schuldenberg sitze und den Kredit alleine abbezahlen muss.

Meine Frage nun: Habe ich Chancen das Geld irgendwie einzuklagen? Eventuell per Mahnbescheid?

Vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe!

Viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Um das Geld einklagen zu können, müssen Sie zweierlei nachweisen.

Zum einen, dass Ihr Freund das Geld erhalten hat. Soweit Sie Ihrem Freund das Geld nicht in bar übergeben haben, so sollte dies problemlos mittels eines Kontoauszuges in Nachweis bringen.

Zum anderen müssen Sie nachweisen, dass Sie Ihrem Freund darlehensweise gegeben haben. Sie müssen hierzu keinen schriftlichen Vertrag geschlossen haben, sondern es reicht eine Abrede dahingehend, dass das Geld zurückgezahlt werden soll.

Diesen Nachweis können Sie durch Zeugenaussagen (Mitarbeiter der Bank?), durch seine (nachweisbare?) Zusicherung das Geld zurückzuzahlen oder durch Urkunden (Verwendungszweck bei der Überweisung) führen. Erfahrungsgemäß wird häufig bestritten, dass ein Darlehen zwischen den Parteien gewollt war und versucht die Geldzuwendung als Schenkung darzustellen.

Sollten Sie diesen Nachweis in irgend einer Form führen können, so müssen Sie das Darlehen, welches Sie Ihrem Freund gewährt haben, zunächst kündigen und Ihren Freund unter Fristsetzung zur Rückzahlung auffordern.

Sollte er zur Rückzahlung nicht bereit sein, so können Sie ihrn vor dem Landgericht verklagen oder einen Mahnbescheid gegen ihn beantragen.

Da sich Ihr Freund nicht meldet und auf nichts reagiert, wäre das Mahnverfahren sicherlich der schnellere und kostengünstigere Weg.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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