Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Geld aus Lebensversicherung


13.04.2006 20:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,
ich bin geschieden (seit 1 Jahr) und habe 2 minderjährige Kinder aus erster Ehe. Der leibliche Vater der Kinder ist im Januar verstorben. Er war in zweiter Ehe verheiratet. Nun bekomme ich ein Schreiben des Anwalts der Ehefrau meines Ex-Mannes, in denen er Verbindlichkeiten sowie Nachlassguthabenwerte auflistet.Unter den Guthabenwerten ist u.a. eine Lebensversicherung aufgelistet in Höhe von 125.000 Euro. Auf Nachfrage bei meinem Anwalt erklärte mir dieser, dass meine Kinder 1/4 aus dieser LV erhalten würden. Leider war ich so aufgeregt und habe nicht mehr nachgefragt, aus welchem Recht sich dieser Anspruch herleitet. Der Anwalt ist auch für 3 Wochen im Urlaub. Ich bin immer davon ausgegangen, dass bezugsberechtigte LV nicht in den Nachlass gehen. Die Risiko-Lebensversicherung hat mein Ex-Mann während unserer Ehe noch abgeschlossen. Er hat die Bezugsberechtigung erst 2 Monate vor seinem Tod geändert, vorher lautete sie auf meinen Namen. Es gab kein Testament, daher ist die gesetzliche Erbfolge eingetreten. Frau 1/2, Kinder je 1/4. Ist das so richtig, dass die Kinder 1/4 aus der LV erhalten und würde jeder 1/4 bekommen oder beide zusammen?
Danke für Ihre Antwort.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsberichts gerne wie folgt beantworten möchte:

1.

Hinsichtlich der Lebensversicherung ist es, wie Sie ja auch vermuten, in der Tat so, dass Ansprüche hieraus auf den Todesfall beim Tode des Versicherungsnehmers nicht zu dessen Nachlass gehören – wenn bereits im Versicherungsschein die Versicherung zur Leistung an einen oder mehrere Bezugsberechtigte verpflichtet wurde (allg. Auffassung). M.a.W.: Der Anspruch auf die Versicherungssumme entsteht dann unmittelbar in Person des Berechtigten (statt aller: BGHZ 32, 47).


2.

Die genaue Bezugsberechtigung (also nach Ihrem Bericht durch die Änderung nicht alleine Sie; evt. anteilig mit den Kindern?), richtet sich allein nach der abschließenden Regelung in der Lebensversicherung. Hier ist Ihr Bericht leider nicht aussagekräftig, vielleicht sollten Sie hier im Rahmen der Nachfragefunktion noch eine klarstellende Mitteilung machen, dann kann ich Ihnen Ihre Frage abschliessend beurteilen.

Mit den von Ihnen genannten Erbquoten hat die Lebensversicherung jedenfalls weniger zu tun – die Quote aus der Lebensversicherung richtet sich vielmehr nach dem Wortlaut der Lebensversicherung, die ja vom Erbrecht abgekoppelt ist.

Anders wäre es wie eingangs geschrieben nur, wenn gar kein Bezugsberechtigter angegeben wäre; in diesem aber sehr unwahrscheinlichen Fall würde die Anspruch auf die Versicherungsleistung in der Tat zum Nachlass gehören.


Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen,


Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2006 | 21:07

Die Bezugsberechtigung lautet nur auf den Namen der zweiten Frau,nicht auf die Kinder.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2006 | 21:21

Sehr geehrte Frau K.,

danke für Ihre Nachfrage und die Klarstellung.

Dann haben Sie resp. die Kinder natürlich leider schlechte Karten. Denn die Bezugsberechtigung aus der Lebensversicherung geht ja etwaigen erbrechtlichen Ansprüchen Ihrerseits vor.

Die zitierte Aussage des Kollegen ist deshalb auf Grundlage Ihrer Mitteilung zweifelhaft, ohne dass mir natürlich der Vorgang vollständig vorliegt.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -
ra.schimpf@gmx.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER