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Geld verliehen ohne Beleg.

| 30.08.2014 14:53 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Ist streitig, ob ein Geldbetrag als Darlehen ausgereicht wurde, trifft den Darlehensgeber im Prozess für diesen Umstand die Beweislast.



Ich habe im Jahr 2012 meine damaligen Freund 2500 € für die Finanzierung seiner Küche geliehen, in dem Glauben und mit der Aussage er würde mir das Geld sobald es geht zurück zahlen.
Ich habe das Geld in bar von meinem Sparbuch abgehoben und es ihm vor zeugen gegeben.
Zudem habe ich eine Teilrückzahlung von Mai 2013 (250€) mit dem Verwendungszweck "halte mein Wort".
Durch meine Anwältin habe ich schon im Oktober 2013 eine Ratenzahlung vorgeschlagen, jedoch ohne Erfolg.
Die Gegenseite versuchte daraufhin rückwirkend Miete von mir einzufordern, obwohl ich weder in der Wohnung der meines damaligen Freundes gemeldet war, noch dort meinen Wohnsitz hatte.
Daraufhin haben wir alle weiteren schreiben über unsere Anwälte eingestellt.

Nun meine Frage: Gibt es noch irgendeine Möglichkeit an das Geld zu kommen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn man eine Zahlungsforderung gegen einen anderen geltend macht, und der andere deren Berechtigung bestreitet, muss man die Existenz der Forderung beweisen können, um sie vor Gericht durchsetzen zu können.

Sie teilen mit, Sie haben Ihrem damaligen Freund den Darlehensbetrag in Gegenwart von Feunden gegeben. Wurde in Gegenwart der Zeugen auch darüber geredet, dass es sich um ein Darlehen handeln soll?

Selbst wenn dies der Fall war, ist es oft so, dass sich Zeugen nach mehreren Jahren an einen Vorgang nicht mehr oder nur noch ungenau erinnern können. Hierin liegt natürlich ein Risiko.

Ihr Ex-Freund könnte auch behaupten, es habe sich um ein Geschenk gehandelt.

Auch hinsichtlich der Teilrückzahlung mit dem Vermerk "Halte mein Wort" könnte Ihr Ex-Freund behaupten, lediglich der Teilbetrag von 250 € sei geliehen gewesen.

Andererseits können Sie argumentieren, dass Sie keinen Grund hatten, Ihrem Ex-Freund einen Betrag in Höhe von 2.500 € zu schenken. Es würde auch keinen Sinn ergeben, wenn Sie lediglich 10% es übergebenen Geldes als Darlehen ausgereicht hätten.

Auch der Aufrechungsversuch Ihres Ex-Freundes mit nicht bestehenden Mietforderungen spricht für Ihre Darstellung, denn aufrechnen kann man nur gegen eine bestehende Gegenforderung.

Sie haben die Möglichkeit, Ihren Ex-Freund auf Rückzahlung des Darlehens vor Gericht zu verklagen. Das Gericht würdigt das Vorbringen der Prozessparteien und der erhobenen Beweise nach seinem freien Ermessen (§ 261 ZPO). Wenn die Zeugen, die bei der Übergabe des Geldes dabei waren, vor Gericht nicht bestätigen (können), dass es sich bei dem Betrag um ein Darlehen handelte (und woher sie das wissen), haben Sie in einem Prozess ein hohes Unnterliegensrisiko.

Bei den anderen Umständen, die Sie mitteilen, handelt es sich nicht um "schlagende" Beweise, sondern nur um Indizien, die eine Tatsache nur als wahrscheinlich erscheinen lassen. Dies reicht für eine Beweisführung aber nicht aus.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 30.08.2014 | 15:38

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