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Gegnerischer Anwalt fordert Kostenübernahme

| 29.03.2016 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Die Kindesmutter forderte mich im August 2015 auf meine Einkommensverhältnisse offen zu legen, mittes Anwalt. Nach Beauftragung eines eignen Anwaltes folgte briefliche Korrespondenz indem wir Fragen und Unklarheiten klärten.
Auf Rat meines Anwaltes erhöhte ich ab September auch den Unterhalt um die zu erwartende Summe. Im August erhielt die Kindesmutter den bis dahin errechneten Unterhalt. Alle Zahlungen im der Vergangenheit wurden berechnet und pünktlich gezahlt.

Noch im August forderte der gegnerische Anwalt weitere Informstionen und nannte den aus seiner Sicht zu zahlenden Unterhalt.
Mitte September informierte mich der gegnerische Anwalt das er meine erhöhte Zahlung für den Monat August annimmt aber die Zahlung für September aussteht und ich somit in Verzug bin. Bis dahin waren immer noch Unklarheiten für den gegnerischen Anwalt und die Korrespondenz wurde fortgesetzt bis Anfang Oktober. Unter anderem durfte ich mich zur Unterstellung einer zusätzlichen selbstständigen Tätigkeit äußern. Diese lag nicht vor. Daher gab es auch keine Nachweise.
Nachdem man sich einigte forderte man mich auf zu einer Titulierung des Unterhaltes. Dies tat ich auch. Anfang November kam der abschließende Brief mit einer Kostenaufstellung des gegnerischen Anwalts. Da er mir Verzug unterstellt (für September 2015) und für die Kindesmutter tätig wurde soll ich die Kosten nun übernehmen. Nach Rücksprache mit dem Anwalt sah er seine Forderung als unbegründet und dem gegnerischen Anwalt wurde der Kostenersatz als unbegründet zurückgestellt. Seine Kostenaufstellung bzw. der Streitwert beziehen sich auf den errechneten zu zahlenden Unterhalt.

Vor ein paar Tagen nun kam erneut ein Schreiben des gegnerischen Anwalts mit einer Fristsetzung und Androhung auf Klage. Er bezieht sich weiterhin auf darauf mich auf einen Verzug festzunageln.

Nun meine Frage. Auf welche Grundlage beruft sich der Anwalt und muss ich daher tatsächlich die Kosten für den gegnerischen Anwalt übernehmen?

Sehr geehrter Ratsuchender,


die einzige Grundlage wäre die von Ihnen schon erwähnte Verzugswirkung, da nach §§ 286 ff BGB dann auch Rechtsverfolgungskosten als Verzugsschaden zu ersetzen wären.

Voraussetzungen des Verzuges sind aber

-Nichtleistung
-Fälligkeit
-Mahnung, sofern Mahnung ausnahmsweise nicht nach § 286 II entbehrlich ist (was hier nicht der Fall ist) und
-Verschulden.


Nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung liegen diese Voraussetzungen aber nicht vor, so dass kein Verzug eingetreten ist; wenn also die Kindesmutter die erste Aufforderung schon mittels Anwalt gestellt hat, wird sie die Tätigkeit als Auftraggeberin zu zahlen haben. Daran ändert auch diese merkwürdige Verrechnung auf den August nichts, zumal eine Titulierung vorgenommen worden ist (ggfs. stellen Sie bitte nochmals klar, ab wann nach der Titulierung der erhöhte Unterhaltsbetrag zu zahlen sein sollte).


Nicht klar wird, warum offenbar der Kollege seine Forderung als unbegründet zurückgestellt hat und sie nun erneut fordert. Das macht wenig Sinn, so dass Sie nach der derzeitigen Sachverhaltsdarstellung dann einer möglichen Klage einigermaßen ruhig entgegen sehen sollen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2016 | 17:59

Im Text war es etwas unglücklich formuliert.
Mein Anwalt hat die Kostendarstellung des gegnerischen Anwalts zurückgewiesen.
Der Titel gilt ab November 2015. Ich habe bereits zum September 2015 die Unterhaltszahlung erhöht, welche laut meinem Anwalt zu erwarten ist.
Nach Titulierung und (vermeidlichen) Abschluss der Sache habe ich im November außerdem für August 2015 die Differenz vom vorherigen und neu errechneten Unterhalt geleistet. So habe ich rechnerisch ab August 2015 den neu errechneten Unterhalt gezahlt.

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2016 | 18:23

Sehr geehrter Ratsuchender,


dann istd as Ansinnen des Kollegen noch unverständlicher, da dann erst recht kein verzug vorliegen kann.

Insoweit sollten Sie über Ihren Anwalt den Anspruch zurückweisen lassen und abwarten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 29.03.2016 | 18:10

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Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für die Bewertung und viel Erfolg bei der Zurückweisung unberechtigter Ansprüche. MfG RA Thomas Bohle, Oldenburg
FRAGESTELLER 29.03.2016 5/5,0
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