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Geht das Geld kaputt was passiert mit den Schulden ?

29.09.2011 03:13 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Sehr geehrte Anwälte

ich besitze eine Immobilie mit Schulden drauf.

Nun sieht es so aus, dass die Währung Euro kaputt geht.
Falls Griechenland pleite macht und den Euro irgendwie sprengt, reden nun alle davon das man dann die DM wieder einführen könnte.

Wenn dies passiert, gibt es dann einen guten Umrechnungskurs oder ist wie nach 1945 das Geld, also die RM wertlos und man bekommt nur einen sehr geringen neuen Anteil ?

Wenn heute Leute Geld auf ihrem Konto haben, kann es dann sein, dass bei einem Wechsel zur DM das gesparte weg ist ?

Meine zweite Frage bezieht sich auf die Schulden.
Sind die Hypothekendchulden weg oder muss man die teuer 1:1 dann von der neuen Währung abtragen

Früher mussten Hausbesitzer obwohl sie kein Geld mehr durch die Währungsrerform hatte die als Beispiel 1000 RM in 1000 DM zurückbezahlen

Dazu gab es die sog.Hypothekengewinnabgabe

http://www.reference-global.com/doi/abs/10.1515/juru.1951.1951.24.753

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Hypothekengewinnabgabe

Ist das Geld nach Rückkkehr zur DM u.U dann nichts mehr wert bekommt man also für seine EURO kaum DM dann zurück und muss man seine Schulden obwohl man dann kein Geld mehr hat trotzdem durch die Hypithekengewinnabgabe zahlen ?
Wie ist das rechtlich geregelt ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Sollte die EU-Länder wieder zu Ihren alten Währungen zurückkehren, wovon ich aufgrund der bestehenden Verträge nicht ausgehe, wird eine Umrechnung auf Basis des 01.01..2000 erfolgen. D.h. ein Euro entspricht DM 1,95583.

Die bestehenden Schulden mit einer grundpfandrechtlichen Absicherung bleiben bestehen, wie auch der Wert der Immobilie erhalten bleibt. Derzeit ist die Anlage in einer Immobilie ein guter Schutz gegen die vergleichsweise hohe Inflation von über 2%. Der Wert von Immobilien steigt kontinuierlich aufgrund erhöhter Nachfrage. Die bestehenden Immobiliendarlehen jedoch unterliegen der Inflation, so dass sich deren Wert rein tatsächlich verringert. Teilweise sind in einzelnen Grundbüchern noch Angaben zu Grundschulden und Hypotheken in DM.

Die Umrechnung erfolgt sicherlich nicht auf Grundlage von 1945. Denn aktuell stehen entsprechende Gegenwerte zur Verfügung und Deutschland ist zwar ver- aber nicht überschuldet, wie seinerzeit 1945.

Daher sind entsprechende Vermögenswerte, die auf Konten angelegt sind, nicht einfach weg, sondern werden voraussichtlich mit einem Kurs von EUR 1,95583 umgerechnet.

Ich persönlich denke nicht, dass die gemeinsame Währung entfällt, sondern vielmehr, dass entweder ein Schuldenschnitt bei Griechenland vorgenommen wird oder Griechenland aus der Währungsunion für einen gewissen Zeitraum ausscheidet.

Mit der soeben beschlossenen Transaktionssteuer auf Interbankengeschäfte ist sicherlich ein Instrument gewählt worden, um die Spekulation gegen die Kreditwürdigkeit einzelner Länder einzuschränken. Weiterhin können die hierdruch erzielten Steuereinnahmen genutzt werden, um die bestehenden Rettungsschirme zu finanzieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2011 | 08:41

Das mit 1945 war nur ein Beispiel, es interessiert mich ganz einfach, ob es a)
-möglich ist, dass bei einer Rückkehr zur DM, dass selbe eintritt, wie damals schon, dass also die alte vorherige "Währung" nichts mehr wert ist also der Euro und b) ob es bei einem möglichen Verfall des Wertes einer Währung auch die Schulden auf einer Immobilie nichts mehr Wert bzw. nicht mehr vorhanden sind und man sie dann später auch nicht zurückzahlen muss, -da ja nicht nur Vermögen der Altwährung weg sind sondern in dem Fall auch Schulden-

Ist sie''s daher daher ähnlich zu sehen wie damals mit dem Hypothekengewinnabgabengesetz aus den 50er Jahren ?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2011 | 22:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

im Gegensatz zu den Verhältnissen in 1945 ist die Substanz noch erhalten, insbesondere die Immobilien. Auch werden die Grundschuldne und hypotheken bestehen bleiben, da eine Löschung einen Enteignung der finanzierenden Bank darstellen würde. Was die einzelnen Schulden noch wert sind, ist sicherlich eine andere Frage. Bei einer Rückkehr zur alten Währung, was die bestehenden völkerrechtlichen Verträge ausschließen, ist mit einer Infaltion zu rechnen, was nominal auch zu einer Reduzierung der bestehenden Verbindlichkeiten zur Folge hätte.

Eine Verglech mit § 25 des Gesetzes zur Regelung der Verbindlichkeiten nationalsozialistischer Einrichtungen und der Rechtsverhältnisse an deren Vermögen (NSVerbG) ist nicht gegeben, da es sich hier um eine Sondersituation handelte, die mit der jetzigen nicht vergleichbar ist.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage beantworten.

Mit besten Grüßen

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