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Geld im Voraus gezahlt, Dienstleistung nicht erhalten

15.07.2018 12:22 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


19:37
Für ein Musikvideo schrieb ich einen Kameramann an, der mir empfohlen wurde. Der Kontakt lief über Facebook, da ich bis dahin keine andere Adresse hatte. Ein Termin wurde vereinbart und wir trafen uns (im Beisein einer Aussenstehenden Person) in einem Café um den Ablauf und die Modalitäten zu klären.

Wärend des Gespräches erklärte der Kameramann, dass er insgesammt 400€ für das Projekt verlange und dass die Hälfte im Voraus zu zahlen sei. Weil der Preis für ein solches Video sehr gering ist und ich etwas in Zeitdruck mit dem Projekt war, zahlte ich ihm die 200€ in bar aus.

Beim nächsten Treffen war ein kurzes Shooting ausgemacht. Dieses fand statt. Wärend des Drehs fragte der Kameramann ob er die 2. Hälfte der ausgemachten Summe bereits früher haben könnte. Es sei ihm sehr peinlich aber er bräuchte das Geld aus privaten Gründen schnell. Ich gab es ihm also am selben Tag.

Ab dem Zeitpunkt hatte er plötzlich kaum Zeit und hat keinen vereinbarten Termin mehr wahrgenommen.

Er erhielt also die volle Summe von 400€ ohne die vereinbarte Dienstleistung zu liefern.
Es gibt für das Projekt leider keinen schriftlichen Vertrag oder eine Rechnung. Dazu kamen wir noch gar nicht. Lediglich den Zeugen, der beim ersten Treffen dabei war und die Facebook-Unterhaltung die ich mit dem Kameramann führte. Seinen Namen und die Anschrift habe ich. Ob er ein

Was kann ich tuen?
15.07.2018 | 13:26

Antwort

von


(11)
Q7, 24
68161 Mannheim
Tel: +4962143685444
Tel: +491602009461
Web: https://strafrechtskanzlei-kolivas.com/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Eine schriftliche Vereinbarung ist für die Wirksamkeit des Vertrags nicht notwendig. Auch eine mündliche Vereinbarung gilt als Vertrag. Natürlich ergeben sich jedoch bei rein mündlichen Vereinbarungen Beweissschwirigkeiten. Da Sie jedoch über einen Zeugen verfügen, der sowohl das Vertragsgespräch als auch die Geldübergabe mitbegommen hat sowie die Vertragsanbahnung per Facbookmessenger dokumentiert haben , sehe ich hier wenige Probleme.

Sollten Sie noch Interesse an der Arbeit des Kamermanns haben, rate ich dazu, diesen schriftlich (Einwurfeinschreiben oder per Fax) aufzufordern, die vereinbarte Leistung zu erbrigen. Hierbei sollten Sie einen genauen Termin nennen, bis zu welchem er die Leistung erbrigen kann. Gleichzeit sollten Sie ankündigen, dass Sie andernfalls vom Vertrag zurücktreten, das bezahlte Geld zurückfordern und ggf. Schadensersatz einfordern.

Sollten Sie kein Interesse mehr an dem Vertrag haben, sollten Sie ihn schriftlich (Einwurfeinschreiben oder per Fax) auffordern, das bezahlte Geld innerhalb von sieben Tagen zurückzuzahlen.

Sollte er dieser Aufforderung nicht nachkommen, können Sie über eine Klage nachdenken und den Betrag gerichtlich einfordern. Für eine Klage vor dem Zivilgericht benötigen Sie keinen Anwalt. Sie müssten jedoch Gerichtskosten in Höhe von 105,00 € (bei einem Streitwert von 400,00 €) an das Gericht zahlen.

Bei einer Klage müssten Sie den Sachverhalt so ausfürlich wie möglich darstellen und die jeweiligen Beweise (Zeuge, Facebookunterhaltung) anbieten.

Des Weiteren können Sie über eine Strafanzeige wegen Betrugs nachdenken. Diese können Sie sowohl bei der Polizei als auch bei der Staatsanwaltschaft erheben. Sollte der Kameramann Sie über seine Bereitschaft die Gegenleitung zu erbringen getäuscht haben, hat er sich nämlich wegen Betrugs strafbar gemacht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Georgios Kolivas
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Georgios Kolivas

Nachfrage vom Fragesteller 16.07.2018 | 18:20

Sehr geehrter Herr Kolivas,

sollte ich die Klage vor dem Zivilgericht gewinnen, werden dann die kosten für den Fall von der Gegenseite an mich zurückgezahlt?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.07.2018 | 19:37

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie die zivilrechtliche Klage gewinnen, muss sämtliche Kosten der Gegner tragen. Dies gilt sowohl für die Gerichtskosten als auch für Ihre Rechtsanwaltskosten, sofern Sie einen Rechtsanwalt beauftragen.

Beste Grüße
Georgios Kolivas
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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