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Gehört eine Lebensversicherung zum Erbe?

17.06.2006 14:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Mein Ehemann ist im April 06 verstorben. Er hatte eine Tochter aus 1. Ehe. Er hat kein Testament hinterlassen. Im Nachlass existieren weder Immobilien noch sonstige Werte. Ich benötige trotzdem einen Erbschein, um Bankschulden bei seiner Bank zu regeln und einen Pkw-Leasingvertrag (Abgabe des Fahrzeugs) abzuwickeln. Beerdigungskosten usw. wurden von mir getragen. Mein Mann hatte eine Lebensversicherung auf meinen Namen abgeschlossen, die ich bereits ausbezahlt bekam. Meine Frage: Geht diese in den Nachlass über und hat die Tochter einen Anspruch auf die Hälfte dieser Summe?

Vielen Dank im voraus.
17.06.2006 | 15:11

Antwort

von


(252)
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: http://www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

Die Lebensversicherung ist ein so genannter Vertrag zugunsten Dritter, §§ 328, 330 BGB. Wenn in diesem Vertrag ein Begünstigter benannt ist, so ist im Zweifel anzunehmen, dass der Benannte/Begünstigte unmittelbar das Recht erwerben soll, die Leistung zu fordern.

Da Sie in dem Vertrag benannt sind, ist die Lebensversicherung nicht Teil der Erbschaft, die Tochter hat keinen Anspruch auf die Hälfte der Summe.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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