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Geld verborgt ohne Schuldschein,


04.06.2005 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo, ich habe einem guten Bekannten Geld geborgt und wir hatten eine RV ausgemacht. Bei der Geldübergabe waren wir in Zeitdruck und wollten abends die Ratenvereinbarung abschließen. Es kam nicht dazu. Ich habe aber von ihm SMS gespeichert, worin er um den Kredit bat, Ratenzahlung zusicherte, auch einen Vertrag abschließen wollte und vieles mehr. Auch später, nach Aufforderungen, sagte er Zahlungen zu und bestätigte den Erhalt des Geldes per SMS. Meine Frage, wie stehen die Chancen, eine Zivilklage beim Amtsgericht einzureichen, mit nur die SMS als Beweis? Ich vermute, dass er den Erhalt des Geldes abstreiten wird.

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst sollten Sie die gespeicherten SMS unbedingt aufbewahren bzw. über einen PC ausdrucken. Sie werden ein wichtiges Beweismittel in einem gerichtlichen Verfahren darstellen.

Sodann sollten Sie schriftlich und per Einschreiben den mündlich abgeschlossenen Darlehensvertrag wegen Zahlungsverzuges gegenüber dem Bekannten kündigen und für die Rückzahlung des Gesamtbetrages eine Frist von 1-2 Wochen setzen

Sollte innerhalb der Frist keine Zahlung erfolgen, empfehle ich die beantragung eines Mahnbescheides beim örtlichen Amtsgericht gegen den Bekannten. Dies stellt eine realtiv kostengünstige (Gerichtskosten) dar, einen zivilrechtlichen Anspruch zu verfolgen.

Sollte der Bekannte dann Widerspruch einlegen, würde es zu einem "normalen" gerichtlichen Verfahren kommen. Dort hätten Sie zu beweisen, dass ein Geldbetrag darlehensweise übergeben wurde. Dazu werden Ihnen die SMS sehr nützlich sein. Zunächst wird sich über die Telefonnummer des SMS Absenders sicherlich nachweisen lassen, dass die SMS tatsächlich von dem Bekannten stammen. Aus den SMS selbst ergibt sich, dass der Erhalt des Betrages bestätigt wird und Raten angeboten werden. Hinzu tritt dann Ihre Kündigung des Darlehensvertrages.

Ich gehe daher davon aus, dass Ihre Chancen ganz gut stehen. Der Bekannte wird nämlich kaum glaubhaft darlegen können, warum er, obwohl angeblich nie Geld geflossen ist, eine Ratenzahlung anbietet und den Erhalt eines Betrages per SMS bestätigt. Hier wird das Gericht nach entsprechender Beweiswürdigung zu keinem anderen Ergebnis kommen können, als dass Ihr Zahlunsganspruch berechtigt ist.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Chrisitian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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