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Geld verliehen ohne Beleg/Unterschrift


| 08.02.2008 03:57 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Am 04.10.06 habe ich einer damaligen Freundin in gutem Glauben 5000.-Euro geliehen. Die Übergabe erfolgte bar, ohne Unterschrift und ohne Zeugen. Ausgemacht war die Rückzahlung am 04.04.2007. Bis heute habe ich keinen Cent zurückbekommen.Bei verschiedenen Telefonaten wurde zwar immer die Bereitschaft zur Rückzahlung bestätigt, aber es fehlen angeblich derzeit die Mittel.
Ich habe auch schon die Rückzahlung in Raten angeboten, darauf geht sie auch nicht ein.
Nun habe ich die Bedenken, dass die Person mich immer länger hinhalten will und plötzlich mit einer Verjährung kommt.
Nun meine Frage: Gibt es nicht doch eine Möglichkeit um an das Geld zukommen ? Wenn ja, was muß ich tun ? Wie hoch wären die Kosten für mich, wenn solches vor Gericht ausgetragen wird ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

die Verjährung ist in Ihrem Fall erst einmal kein Problem. Sie beträgt 3 Jahre, beginnend am 31.12.2007, 24 Uhr.

Vielmehr haben Sie ein Problem mit der Beweisbarkeit. Sie müssten nämlich im Falle eines Rechtsstreits beweisen können, dass Sie das Geld in bar Ihrer Freundin als Darlehen gegeben haben. Nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung werden Sie das nicht können, wenn Ihre Freundin bestreitet (auch wenn Sie sich dadurch strafbar macht). Ohne - wenigstens den Hauch einer - Beweisbarkeit der Geldübergabe ist nicht zu einer rechtlichen Auseinandersetzung zu raten. Sie würden dort sehr wahrscheinlich den kürzeren ziehen.

Sie sollten vor allem versuchen, auf Ihre Freundin einzuwirken, wenigstens sollten Sie versuchen, Sie vor Zeugen zu einer Aussage über das ausgezahlte Geld und das Rückgabedatum zu verleiten (besser wäre natürlich ein Schriftstück i.F.e. Anerkenntnisses, dass das Geld ausgezahlt und die Rückgabe auf den 4.42007 vereinbart war). Dann wären Ihre Chancen bereits recht gut.

Bei einem Streitwert von 5.000 € müssen Sie mit ca. 363 € Gerichtskosten und! ca. 1.900 € Anwaltskosten (eigener Anwalt und Anwalt der Gegenseite) rechnen. Je nach Prozeßverlauf kann sich dies noch mehr oder weniger ändern, ein gewisse Richtlinie haben Sie damit aber schon. Wenn Sie obsiegen, muss die Beklagte alle diese Kosten tragen. Da hier ein Verfahren vor dem Amtsgericht stattfinden würde, wäre für beide Seiten die Beauftragung eines Rechtsanwalts nicht Pflicht, so dass sich damit auch die Kosten verringern könnten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2008 | 18:54

Eine abschließende Frage: Sollte es sich doch länger hinziehen, wie kann ich einer Verjährung entgegenwirken ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.02.2008 | 21:00

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt viele Arten, wie eine Verjährung gehemmt oder unterbrochen werden kann. Für Sie am interessantesten ist die Klageerhebung (hinsichtlich des Geldes) und ein Anerkenntnis (Ihrer damaligen Freundin hinsichtlich des Darlehens und deren Rückforderung).

Sollte sich die Sache allerdings noch über das ganze Jahr hinziehen, sollten Sie einen Rechtsanwalt um konkreten Rat im weiteren Vorgehen bitten. Sie sollten sich in der Sache keinesfalls hinhalten lassen.

MfG

Dr. Schneider
Rechtsanwalt


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