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Gehören Fenster zum Sondereigentum?

07.08.2013 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maximilian A. Müller


Zusammenfassung: Die Frage beschäftigt sich mit der Kostentragung bei einer Sanierung von Fenstern innerhalb der WEG

Hallo,

ich besitze ein Eigentumswohnung im Dachgeschoss einer großen Wohnanlage.
In der gesamten Anlage sollen die Fenster ausgetauscht werden außer in den DG Wohnungen.
Laut einem Eigentümerbeschluß von 1991 sind die Fenster Sondereigentum.
Es wurde beschlossen, das jeder Eigentümer eine Sonderumlage von 1000 Euro für den Austausch der Fenster bezahlen muß. (Auch die Eigentümer der DG Wohnung)
Nun muß ich auch ein Fenster austauschen dies aber selber bezahlen, da ja Sondereigentum und die Umlage für den Austausch der Fenster der anderen Wohnungen.
Kann das sein?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bitte haben Sie Verstänsnis dafür, dass die Beantwortung Ihrer Frage aufgrund Ihrer Angaben und dem von Ihnen ausgelobten Preis nur sehr kursorisch erfolgen kann.

Grundsätzlich stehen Fenster in der Regel im Gemeinschaftseigentum, da diese zum Bestand und zur Sicherheit des Gebäudes erforderlich sind. (§ 5 WEG). Abweichende Regelungen durch Beschluss dürften hierbei unwirksam sein.

Für die Instandsetzung ist verantwortlich die Gemeinschaft, wenn es sich um Gemeinschaftseigentum handelt oder aber der Sondereigentümer, wenn es um Sondereigentum geht.

Gleichwohl kann die Gemeinschaft beschließen, dass die Kosten für Reparaturen abweichend gergelt werden. Dies wird durch das GEsetz in § 16 WEG ermöglicht.

In aller Regel darf hierbei allerdings keine Unterscheidung zwischen einzelnen Eigentümern gemacht werden.

Wenn daher bei den übrigen Eigentümern eine Reparatur auf KOsten der GEmeinschaft erfolgt, so müsste die Gemeinschaft grundsätzlich auch die Kosten in Ihrer Wohnung übernehmen. Hierfür spricht auch, dass Sie wie die anderen Eigentümer auch eine Sonderumlage in Höhe von 1.000,00 € zahlen mussten.

Die Tendenz geht daher dazu, dass die Kostenregelung, die offensichtlich vorgenommen werden soll, nicht zulässig sein dürfte.

Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass eine abschließende Prüfung Kenntnis von der Teilungserklärung und dem genauen WOrtlaut der Beschlüsse erfordert. Zudem müsste ein etwaiger negativer Beschluss innerhalb eines MOnats ab Beschlussfassung gerichtlich angefochten werden.

Ich empfehle Ihnen daher, die Angelegenheit mit den notwendigen UNterlagen und etwaigen Schriftverkehr nochmals anwaltlich überprüfen zu lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.


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