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Gegnerische Versicherung will trotz Gerichtsurteil nicht zahlen


21.11.2017 00:45 |
Preis: 28,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Rechtsanwälte, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Und zwar geht es um einen Auffahrunfall der vor ca 2 Jahren passiert ist. Die Gegnerin fuhr mir hinten auf, und sagte ihrer Versicherung im Nachhinein, das wir rückwärts gefahren sind und das ich schuld wäre. Die Versicherung weigerte sich etwas zu zahlen, da Aussage gegen Aussage.

Wir klagten und das ganze landete vor Gericht mit einem Unfallanalytischen Gutachten. Dabei kam raus das die Gegenseite Schuld ist, und wir den Prozess gewinnen und die Gegenseite knapp 7000€ zahlen muss.

Nun kommt das Problem, das die Versicherung der Unfallverursacherin trotz Urteil nicht zahlen will, und darauf verweist, das dass Urteil gegen die Verursacherin persönlich lautet.

Meine Fragen lauten:
Wie sieht da die Sachlage aus in diesem Fall? Ist die Versicherung dazu verpflichtet selber zu zahlen? Wie ist da vorzugehen?

Vielen Dank und Gruß
21.11.2017 | 07:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In dieser Situation gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Entweder Sie verlangen Zahlung von der verurteilten Unfallgegnerin, notfalls durch Zwangsvollstreckung. Die Unfallgegnerein kann sich dann selbst darum kümmern, das Geld von der Versicherung zurückzubekommen.

Oder Sie erheben erneut Klage, diesmal gegen die Versicherung.

Sie können auch beide Schritte parallel angehen, wobei im Klageverfahren gegen die Versicherung dann etwaige Zahlungen der Gegnerin zu berücksichtigen wären.

Das Urteil gegen die Gegnerin entfaltet keine Wirkung gegen die Versicherung.

Aufgrund des Schadensbetrages nehme ich an, dass Sie anwaltlich vertreten wurden. Es ist zu klären, warum die Versicherung nicht gleich mit verklagt wurde. Eigentlich ist es standardmäßiges Vorgehen, auch die Versicherung zu verklagen, gerade weil eben ein Urteil gegen einen Halter oder Fahrer keine Wirkung gegen die Versicherung entfaltet.

Es sollte zügig vorgegangen werden. Behalten Sie die Verjährung Ihrer Ansprüche im Auge!

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2017 | 12:59

Vielen Dank erst mal für ihre Antwort.
Die Gegnerin wurde anwaltlich vertreten durch ihre Versicherung, alles lief über ihre Versicherung, deswegen wundert mich jetzt das sie nicht zahlen wollen und auf das Urteil verweisen, wo gegen die Verursacherin geklagt wurde. Eigentlich sind die dann dazu verpflichtet zu zahlen oder?

Wann würde denn Verjährung eintreten?

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2017 | 13:15

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage. Offenbar hat die Versicherung dann von ihrer Prozessführungsbefugnis Gebrauch gemacht.

Vor diesem Hintergrund wundere ich mich ehrlich gesagt auch, dass die Versicherung nicht zahlt.

Trotzdem ist sie formal im Recht, wenn sie - aus welchen Gründen auch immer - nicht mit verurteilt wurde, also nicht im Urteil steht.

Die Verjährung beginnt am Ende des Jahres, in dem der Unfall stattfand. Sie beträgt drei Jahre. Die Verjährung kann durch den Prozess gegen die Unfallgegnerin gehemmt sein. Es wäre aber sicherer, sich darauf nicht zu verlassen.

Ich hoffe, damit auch ihre Nachfrage erschöpfend beantwortet zu haben. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie einfach per E-Mail (ohne Mehrkosten) noch einmal direkt bei mir nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Roger Neumann

ANTWORT VON

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