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Gehaltskürzung - Widerspruch - Kündigung - ausbleibendes Gehalt


13.09.2005 08:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

ich hab da mal ne Frage und ich hoffe, dass diese mir jemand beantwortet.

Am 01.07.2005 habe ich offiziell eine Stelle als Sachbearbeiterin angefangen. Eigentlich arbeitete ich dort schon 4 Tage zuvor (1 Probearbeitstag + 3 normale Arbeitstage bzw. gleich mit auf Geschäftsreise, welche mir als zusätzlicher Urlaub abgegolten worden sind). Da ich, wie oben erwähnt, am 3. Tag gleich mit auf eine 2-tägige Geschäftsreise genommen wurde, wurden auf dieser die Details meines Arbeitsvertrages mündlich geklärt (also ohne defenitiven Zeugen)
Hier wurde ein Gehalt von 1.700€ brutto vereinbart (das Gehalt, welches ich von meinem vorherigen Arbeitgeber erhalten habe) Mein ehemaliger Chef meinte zu diesem Zeitpunkt, dass ich die erste wäre, die er zum "alten Preis" übernimmt und alle anderen zu einem geringeren Gehalt eingestellt hatte, aber er bei mir eine Ausnahme machen würde.
Als ich am 01.07. mein vereinbartes Gehalt der Buchhalterin der Firma mitteilte (mein Chef machte dies ja nicht), sagte ich zu ihr, dass sie sich bitte nochmals rückversichern solle, damit dies alles seine Richtigkeit hat. Dies machte Sie natürlich nicht.
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag wurde mir nie ausgehändigt.
Als ich am 01.08. meine erste Gehaltszahlung bekam, war ich sehr überrascht, dass ich nicht das vereinbarte Gehalt sondern ein geringeres bezahlt bekommen habe. Ich sprach meinen Chef darauf an und er teilte mir am 10.08. mit, dass ich ihm die vereinbarten 1.700€ "nicht Wert sei" und angeblich irgendeine Arbeit nicht zu seiner Zufriedenheit ausgeführt hätte. Als ich nachfragte, welche dies gewesen sei, konnte er sich angeblich nicht mehr daran erinnern.
Ich habe ihm daraufhin meinen Unmut über die geringe Bezahlung, die Bitte mir das restliche Gehalt zu bezahlen und die Erinnerung an einen schriftlichen Arbeitsvertrag per Brief mitgeteilt, da ich nun wusste, dass bei diesem Herrn kein gesprochenes Wort Gültigkeit behält.
Diese Schreiben gab ich ihm am 11.08. und bat um eine Antwort bis zum 16.08. Die Antwort kam und ich wusste auch, was darin stehen würde. Es war meine Kündigung, welche mir am 15.08. ausgehändigt wurde zum 26.08. gekündigt. Da mir nun noch Urlaub zustand (4 Tage gesetzlich und 3 Tage zusätzlich) wurde ich ab 17.08. freigestellt.
Meine Unterlagen habe ich erst am 02.09. erhalten. In diesen Unterlagen war auf meine Gehaltsschein enthalten. Das Gehalt wurde normalerweise immer Ende des Monats bezahlt. Ich wartete als nun auf mein Gehalt für August und habe dieses mehrmals per Email und Telefon angemahnt. Gestern habe ich nun meine Gehaltszahlung erhalten, aber es ist nur eine Teilzahlung. Der Grund für das zurückbehalten des Gehaltes ist mir unbekannt und wurde mir auf Nachfrage nicht genannt. Durch die Nichtbezahlung bzw. jetzt erfolgte Teilzahlung konnte bzw. kann ich nicht meine Miete und die laufenden Kosten bezahlen. Hierdurch sind mir schon Gebühren durch Rücklastschriften, Mahnungen, Überziehungszins und Überweisungskosten entstanden.

Nun kommen meine Fragen:

Was gilt bei einem mündlichen Arbeitsvertrag?

Kann ich das bereits bei der ersten Gehaltszahlung zurückbehaltene Geld einklagen?

Kann ich die mir entstanden Kosten (Rücklastschriften, Mahngebühren, Überweisungskosten, Überziehungszins) von meinem ehemaligen Arbeitgeber erstatten lassen?

Wie und wo kann ich Rechtskostenerstattung/-beihilfe beantragen? (Bin seither Arbeitslos, ohne eigenes Vermögen und Rechtsschutz)

Notfall?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

bei einem mündlichen Arbeitsvertrag gilt dasjenige, was mündlich vereinbart worden ist. Das nichtgezahlte Gehalt könnten Sie natürlich einklagen, da Sie hierauf einen vertraglichen Anspruch haben. Ohne die vereinbarte Gehaltshöhe beweisen zu können, hätte eine entsprechende Klage jedoch keine Aussicht auf Erfolg.

Die Ihnen durch die verspätete Zahlung enstandenen Kosten könnten Sie als Schaden bei Ihrem ehemaligen Arnbeitgeber geltend machen; jedoch obliegt Ihnen auch insofern die Darlegungs- und Beweislast, dass es sich hierbei um Schäden handelt, die kausal auf der verspäteten Zahlung beruhen und bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstanden wären.

Für eine außergerichtliche Rechtsvertretung können Sie Beratungshilfe bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Amtsgericht beantragen. Für ein gerichtliches Verfahren könnten Sie mit Klagerehebung Prozesskostenhilfe beim Streitgericht beantragen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2005 | 08:39

Hallo,

habe gestern ein Schreiben erhalten und möchte gerne Ihre Meinung dazu wissen.

"Sehr geehrte Frau XY,

in Beantwortung Ihres Schreibens vom 12.09.2005 fordern wir Sie auf, Ihren Arbeitsplatz so zu übergeben, wie Herr XY dies gefordert hatte.

Wir möchten Sie bitten, am Freitag, 17.09.2005 - 10 h die Übergabe an Herrn XY nachzuholen.

Mit freundlichen Grüßen
Firma XY"

Nummer 1: Ich habe meinen Arbeitsplatz sauber und ohne Arbeit (habe alle arbeiten erledigt) zurück gelassen.

Nummer 2: Wurde ich freigestellt und mein ehemaliger Chef ist selbst an diesem Tag in einen 2-wöchigen Urlaub gegangen.

Nummer 3: Eine Arbeitsplatzübergabe kann unmöglich 10h dauern.


Nun zu meinen Fragen:

Kann er das verlangen?
Und das auch noch unentgeltlich?
Ist das rechtmäßig? Ich habe ja meinen Arbeitsplatz sauber und angearbeitetet hinterlassen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2005 | 09:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Nachfragefunktion dient Verständnisfragen zur Antwort auf die ursprüngliche Fragestellung. In Ihrem Falle handelt es sich jedoch nicht um eine Nachfrage, sondern um gänzlich neue Fragen zu einem gänzlich neuen Sachverhalt.

Bitte haben Sie daher Verständnis dafür, dass ich diese Fragen vor dem Hintergrund des anwaltlichen Gebührnrechts und auch Ihres sehr gering bemessenen Einsatzes an dieser Stelle nicht beantworten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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