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Geburt nach Einreichung der Scheidung - Wer ist der Vater?

15.10.2013 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zur Anerkennung der Vaterschaft eines ungeborenen Kindes während des Scheidungsverfahrens durch den biologischen Vater ist die Zustimmung des Ehemannes notwendig.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich lebe seit Mitte März von meinem noch Ehemann getrennt und erwarte nun von meinem neuen Partner (Australier) ein Kind. Ich befinde mich zur zeit in Australien und auch die Geburt ist hier geplant. Im Januar plane ich meine Scheidung einzureichen (da für diese Ehe deutsches Recht anwendbar ist) und um den 10.Juni herum wäre der Geburtstermin . Nun ist es aber so, dass mein noch Ehemann Kanadier ist und viel herumreist, ich kann mich also nicht darauf verlassen das die Scheidung vor Juni durch ist, da es ihn auch wenig interessiert was mit mir oder der bestehenden Ehe passiert. Ich habe gelesen das soweit die Scheidung eingereicht ist und der tatsächliche Vater die Vaterschaft anerkennt jedoch die Zustimmung meines noch Ehemannes notwendig ist. Ist das korrekt ? Wie schon gesagt schert sich mein noch Ehemann wenig darum und demnach befürchte ich werde ich ihn weder dazu bekommen etwas zu Unterschreiben, noch zu einem Termin aufzutauchen um zu etwas zuzustimmen. Könnte ein Vaterschaftstest Abhilfe verschaffen ? und wie kann ich, sollte eine Anfechtung der Vaterschaft notwendig werden, das von Australien aus arrangieren ? am liebsten wäre es mir natürlich wenn von vorne herein der leibliche Vater in der Geburtsurkunde stünde . Vielen Dank im voraus L. S. / B.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Ich gehe davon aus, dass deutsches Recht für die Ehe Anwendung findet, eine Prüfung habe ich nicht vorgenommen. In der Tat wäre eine Anerkennung durch den Vater des ungeborenen Kindes möglich, nach § 1599 II wird die Zustimmung des Mannes benötigt, mit dem die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt noch verheiratet ist, das Scheidungsverfahren aber läuft. Das wäre also genau Ihr Fall. Zwingen können Sie Ihren Ehemann leider nicht. Die Anerkennung muss auch nach den Formvorschriften des § 1597 BGB erfolgen,also öffentlich beurkundet werden. Stimmt er nicht zu, müssen Sie hoffen vor der Geburt geschieden zu sein, denn dann könnte Ihr neuer Partner ja ohne weiteres anerkennen. Klappt das nicht, wäre das Kind ehelich. Sie müssten dann die Vaterschaft anfechten, dies wäre auch in Deutschland möglich, aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit (ich setze Deutsch voraus). Zuständig ist dann § 170 III FamFG das Amtsgericht Berlin Schöneberg.

Ein Vaterschaftstest würde rechtlich nichts helfen, die Frage wäre nur ob dieser Ihren Ehemann zur Zustimmung der Anerkennung bringen könnte, oder zu einem Mitwirken an einer schnellen Scheidung.

Sie können bei Ihrem Fall aber nach deutschem Recht auf eine Beschleunigung bei Gericht drängen, da Sie ein Interesse haben schnell geschieden zu werden. In Fällen wie Ihren kann es Sinn machen eine Härtescheidungsantrag vor Ablauf des Trennungsjahres zu stellen (vgl. Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe, Aktenzeichen: 20 WF 32/00 ).

Die Chance wäre dann höher vor Geburt die Scheidung abgeschlossen zu haben.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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