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Gefälligkeitsschaden


25.11.2007 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



Folgender Sachverhalt, ich erledige für eine andere Firma das montieren von Küchengeräte.
Die andere Firma ist zuständig für den Transport zum Kunden.

Eines Tages rief mich die andere Firma an dass sie Probleme haben weil kein Fahrer verfügbar ist und ich müßte fahren.

Weil Not am Mann war bin ich als Fahrer eingesprungen, weil das Gerät noch am selben Tag vom Kunden benötigt wurde.

Auf jeden Fall hat es bei den Transport einen Schaden gegeben.

Die Angestellten vom Empfänger des Gerätes haben ihr Altgerät in das Auto geladen was dann beim Transport umgefallen ist und eine Delle in der Wand zwischen Kabine und Laderaum verursacht hat.

Da ich ja nur eingesprungen bin und das Fahrzeug beladen übernommen habe hatte ich keine Gurte an Bord und konnte somit das Gerät nicht befestigen.

Jetzt soll ich den Schaden bezahlen wo ich doch der Meinung bin dass das eigentlich das Problem der anderen sei weil ich ja nur eingesprungen bin.

Desweiteren folgende Sachverhalte Transporter:

Die Firma für die ich das Gerät gefahren habe hat das Auto bei einem Bruder ausgeliehen. Sie haben das Auto mir wieder geliehen.

Desweiteren erzählte mir der Geschädigte dass sein Bruder schon mal einen Schaden hatte und diesen auch nicht behoben hat.

Auf alle Fälle bekam ich einen Kostenvoranschlag über 3000 € Schaden. Ich denke aber mal dass der Betrag für so eine Delle bei dem alten Auto übertrieben ist und vor allem dass der Geschädigte jetzt eine Vollsanierung seines Autos auf meine Kosten machen lassen will.

Was geben Sie mir für einen Rat?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich aufgrund Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt:

I. Im vorliegenden Fall wäre zunächst zu klären, ob es sich bei dem Transport tatsächlich (nur) um eine Gefälligkeit handelte. Abschließend vermag ich dies hier nicht zu beurteilen. Für eine reine Gefälligkeit spräche etwa, daß Sie unentgeltlich tätig geworden sind. Umgekehrt wäre die Tatsache, daß Sie ein Entgelt erhalten haben, als Indiz gegen eine reine Gefälligkeit zu werten. Außerdem ist in diesem Zusammenhang z. B. die wirtschaftliche und rechtliche Bedeutung der übernommenen Aufgabe zu berücksichtigen.

II. Ungeachtet dessen, wie der Transport rechtlich zu qualifizieren ist, haften Sie jedoch allenfalls (!) für den tatsächlich entstandenen Schaden.

Insofern muß geprüft werden, ob die veranschlagten Kosten von 3.000,00 Euro in Anbetracht des Schadensumfangs angemessen oder überhöht sind. Dies wird im Zweifel nur ein Sachverständiger seriös beurteilen können.

III. Schließlich können Sie sich ggf. auf den Standpunkt stellen, daß Ihren "Auftraggeber" ein Mitverschulden trifft, weil er Ihnen ein nur unzureichend ausgerüstetes Fahrzeug zur Verfügung gestellt hat.

Auch insoweit kommt es jedoch auf sämtliche Umstände des Einzelfalls an. Insbesondere wäre zu klären, ob Ihr "Auftraggeber" auch wollte, daß Sie den Abtransport des Altgerätes übernehmen, oder ob es ihm nur um den Hintransport des Neugerätes ging.

Vor diesem Hintergrund - und nicht zuletzt angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Sache - empfehle ich Ihnen, einen Anwalt Ihres Vertrauens einzuschalten. Dieser kann in Kenntnis sämtlicher Details und nach Einsicht in Ihre Unterlagen mit Ihnen eine Strategie entwickeln, wie hier am besten zu verfahren ist.

Gerne stehe auch ich Ihnen hierfür zur Verfügung. Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit (zunächst) eine kostenlose Nachfrage zu stellen.

Sofern Sie eine weitergehende Beratung oder Vertretung in dieser Sache wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt über die u. a. E-Mail-Adresse auf.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2007 | 13:16

Betreff:
"Insbesondere wäre zu klären, ob Ihr "Auftraggeber" auch wollte, daß Sie den Abtransport des Altgerätes übernehmen, oder ob es ihm nur um den Hintransport des Neugerätes ging."

Ich denke mal das war zwischen Verkäufer und Käufer nicht abgeklärt. Der Käufer ging davon aus dass das Altgerät entsorgt wird, also hat man das Gerät einfach in das Auto gestellt.

Betreffend Teilschuld Auftraggeber: Wie wird hier aufgeteilt, 50:50?

Spielt nicht auch das Alter und das Aussehen des Fahrzeugs bei der Schadenshöhe eine Rolle?

Sollte ich jetzt einen Gutachter mit den Schaden beauftragen (über die Versicherung den Schaden melden damit die einen Gutachter schicken)?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2007 | 17:05

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Daß der Abtransport des Altgerätes möglicherweise zwischen Verkäufer und Käufer nicht vereinbart war, könnte zu Ihrem Nachteil wirken.

Sollte Ihren "Auftraggeber" eine Mitschuld an dem Schaden treffen, wäre der Schaden entsprechend dem jeweiligen Mitverschulden zwischen Ihnen aufzuteilen. Dies kann dazu führen, daß jeder von Ihnen für die Hälfte des Schadens aufzukommen hat. Denkbar ist aber auch eine andere Aufteilung, wobei es darauf ankommt, wessen Mitverschulden überwiegt.

Sofern hier ein Versicherungfall vorliegt, bietet es sich natürlich an, einen versicherungseigenen Gutachter in Anspruch zu nehmen. Auf eigene Kosten sollten Sie dagegen (noch) keinen Gutachter beauftragen. Denn zum einen ist es Sache des Geschädigten, darzulegen und zu beweisen, daß Sie tatsächlich einen Schaden verursacht haben, dessen Beseitigung 3.000,00 € kostet. Zum anderen kann es sich empfehlen, hier ein sog. selbständiges Beweisverfahren durchzuführen, dessen Ergebnis dann ohne weiteres auch vor Gericht verwertbar ist.

In jedem Fall haben Sie allenfalls dafür einzustehen, daß das Fahrzeug in den Zustand versetzt wird, den es vor dem Schadensereignis hatte. Insofern spielen das Alter und der Zustand des Fahrzeugs natürlich eine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

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