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24.02.2014 18:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Mutter hat fünf Monate vor Ihrem Tod ( Sie hat stark getrunken und hatte Diabetis) nmihr Haus an eine Serbin, die sie ca. 1/2 Jahr versorgte uberschreiben lassen , bzw. verschenkt. Die Serbin hat nun das Haus verkauft und ist mit dem ganzen Geld, Gold usw. nach Serbien und möchte mir meinen Pflichtteil nicht geben.1. Wie sinnvoll ist es ein Testament anzufechten?2. Kann eine Rückabwicklung des Hausverkaufs etc. erfolgen und wie geht das? Dauer ca.? Wie lange dauert ein dringlicher Arrest ca? also von Anfang bis zur Durchführung? Kann man den dringlichen Arrest auch in Serbien durchführen lassen? Bitte um Zeitangabe/Erfahrungswerte

Sehr geehrte Ratsuchende,


ich bedanke mich für die Rechtsfrage, die ich auf Grund Ihres Sachverhaltes wie folgt beantworte: Ich sehe wenig Erfolg darin, die Grundstücksübertragungnen anzufechten. Ich gehe davon aus, dass die Übertragungen formgerecht notariell beurkundet worden sind ( §311b BGB). Der Notar soll unter anderem auch überprüfen, ob die Vertragsparteien sich ihres Handelns bewusst sind. Es ist in Ihren Schreiben nicht ersichtlich, ob Ihre Mutter die Dame aus Serbien offiziell als Erbin bestimmt hat oder ob sie ihr nur das Grundstück überschrieben hat.
Sollte Ihre Mutter das Grundstück in Form eines Testaments an die Dame aus Serbien übertragen haben, mit der Folge, dass die Dame erst mit dem Tod Ihrer Mutter Eigentümerin des Grundstücks geworden ist, so wäre unter Umständen eine Anfechtung des Testaments denkbar, wenn man beweisen kann, dass Ihre Mutter zum Zeitpunkt des Verfassens des Testaments nicht testierfähig war. Allerdings liegt die Beweislast hierfür bei Ihnen und dürfte nun schwer nachzuweisen sein. Falls Sie hierfür konkrete Beweise haben sollten, sollten Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beauftragen, da davon auszugehen ist, dass es zu einem Gerichtsverfahren vor dem Landgericht kommen wird, wo Anwaltszwang besteht. (§ 78 ZPO)
Da Sie (wohl) einziges Kind Ihrer Mutter sind, haben Sie aber einen Pflichtteilsanspruch, da Sie durch das Testament enterbt worden sind. Dieser kann theoretisch durch einen dinglichen Arrest geltend gemacht werden, allerdings muss man wissen, wie hoch diese Pflichtteilsforderung ist, da hierfür eine bestimmte Forderung notwendig ist. Allerdings ist es in Serbien möglich, die Vollstreckung durch sogenannte außergerichtliche Gerichtsvollzieher zu vollstrecken. Hierzu ist es notwendig, dass eine Zahlungsaufforderung gegen die Dame in Serbien vorliegt, dazu muss also der Wohnsitz der Dame in Serbien bekannt sein. Wenn diese Voraussetzungen vorliegen kann die Vollstreckung schnell (innerhalb von 4 Wochen ) erfolgen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine Anfechtung des Testaments bzw. der Grundstücksübertragung nur sehr schwer realisierbar ist. Für Vollstreckungsmaßnahmen in Serbien ist es notwendig, dass man die Adresse der Schuldnerin in Serbien kennt und eine Zahlungsaufforderung mit Fristsetzung vorliegt.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen sehr gern zur Verfügung, bis dahin verbleibe ich
mit freundlichen Grüssen
Alexander John
Rechtsanwalt

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