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Gefälligkeitsattest - Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflicht PKV

10.10.2016 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Nächsten Monat beginnt mein Lehramtsreferendariat. In den letzten Zügen meines Studiums habe ich mir zwecks Prüfungsvorbereitung für meinen Nebenjob 3x eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (für jeweils 2 Tage) ausstellen lassen. Anstatt eine Krankheit vorzutäuschen, habe ich meinem Arzt offen gesagt, dass ich die Zeit zum Lernen benötige. Über meine GKV habe ich nun erfahren, dass mein Arzt hierfür als Leistung "Verbale Intervention bei psychosomatischen Krankheitszuständen" abgerechnet hat. Wie soll ich bei der Suche nach einer PKV und dem Bearbeiten des Antrages mit den Gesundheitsfragen damit umgehen? Ich befürchte, dass mich mit so einer Angabe keine PKV haben will, obwohl ich nie psychosomatische Beschwerden hatte.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Rahmen Ihres Antrages werden Sie auch Gesundheitsfragen beantworten müssen. In diesen werden sicherlich auch Beschwerden und Behandlungen abgefragt. Wenngleich Sie diese Frage verneinen können, ohne eine Anzeigepflichtverletzung zu begehen, da weder Behandlungen stattfanden noch Beschwerden vorlagen, könnten sich erhebliche Schwierigkeiten ergeben.

Wie Sie vielleicht wissen, können Krankenversicherer nachträglich vom Vertrag zurücktreten, diesen kündigen oder die Prämie nachträglich erhöhen, wenn ihr eine Anzeigepflichtverletzung bekannt wird.

Um sich diese Kenntnis zu verschaffen, fordern Versicherer nicht selten (aber auch nicht zwingend) Behandlungsunterlagen bei den behandelnden Ärzten oder Auszüge bei der GKV an. Geht aus diesen Unterlagen eine Behandlung wie die gegenständliche hervor, wird die PKV wahrscheinlich von den beschriebenen Möglichkeiten des Rücktritts etc. Gebrauch machen.

Hiergegen könnten Sie nur dann wirksam vorgehen, wenn Sie die Unrichtigkeit des Eintrags bzw. der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachweisen würden. Dies wird gerichtssicher nur gelingen, wenn der behandelnde Arzt entsprechende Erklärungen abgibt. Ob er dies macht, kann an dieser Stelle natürlich nicht beurteilt werden. Dennoch sollten Sie versuchen, vorab für eine Korrektur in den Behandlungsunterlagen und ggf. auch bei der GKV zu sorgen. Dies wäre allerdings mit einigem Aufwand verbunden.

Zum anderen können Sie den Sachverhalt auch ggü. der Versicherung offen legen. Ich gehe davon aus, dass diese mit Ihnen ein Vertrag unter Ausschluss psychosomatischer Erkrankungszuständen abschließen wird. Allerdings halte ich diese Handlungsvariante für problematisch, da dieser Ausschluss grundsätzlich bis zur Beendigung des Versicherungsvertrages Bestand hätte. Und wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Alternativ könnten Risikozuschläge erhoben werden, was zu einer erheblichen Prämienmehrbelastung führte.

Dass Sie gar keinen Vertrag bekommen ist wegen allerdings ausgeschlossen, da die Versicherer zum Abschluss verpflichtet sind. Solche Verträge können aber ebenfalls erheblich teurer sein.

Meines Erachtens sollten Sie daher darauf hinwirken, dass die Eintragungen korrigiert werden. Dies im Übrigen auch vor den Hintergrund einer späteren Verbeamtung.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse. Diese finden Sie auf meinem Profil, das Sie durch einen Klick auf meinen Namen erreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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