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Gehalt: Nachlassverwalter/Testamentsvollstrecker


19.08.2007 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



meine Tante ist vor einiger Zeit gestorben und hat drei Neffen (u.a mein Bruder als Miterbe) u. eine Nichte als Erben eingesetzt.
Mein Bruder behauptete er sollte nach dem Willen meiner Tante
Testamentsvollstrecker sein und hat sich sofort als
Testamentsvollstreckers eintragen lassen. Die anderen Erben haben (um sich Ärger u. Geld zu ersparen) danach zugestimmt.
Der Wert des Nachlasses beträgt ca. 600.000.- EUR.
(also ca. 150.000.- EUR für jeden Erben).
Bis zu einem noch offen stehendem Betrag auf dem Girokonto wurde das Vermögen schnell und ordnungsgemäß (es war ja auch im Intresse meines Bruders) verteilt.

Vom meinem Bruder erhielt ich nun eine Rechnung von 2,5 % der
Vermögenssumme also ca. 4200,- EUR anteilig für jeden Erben gleich mit der Androhung ein Inkassounternehmen zu beauftragen falls der Betrag nicht bis zum Monatsende bezahlt wird.
>>
Bin ich verpflichtet die Summe zu bezahlen ? Weder im Testament noch vorab wurde über ein Honorar gesprochen. Auch wenn das Girokonto noch nicht kompl., (hier sind noch ca. 9000.- Eur zu verteilen)aufgelöst ist.
>>
Natürlich hat mein Bruder auch viel Arbeit gehabt (es war ja auch in seinem Intresse)(Bsp. Verkauf von Haus u. Boden.

Über Hilfe (nimmt ein Inkassounternehmen den Auftrag überhaupt an?

Vorab vielen Dank,

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Sehr geehrter Ratsuchender,

der Erblasser kann durch Testament oder Erbvertrag einen oder mehrere Testamentsvollstrecker ernennen (§ 2197 BGB).

Wegen der Vergütungsfrage sollten Sie die letztwillige Verfügung nochmals eingehend prüfen.

Hat der Erblasser im Testament oder Erbvertrag ein Honorar für die Tätigkeit bestimmt, so steht die Vergütung fest, die Höhe kann direkt der letztwilligen Verfügung entnommen werden.

Hat der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung bestimmt, dass der Testamentsvollstrecker unentgeltlich tätig werden soll, besteht kein Recht auf eine Vergütung.

Hat der Erblasser hinsichtlich der Vergütung keine Bestimmung getroffen, kann der Testamentsvollstrecker von den Erben eine "angemessene Vergütung" für seine Tätigkeit verlangen. Dieser Rechtsbegriff ist unbestimmt, so dass auch in der Rechtsprechung teilweise unterschiedliche Vorstellungen über die Höhe bestehen.

In der Regel wird folgende Staffelung vorgenommen:
bis 250.000,- € 4,0 %,
bis 500.000,- € 3,0 %,
bis 2.500.000,- € 2,5 %,
bis 5.000.000,- € 2,0 %,
über 5.000.000,- € 1,5 %,des Nachlaßwertes

Allerdings wird dieser Betrag durch diverse Zu- und Abschläge modifiziert.

In der Regel wird die Vergütung des Testamentsvollstreckers erst nach Beendigung der Testamentsvollstreckung fällig. Der Testamentsvollstrecker hat grundsätzlich keinen Anspruch auf einen Vorschuß. Bei länger dauernder Verwaltung, insbesondere bei Dauervollstreckung, kann der Testamentsvollstrecker allerdings in gewissen Zeitabschnitten eine Vergütung verlangen.

Insoweit wäre hier zu prüfen, ob eine Unentgeltlichkeit im Testament festgeschrieben ist. Ist dies nicht der Fall, ist eine Vergütung zu zahlen. Diese ist aus dem Nachlaß zu leisten. Weiter wäre hier noch abzuklären, ob die Vergütung schon fällig ist, da möglicherweise die Testamentsvollstreckung noch nicht beendet ist.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Überblick geholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr
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