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Gefährliche Körperverletzung während Strafaussetzung zur Bewährung

12.08.2009 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mirko Ziegler


Hallo,

ich habe vollgendes Problem und zwar werde ich von der Polizei der Gefährlichen Körperverletzung Beschuldigt die Tatzeit soll sich am 2.08.2009 um ca.01:45 Uhr ereignet haben.In meinen Wohnort wird erzählt das jemanden gegen den Kopf getreten worden sei.Zudem stand ich unter Alkoholeinfluss und kann mich an nichts erinnern an einer Schlagerei beteiligt gewesen zu sein.Gleizeitig habe ich eine Bewährung von 3 Jahren.Was erwartet mich und welche Strafe würde ich bekommen? Zudem bin ich 24 Jahre Jung Verheiratet und zuzeit Arbeitslos.

Vielen Dank für ihre Antwort.


Mit freundlichen Gruß
pumuklex

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Sie sollten dringend einen Strafverteidiger mandatieren. Aufgrund Ihrer Schilderungen ist davon auszugehen, dass ein Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung erfolgen kann und Sie die ausgeurteilte Strafe, die eigentlich zur Bewährung ausgesetzt wurde, nun absitzen werden müssen.

Dies ist abhängig davon, ob der Ihnen gemachte Tatvorwurf (Tat v. 02.08.09) auch zur Überzeugung des Gerichtes feststeht. Insoweit ist das Verfahren wegen der gefährlichen Körperverletzung umfänglich mit einem Verteidiger vorzubereiten, damit eine effektive Verteidigungsstrategie erarbeitet werden kann. Zunächst wird sich der Verteidiger um Akteneinsicht bemühen – bis dahin sollten Sie keine Angaben zur Sache machen!
Der Strafrahmen für eine gefährliche Körperverletzung liegt zwischen sechs Monaten und 10 Jahren Freiheitsstrafe. Ob ein minder schwerer Fall vorliegt, der im Ergebnis einen Strafrahmen zwischen drei Monaten und fünf Jahren Freiheitsstrafe vorsieht, kann von hieraus nicht beurteilt werden. Bei einem Tatvorwurf, der Tritte mit einem beschuhten Fuß gegen den Kopf zum Inhalt hat, wird man aber wohl nicht davon sprechen können.
Die Strafe wegen der neuerlichen Tat käme im Falle einer Verurteilung jedenfalls noch hinzu.

Eine erhebliche Alkoholisierung kann sich strafmindernd auswirken. Eine Gesamtschau der Umstände ist für die Abgabe einer solchen Prognose aber unerlässlich.
Da die zu erwartende Strafe erheblich wäre, sollten Sie schnellstens einen Verteidiger beauftragen. Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.
___

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren. Nutzen Sie hierzu die kostenlose Nachfragefunktion, die persönliche Beratungsanfrage oder die kanzleieigenen Kontaktmöglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nur Fragen beantwortet werden können, die den Regeln dieses Forums entsprechen.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen. Die hier gegebene Antwort basiert vollständig auf Ihren eigenen Angaben.


Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2009 | 12:48

ich habe eine rechtschutzversicherung (advocard) wird mich der anwalt in diesem fall als verteidiger vertreten und kann die polizei oder staatsanwaltschaft einen haftbefehl gegen mich beantragen und ausführen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2009 | 13:23

Sehr geehrter Fragesteller,

ob Ihre Rechtsschutzversicherung eintritt, müsste anhand der Versicherungsbedingungen geprüft werden. In aller Regel scheidet aber eine Kostenübernahme bei vorsätzlichen Delikten aus. Zumindest ein erstes Beratungsgesräch wird aber von den meisten Versicherern auch in Strafsachen gewährt.

Ein Haftbefehl setzt zunächst einen dringenden Tatverdacht voraus. Dieser ist gegeben, wenn die gesamten bisherigen Ermittlungen den Schluss zulassen, dass der Tatverdächtige als Täter oder Teilnehmer der Tat in Betracht kommt.

Hinzu kommen muss aber ein Haftgrund, § 112 StPO. Dies sind etwa Flucht, Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr. Ein Haftgrund kann auch darin liegen, dass zu befürchten ist, dass ohne die Haft weitere erhebliche Straftaten begangen werden.

Schließlich muss die Haft verhältnismäßig sein. Sie darf daher nicht außer Verhältnis zur erwartenden Strafe stehen.

Sie sehen, die konkrete Beantwortung dieser Fragen erfordert ein Gespräch mit einem Verteidiger.
Jedenfalls kann ich von hieraus nicht ausschließen, dass ein Haftbefehl angeordnet wir.


Mit freundlichen Grüßen

Ziegler
-Rechtsanwalt-

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