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Geld verliehen, Schuldner zahlt nicht.

| 07.01.2010 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht aktuell und einen ehemaligen Freund von mir, welcher sich auf Grund einer ärztlichen Behandlung bei mir Geld geliehen hat. Die Kommunikation über dieses Leihgeschäft erfolgte schriftlich im sozialen Netzwerk der VZNetworks Ltd. Diese Firma hält natürlich Logfiles und kann IP-Adressen usw. einsehen und direkten Personen zuordnen.

Er bat mich in einer solchen Nachricht um das Geld und schlug von sich aus eine Rückzahlungsstrategie vor, welche ich akzeptierte, natürlich ebenfalls über dieses Nachrichtensystem. Das heißt, ich habe seine Absichtserklärung, seinen Vorschlag der Rückzahlung und meine Einwilligung, dass es so abläuft gegeben.

Das Geld habe ich unter Anwesenheit eines Zeugen von meinem Konto abgeholt und ich habe mich mit diesem Zeugen danach mit dem Schuldner getroffen und ihm das Geld übergeben. Mein Zeuge war außerdem davon in Kenntnis gesetzt, dass es sich um einen Leihbetrag handelt. Die Rückzahlung sollte per Überweisung auf mein Konto erfolgen. Dazu habe ich dem Schuldner zum Geld einen Zettel mit meinen Bankdaten gelegt.

Zum ersten Zahlungstermin erhielt ich kein Geld und rief ihn darauf hin an. Er versuchte sich rauszureden indem er vorgab, eine Überweisung von seiner Bank zu meiner würde etwas brauchen. Doof nur, dass er nicht wusste, dass wir bei der gleichen Bank sind, denn scheinbar hatte er zu dem Zeitpunkt den Zettel nicht mal angerührt, sonst wär ihm der Fehler in der Aussage aufgefallen.

Auf Grund dieser Lüge bin ich mir auch nicht mehr sicher, ob das Geld wirklich für eine ärtzliche Behandlung war oder ob es eher ein vorsätzlicher Betrug war.

Ich wartete trotzdem noch etwas ab. Mittlerweile ist ein kompletter Monat vergangen und ich habe kein Geld erhalten. Außerdem meldet sich der Schuldner nicht mehr auf meine E-Mails obwohl ich durch sein nachvollziehbares Verhalten im sozialen Netzwerk sehen kann, dass er Online war und auch mit anderen Leuten geschrieben hat, nur gegenüber mir verweigert er die Kommunikation.

Gleichzeitig geht er nicht ans Telefon, macht zuhause nicht auf und reagiert auch nicht auf SMS. Kurzum, er versucht alles tot zu schweigen.

An den Personendaten sollte es nicht scheitern, ich kenne Name, Adresse, Bank, Arbeitgeber, Lebensgefährtin usw usf.

Damit bin ich natürlich nicht einverstanden, denn ich möchte mein Geld zurück haben. Es kann schließlich nicht sein, dass jemand mit so einem Verhalten einfach so davon kommen kann.

Meine Frage ist daher, wie ich am geschicktesten wieder an mein Geld komme und welche Möglichkeiten mir ggf. noch zur Verfügung stehen. Kriminelles Verhalten sollte ja in einem Rechtsstaat nicht ungesühnt bleiben können.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Zunächst sollten Sie den Schuldner nochmals per Einschreiben mit Rückschein (zu Beweiszwecken in einem eventuellen späteren Gerichtsverfahren) anschreiben und unter Benennung eines konkreten Zahlungstermins auffordern, den geschuldeten Betrag an Sie zurück zu zahlen.
Sollte der Schuldner die Frist fruchtlos verstreichen lassen, empfehle ich Ihnen sodann, diesen nochmals über einen Anwalt zur Zahlung aufzufordern. Ggf. kann hierdurch ein langwieriges Gerichtsverfahren vermieden werden.
Alternativ hierzu könnten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren (Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid) einleiten lassen oder Klage erheben.

Der Schuldner könnte sich tatsächlich eines Betrugs, strafbar gemäß § 263 StGB (Strafgesetzbuch), schuldig gemacht haben.
Dies wäre jedenfalls dann der Fall, wenn er Sie über seine Krankheit bzw. seine notwendige ärztliche Behandlung als Grund für das Darlehen oder über seinen Rückzahlungswillen oder seine Leistungsfähigkeit zum Rückzahlungszeitpunkt getäuscht hätte. Insbesondere der fehlende Wille zur Rückzahlung dürfte nur schwer oder gar nicht nachweisbar sein.
Im Übrigen empfehle ich Ihnen, einstweilen von einer Strafanzeige abzusehen. Diese können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt erstatten, so sich der Schuldner weiterhin nicht kooperativ zeigt und Sie über weitere Informationen zum Sachverhalt verfügen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion ebenso wie zur weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.01.2010 | 22:24

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