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Geh- und Fahrrecht löschen, aufgrund einer grundlegenden Nutzungsänderung

11.06.2014 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Zusammenfassung: Ein Geh- und Fahrrecht gilt grundsätzlich auch nach Verkauf und Aufteilung des berechtigten Grundstücks fort. Führt die Aufteilung aber zu einer erheblichen Mehrbelastung, so kann sich der Eigentümer des mit dem Geh- und Fahrrecht belasteten Grundstücks hiergegen wehren (§ 1025 S. 2 BGB).

Wir haben Grundstück A vor ca. 5 Jahren gekauft, dort ist im Grundbuch ein Geh- und Fahrrecht für Grundstück B eingetragen. Jetzt wurde vom gleichen Verkäufer Grundstück B weiterverkauft.
Bisher war dort ein leerstehendes Fabrikgebäude. Der neue Eigentümer will angeblich dort alles abreißen, was auch bei uns eine "Nachbarschaftswand" betrifft. Es soll nun ein Mehrfamilienhaus oder mehrere DH gebaut werden. Für uns bedeutet es aber wesentlich mehr Verkehr über unser Grundstück und in der Abriss- und Bauphase auch Nutzung von großen LKW´s. Kann man dagegen etwas unternehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ja.
Die Lösung für Sie ergibt sich aus § 1025 Bürgerliches Gesetzbuch, wenn der neue Grundstückseigentümer das Grundstück tatsächlich aufteilen und separat bebauen will.

Gesetzestext:
„§ 1025 - Teilung des herrschenden Grundstücks
Wird das Grundstück des Berechtigten geteilt, so besteht die Grunddienstbarkeit für die einzelnen Teile fort; die Ausübung ist jedoch im Zweifel nur in der Weise zulässig, dass sie für den Eigentümer des belasteten Grundstücks nicht beschwerlicher wird. Gereicht die Dienstbarkeit nur einem der Teile zum Vorteil, so erlischt sie für die übrigen Teile."

Danach setzt sich das Geh und Fahrtrecht auch für die neu entstehenden Grundstücke fort, aber nur dann, wenn die Belastung durch die neue Nutzung nicht beschwerlicher wird.

Es versteht sich von selbst, dass Sie das Grundbuch erst dann berichtigen lassen können, wenn die Planungen des neuen Grundstückseigentümers feststehen. Ihr Anspruch ergibt sich dann aus § 875 BGB.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.
Ich darf Sie noch auf die Bewertungsfunktion hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

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