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Geld Verliehen


| 11.04.2006 22:38 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Ich verlieh am 15.3.2005 8000 Euro an meine damalige Freundin, was Sie für Ihre in finanzielle Schwierigkeiten geratene Schwester brauchte.
Ich setzte einen Geschäftsvertrag zwischen den beiden und mir auf, worin mir meine damalige Freundin eine Rückzahlung zum 15.des Monats von 500 Euro plus 12,25% Zinsen p.a. zusicherte, - ich mußte dafür meinen Dispositionskredit ausschöpfen. Beide unterschrieben diesen Vertrag.
Nun wurden bis dato unregelmäßig 4200 Euro von der Schwester zurückgezahlt, meine damalige Freundin befindet sich noch ein halbes Jahr in der Ausbildung und jetzt wird nichts mehr gezahlt.
Wie kann ich an mein Geld kommen ?
Wenn ich einen Anwalt nehmen müßte,muß ich dann die Kosten für diesen tragen ?

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Zunächst müssen Sie die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die gesamte Restschuld zur Zahlung fällig wird. Soweit Sie in dem ursprünglichen Kreditvertrag eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen haben (hiervon gehe ich aus, wenn Sie schreiben, dass EUR 500,00 pro Monat zurückgezahlt werden sollten), so müssen Sie der Gegenseite eine letzte angemessene Frist setzen, innerhalb derer die rückständigen Raten nachgezahlt werden müssen (wenn der Vertrag keine Regelung dahingehend enthält, dass bei Verzug mit einer oder mehr Raten die Restschuld automatisch zur Zahlung fällig wird). Eine Frist von 10 Tagen ist meines Erachtens ausreichend. Sollte die Gegenseite dieser Forderung nicht nachkommen, müssen Sie die Ratenzahlungsvereinbarung kündigen und die Zahlung der gesamten Restschuld binnen einer angemessenen Frist (wiederum ca. 10 Tage) anmahnen.

Danach haben Sie zwei Möglichkeiten: entweder reichen Sie gleich Klage ein oder gehen den günstigeren und oftmals schnelleren Weg des Mahnverfahrens. Es dürfte zu erwarten sein, dass sich die Schuldner nicht gegen die Forderung zur Wehr setzen, wenn dieses dem Grunde nach unstreitig ist und lediglich Zahlungsschwierigkeiten bestehen. Sollte die Gegenseite keinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen, können Sie einen Vollstreckungsbescheid erwirken und aus diesem die Zwangsvollstreckung einleiten.

Bei einem Mahnverfahren könnte ein Anwalt eine 1,0 Gebühr nach Nr. 3305 VV RVG in Rechnung stellen. Bei einem Streitwert von über EUR 4.000,00 (es kommen ja noch Zinsen hinzu) würde die 1,0 Gebühr EUR 273,00 betragen. Hinzu kämen Auslagen (EUR 20,00) und gesetzliche Umsatzsteuer.

Bei einem Klageverfahren wäre die Angelegenheit gleich viel teurer. Neben einer 1,3 Verfahrensgebühr nach Nr. 3100 VV in Höhe von EUR 354,90 kämen 3,0 Gerichtsgebühren in Höhe von EUR 339,0 auf Sie zu, die Sie erstmal vorstrecken müssten.

Das Mahnverfahren ist daher der sehr viel billigere und im Zweifel schnellere Weg. Sie sollten meines Erachtens jedoch einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderung und der Durchführung des Mahnverfahrens beauftragen, da juristische Laien hier viele Fehler begehen können, die im Nachhinein teuer werden können. Die Kosten des Rechtsanwalts können Sie von der Gegenseite unter Verzugsgesichtspunkten ersetzt verlangen.

Gerne können Sie sich mit meinem Büro in Verbindung setzen und wir besprechen die Angelegenheit in Ruhe. Ich berate regelmäßig Mandanten in Forderungsangelegenheiten und kann Ihnen bei der zügigen Durchsetzung Ihrer Ansprüche helfen.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern.




Mit freundlichen Grüßen



Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator

Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com
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