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Gehalt rückwirkend einfordern

23.02.2014 16:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Gehalt kann auch rückwirkend geltend gemacht und eingeklagt werden!





Sehr geehrter Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin,

Ich arbeite seit fünf jahren als Arzthelferin-Vollzeitkraft in einer Facharzt-Praxis.

Mein Arbeitsvertrag ist ein Mustervertrag der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Im letzten § des Vertrages wird ausdrücklich erwähnt das die Tarifabschlüsse zwischen dem Berufsverband und der Gewerkschaft Ver.di angewendet werden, sofern nichts anderes vereinbart wird. Dies ist nicht der Fall.

Durch meinen Lebensgefährten wurde ich nun auf folgendes aufmerksam:

1. Obwohl mein AG mich in der korrekten Entgeltgruppe führt zahlt er ständig im Schnitt
ca. € 250.- brutto zuwenig.
2. Tariferhöhungen oder tariflich vereinbarte Einmalzahlungen wurden immer ignoriert.
3. Das tariflich vereibarte 13. Monatsgehalt wurde nie bezahlt. Darauf habe ich ihn im Laufe der Jahre mehrfach angesprochen. Er sagte dann immer, er müsse kein 13tes zahlen!?

Kann ich zuwenig gezahltes Gehalt nachträglich einfordern/einklagen?
Wie verhält es sich wenn ich zum 01.04. fristgerecht gekündigt haben würde?



-- Einsatz geändert am 23.02.2014 17:06:09

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt :

Grundsätzlich muss sich Ihr Arbeitgeber natürlich an den Arbeitsvertrag halten und er muss entsprechend dem letzten Paragraphen des Arbeitsvertrages auch den jeweils geltenden Tarifvertrag beachten.

Dies bedeutet, dass Ihr Arbeitgeber Sie nicht untertariflich bezahlen darf ( sog. Günstigkeitsprinzip). Er muss Ihnen also grundsätzlich auch die tarifvertraglichen Einmalzahlung sowie das 13. Monatsgehalt zahlen.

Ob und inwiefern Sie Ihre Ansprüche jetzt noch geltend machen können, hängt davon ab, ob diese noch nicht verjährt sind.

Grundsätzlich beträgt die Verjährungsfrist zwar regelmäßig 3 Jahre ab dem Jahr in dem der Anspruch entstanden ist, dies könnte aber tarifvertraglich verkürzt sein.

Oft werden in Tarifverträgen Ausschlussfristen von nur drei Monaten vereinbart.

Sie sollten unbedingt einen Anwalt mit einer diesbezüglichen Überprüfung Ihres Arbeitsvertrags / Tarifvertrags beauftragen, da Ihre Chancen auf eine Nachzahlung unter Berücksichtigung Ihrer Angaben nicht schlecht sind.

Dann kann man Ihnen sagen, was an Nachzahlungen noch geltend, bzw. noch eingeklagt werden kann.

Wenn Sie kündigen, ändert sich zunächst nichts an Ihren Ansprüchen, Es müssen aber wiederum etwaige Ausschlussfristen beachtet werden.

Gerne stehe ich Ihnen gegebenfalls unter Anrechnung des hier von Ihnen getätigten Einsatzes zur Seite.

Ich hoffe, dass ich Ihnen für das Erste weiterhelfen konnte!

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz, .

Nino Jakovac
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2014 | 19:29

Sehr geehrter Herr RA Jakovac,

unter § 21 meines TV steht dies:
-------------------------------------------------------------------
Ausschlussfristen:

Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis sind innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach ihrem Entstehen schriftlich geltend zu machen.
--------------------------------------------------------------------

Bedeutet dies das ich nur Ansprüche der letzten 12 Monate geltend machen kann oder lediglich das die Frist zur Geltungmachun 12 Monate beträgt?

Grüße und vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2014 | 19:51

Das bedeutet, dass Sie nur die Ansprüche der letzten 12 Monate geltend machen können. Ansprüche, die länger als 12 Monate alt sind,sind leider ausgeschlossen.

Viele Grüße nochmals,

Nino Jakovac

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