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Geld Geschenke


17.06.2005 18:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von



Ich habe eine Frage zum Thema Geld-Geschenke. Meine Oma möchte mir circa 40.000 Euro schenken und mir diesen Betrag auf mein Konto überweisen. Schon in den letzten Jahren habe ich mehrere Überweisungen von meinen Großeltern erhalten, Gesamtwert circa 45.000 Euro.

Wird darauf Schenkungssteuer erhoben? Wenn ja, wieviel Prozent? Muss ich diese Schenkung beim Finanzamt melden? Was passiert, wenn ich das nicht mache? Und was ist mit den Beträgen, die ich bereits vor Jahren bekommen habe?

Bin ein wenig ratlos, ich hoffe, mir kann jemand helfen

-- Einsatz geändert am 17.06.2005 21:34:05
17.06.2005 | 22:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

sie müssen die Schenkung gegenüber dem Finanzamt angeben, § 30 Abs.4 Erbschaftsteuergesetz.

Die Anzeige sollte enthalten

-Ihren Namen den Namen des schenkenden Großelternteils, Ihren wohnort und Beruf sowie Wohnort und Beruf des schenkenden Großelternteils

-Zeitpunkt an dem Sie das Geld erlangt haben

-der Geldwert also die 45.000 EUR

-das es sich um eine Schenkung handelte

-der Verwandschaftsgrad, also dass Sie Enkel sind

-und das wichtig Angaben über die früheren Schenkungen Ihrer Großeltern

Nach § 16 Abs.1 Nr. 3 Erbschaftsteuergesetz iVm. § 15 Abs.1 Erbschaftssteuergesetz haben Sie als Enkel einen Schenkungsfreibetrag von 51.200 EUR. Das heisst, Ihre Großeltern können Ihnen innerhlab von 10 Jahren insgesamt 51.200 EUR schenken, ohne das dies unter die Schenkungssteuer fällt. Nach zehn Jahren können Sie erneut soviel geschenkt bekommen.

Da Sie dann insgesamt 85.000 EUR in zehn Jahren geschenkt bekommen haben müssten Sie auf 33.800 EUR 7 % Steuern zahlen.Ich glaube auf die Summe von 33.800 EUR wird aber noch mal ein 30 % Abschlag gemacht, da müssten Sie aber noch mal einen Steuerberater fragen, da ich dies im Rahmen einer Erstberatung nicht abschliessend klären kann.

Sollten Sie die Erklärung nicht gegenüber Ihren Finanzamt machen, würden Sie Steuerhinterziehung begehen. Das könnte sogar strafrechtliche Konsequenzen haben. Wenn Sie die Schenkungen erklären, dann werden Sie später vom Finanzamt einen sog Schenkungssteuerbescheid bekommen. Sollte Ihnen die berechnete Steuer zu hoch erscheinen, dann können Sie gegen diesen Bescheid innerhalb eines Monats nach seinem Zugang Einspruch beim Finnazamt einlegen. Der Einspruch ist übrigens kostenlos.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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