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Gehaltliche Ungleichbehandlung wegen Pilotprojekt?

06.08.2014 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Höhere Vergütung im gleichem Unternehme bei gleicher Arbeit von Arbeitnehmern

Hallo,

ich arbeite seit über 30Jahren in einem deutschlandweit tätigen, sehr bekannten Großunternehmen. Innerhalb des Unternehmens habe ich mich beständig weiterentwickelt und kann heute eine sehr große Bandbreite an Themen abdecken. Aufgrund einer Erkrankung vor einigen Jahren bin ich stand heute als Schreibkraft eingestuft.

Im Rahmen meiner veranschlagten Tätigkeit übernehme ich aufgrund meiner zertifizierten Kenntnisse und auch weil es für mich auch eine Selbstverständlichkeit ist, regelmäßig und unentgeldlich Aufgaben, welche nicht zu meiner Stellenbeschreibung gehören. Die damalige Erkrankung stellt dabei Stand heute keinerlei Einschränkung mehr dar.

In einer internen Stellenausschreibung musste ich nun feststellen, dass in einer anderen Region in Deutschland dieselbe Stelle wie meine ausgeschrieben wurde. Hierbei wurden die nötigen fachlichen Anforderungen weitaus geringer angesetzt, als ich sie vorweise und einbringe. Die Entlohnung ist demgegenüber aber zwei Gehaltsstuffen höher veranschlagt.

Da es im Unternehmen keine regionalen Gehaltsunterschiede gibt, wandte ich mich daraufhin an meine Vorgesetzten, die Kollegen der Personalabteilung und auch den Betriebsrat, um diese für mich maximal unbefriedigende Konstellation zu eruieren und gegebenenfalls eine gehaltliche Anpassung zu meinen Gunsten zu bewirken.

Ein erstes offizielles Feedback ist, dass die abweichende, höhere Vergütung in der dedizierten Region mit der Durchführung eines Pilotprojekts zu begründen ist.

Sämtliche Ansprechpartner sprechen sich nun einzeln dafür aus, dass aufgrund meines wertschöpferischen Mehrwerts im Unternehmen auch für mich eine gehaltliche Anpassung sinnvoll währe. Eine Entscheidung zur Umsetzung wird aber von einem Ansprechpartner zum jeweils anderen geschoben.

Da sich diese "Verantwortungsdelegation" nun schon einige Monate ergebnislos zieht, interessiert mich ob evtl. das Hinzuziehen eines Rechtsbeistands innvoll sein kann.

Primär möchte ich wissen, ob und welche rechtliche Handhabe es gibt, die Bedingungen welche für ein Pilotprojekt veranschlagt sind auch für Bestandsmitarbeiter geltend machen zu können.

Ich bedanke mich im Vorfeld für Ihre Mühe und eine erste Einschätzung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für die Zukunft dürften Sie mit Ihrem Anliegen durchaus Erfolg haben, dazu gleich, für die Vergangenheit stellt sich jedoch zunächst leider folgendes:

In aller Regel gelten sehr kurze tarifvertragliche beziehungsweise arbeitsvertragliche Ausschlussfristen für alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, die meistens nur 2-3 Monate für die außergerichtliche Geltendmachung betragen und dann weitere 2-3 Monate für das gerichtliche Vorgehen. Dieses müssen Sie zunächst prüfen.

Für die jüngste Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft sehe ich jedoch in der Tat gute Chancen, dieses Anliegen zu entziehen, wobei allerdings die nachfolgende Voraussetzung erfüllt sein müsste:
Ich gehe zunächst davon aus, dass Ihre kostenlose Mehrarbeit von Ihrem Arbeitgeber bewusst geduldet wurde, was Voraussetzung für eine erfolgreiche Anspruchsgeltendmachung ist.

Nun dann wäre jedenfalls für die Vergangenheit eine bessere Vergütung möglich.
Für die Gegenwart und Zukunft sollten Sie zunächst die Entscheidungsprozesse Ihres Arbeitgebers abwarten und gegebenenfalls in der Tat einen Anwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Interessenwahrnehmung beauftragen., wenn sich in den Wochen dazu nichts tun sollte.

Es geht um die Gleichbehandlung im Unternehmen, die Sie einfordern sollten.

Ein Pilotprojekt kann meiner ersten Einschätzung nach dafür nicht herhalten, denn das klingt für mich nur vorgeschoben und nicht dezidiert begründet.
Denn was hat ein Pilotprojekt mit einer höheren Vergütung zu tun? Das erscheint mir sehr sinnwidrig.

Zu fragen wäre allenfalls danach, seit wann die höhere Vergütung einem anderen Arbeitnehmer gezahlt wird – für die gleiche Tätigkeit, die Sie ausüben.

Sie sollten also die Sache weiterverfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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