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Gehalt wird nicht bezahlt, bis nachträglicher Vertrag nicht unterschrieben wird

10.04.2017 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Freund und ich sind als Promoter selbstständig. Seit Mai 2016 haben wir mit mehreren anderen Promotern, darunter auch mein Freund, einen Kunden, für den mein Freund und ich Zigarillos vermarkten. Um uns die Aktion zu erklären, haben wir uns mit dem Kunden einmalig zusammengesetzt und er hat uns die Aktion erklärt. Die Aktion ging von Mai 2016 bis Ende November 2016.
Da diese Aktion über mehrere Monate ging (ca. 8 Monate), haben wir immer Teilrechnungen für die jeweiligen Zeiträume geschrieben und der Kunde hat die Rechnungen auch dementsprechend beglichen, bis auf die Rechnungen für die letzten 3 Monate. Da behauptet er auf einmal, wir hätten uns an mehrere Punkte des Vertrages nicht gehalten.
Wir haben vom Kunden vom Anfang bis Ende der Aktion keinen Rahmen- sowie Einzelvertrag erhalten, obwohl ich die Verträge mehrmals gefordert habe. Erst nach Aktionsende (Januar 2017) hat er uns die Verträge endlich per Mail zugeschickt und siehe da: auf einmal sind dort Punkte, von denen wir bei unserem einmaligen Ersttreffen nichts gehört haben. All diese "neuen" Punkte sind zu unserem Nachteil. Er lehnt nun jede Rechnung ab, solange wir den Vertrag nicht unterschreiben. Das Dilemma: unterschreiben wir den komischen Vertrag, sehen wir so gut wie nichts von unserem Geld wieder...
Darüber hinaus behauptet er nun, dass wir uns an diesen im Vertrag aufgelisteten Punkten nicht gehalten haben. Diese Punkte wurden uns aber bei unserem einmaligen Treffen verschwiegen oder wurden verschleiert ausgedrückt. Komischerweise störten ihn diese Punkte vorher nicht und er war mit unserer Arbeit zufrieden, denn er hat die Rechnungen der vorherigen Monate bedingungslos bezahlt, obwohl wir die gleichen "Fehler" (Ironie...) gemacht haben. Jedoch beharrt er darauf und hat uns einen "Vorschlag" gemacht: entweder wir überlassen ihm mehr als die Hälfte unseres Gehaltes oder aber wir sehen keinen Cent unseres Gehaltes (so in etwa hat er sich auch ausgedrückt!).

Was kann ich nun machen, um mich da zu schützen?

Ich bedanke mich herzlich für Ihre Mühe.
Ich brauche anwaltliche Hilfe und würde dafür gerne professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Gibt es Anwälte, die mir da in einer Form helfen können?

10.04.2017 | 16:42

Antwort

von


(302)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In rechtlicher Hinsicht sind Sie auf Grundlage eines mündlichen Vertrages für Ihren Kunden tätig geworden. Grundsätzlich tragen Sie im Streitfalle die sog. Darlegungs- und Beweislast für Ihren Vergütungsanspruch. Wenn es an einer schriftlichen Übereinkunft fehlt, stellt dies regelmäßig ein Problem dar.

In Ihrem konkreten Fall stellt jedoch die beanstandungsfreie Zahlung über einen Zeitraum von 8 Monaten bereits ein starkes Indiz für die Begründetheit Ihres noch ausstehenden Anspruchs dar. Überdies könnte Ihr Freund für Sie (und Sie für Ihren Freund) gegenseitig als Zeugen auftreten. Insofern halte ich die Durchsetzung Ihres noch ausstehenden Vergütungsanspruchs für erfolgsversprechend.

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Ihr Kunde selbstverständlich keinen Anspruch auf Abschluss eines (neuen) schriftlichen Vertrags hat. Auch steht ihm kein Zurückbehaltungs- oder Leistungsverweigerungsrecht zu, soweit Sie dem neuen Vertragswerk nicht zustimmen.

Ich rate Ihnen daher an, Ihren Kunden zunächst durch anwaltliches Aufforderungsschreiben zur Leistung auffordern zu lassen. Sollte Ihr Kunde dies nicht zum Anlass nehmen seiner Zahlungsverpflichtung nachzukommen, sollte eine gerichtliche Durchsetzung Ihres Anspruchs in Erwägung gezogen werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Angelegenheit anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei gerade auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen




Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

(302)

Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
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