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Geld für Klassenfahrt 'verschwunden'

| 04.09.2014 09:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Unsere Schulklasse, deren Pflegschaftsvorsitzender ich bin, hat folgendes Problem:
Für die Kosten einer Klassenfahrt in 09/2013 wurde durch eine Mutter (Verwalter der Klassenkasse) Geld eingesammelt. In 03/2014 mahnte die Jugendherberge bei der Schule die noch nicht beglichene Rechnung an. Die Mutter beteuerte, das Geld überwiesen zu haben, teilte kurz darauf der Klassenleitung mit, dass sie die Angelegenheit direkt mit der JH geregelt habe und die Summe (EUR 3.000) an diese in Raten zahlen wolle.
Nun (09/2014) erhält die Schule ein Anwaltschreiben im Auftrag der JH, in dem die Begleichung der Rechnungssumme zzgl. Anwaltskosten (EUR 400) und Zinsen (EUR 100) mit einer Zahlungsfrist von 2 Wochen gefordert wird, um ein gerichtliches Verfahren zu vermeiden.
Die Mutter beharrt nun wieder auf dem Standpunkt, das Geld überwiesen zu haben, hat dies bislang jedoch nicht zweifelsfrei nachweisen können.
Was tun? Aus meiner Sicht ergeben sich folgende Optionen:

a) Einfach: die Mutter kann die Zahlung nun doch nachweisen (was sie 6 Monate lang nicht konnte) und die Forderung ist unberechtigt – Fall erledigt
b) Unwahrscheinlich: das Geld wurde überwiesen, ist aber nie angekommen – wer haftet dann und wer zahlt die Anwaltskosten
c) zu befürchten: Das Geld wurde nie gezahlt und die Elternschaft zahlt erneut, um ein gerichtliches Verfahren zu verhindern – wie bekommen die Eltern das zu viel gezahlte Geld zurück?

Aufgrund der Fristsetzung ist uns trotz des geringen Gebots (leere Klassenkasse...) an einer schnellen und fundierten Antwort sehr gelegen…


Einsatz editiert am 04.09.2014 09:16:35

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten innerhalb der Ihnen durch die Fristsetzung der Gegenseite noch zur Verfügung stehenden Zeit die Mutter nachweislich schriftlich und unter Fristsetzung auffordern, Ihnen die Zahlungsbelege vorzulegen. Lassen Sie dieses Schreiben möglichst durch einen Dritten, der im Streitfall als Zeuge zur Verfügung stehen kann, an der Wohnanschrift der Mutter einwerfen. Sollte Ihnen die Mutter innerhalb dieser Frist keine aussagekräftigen Zahlungsbelege zukommen lassen, wird ihnen nichts anderes übrig bleiben, als die Forderung der Jugendherberge einschließlich Anwaltskosten und Zinsen direkt nach dort zu begleichen. Möglicherweise können Sie durch einen Anruf bei dem Anwalt der Gegenseite erreichen, dass Ihnen die Zinsen erlassen werden, wenn Sie dort den Sachverhalt darstellen. Hierauf muss sich die Gegenseite aber nicht einlassen.

Anschließend können Sie in diesem Fall eine entsprechende Schadensersatzforderung gegenüber der Mutter geltend machen. Dabei tragen Sie allerdings das Risiko, dass die Mutter möglicherweise nicht zahlungsfähig ist.

Sollte Ihnen die Mutter innerhalb der zu setzenden Frist doch noch aussagekräftige Belege vorlegen können, so sollten Sie diese dem Anwalt der Gegenseite unverzüglich vorlegen und darauf hinweisen, dass die geltend gemachte Forderung unbegründet ist.

Für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass das Geld überwiesen wurde, aber nicht ankam, käme es darauf an, wer diesen Fehler zu vertreten hätte. Auch in diesem Fall müsste nunmehr noch die Zahlung an die Gegenseite erfolgen. Auch in diesem Fall würde Ihnen eine Schadensersatzforderung gegenüber demjenigen zustehen, der den Fehler bei der Überweisung verursacht hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Schnurr
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 04.09.2014 | 10:22

Sehr geehrter Herr Schnurr,
vielen Dank für die kurzfristige und ausführliche Antwort - hinsichtlich der (wohl leider zu erwartenden) Schadenersatzforderung gegen die Mutter stellt sich mir nur noch folgende Verfahrensfrage: wer muss diese Forderung erheben? Jede Familie einzeln? Die Klassenpflegschaft stellvertretend für alle Eltern?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.09.2014 | 11:02

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihren Sachverhalt habe ich so verstanden, dass die Eltern die Beträge direkt an die Mutter gezahlt haben. Die Schadensersatzforderungen wären daher von den jeweiligen Eltern einzeln geltend zu machen. Es wäre jedoch durchaus sinnvoll, wenn sämtliche Eltern nur einen Anwalt mit der Geltendmachung beauftragen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Schnurr
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 04.09.2014 | 09:46

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte stellen Sie in dem Schreiben an die Mutter auch da, dass Sie bei fruchtlosem Fristablauf die Forderung der Gegenseite begleichen werden und anschließend entsprechende Schadensersatzansprüche bei ihr geltend machen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Schnurr
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.09.2014 | 11:15

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Stellungnahme vom Anwalt:
Danke für die freundliche Bewirtung.