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| 28.12.2007 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



Guten Tag.
Ich habe ein Problem mit meinem Anwalt.Nach eine gescheiterten Klage auf Abfindung hat mein Anwalt mir einen Brief geschrieben daß er beabsichtige meine Gegenseite zu beklagen um für mich ein qualifiziertes Arbeitszeugniss zu bekommen und ich ihm hierfür 400 Euro zukommen lassen soll. Dies hab ich aber abgelehnt. Nun meint der Anwalt daß ich die 400 Euro trotzdem zahlen muß auch wenn ich auf die Klage verzichten würde. Ich glaube nicht daß das rechtens ist.

MFG
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die sich auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Informationen nicht abschließend beantworten läßt.

Denn ob und in welcher Höhe Ihr Anwalt eine Vergütung von Ihnen beanspruchen kann, richtet sich in erster Linie nach dem Vertrag, den er evtl. mit Ihnen geschlossen hat. War beispielsweise vereinbart, daß Gegenstand des Mandates ausschließlich ein möglicher Abfindungsanspruch sein soll, steht dem Kollegen naturgemäß auch nur insoweit ein Vergütungsanspruch zu. Anders kann es sich jedoch verhalten, wenn Sie den Anwalt insgesamt mit der Abwicklung Ihres Arbeitsverhältnisses beauftragt haben.

Ungeachtet dessen kann ein Rechtsanwalt gem. § 10 RVG eine Vergütung nur aufgrund einer von ihm unterzeichneten und dem Auftraggeber mitgeteilten Berechnung einfordern.

Sie sollten deshalb abwarten, bis Ihnen eine dieser Vorschrift entsprechende Vergütungsberechnung vorliegt, und diese dann - ggf. mit anwaltlicher Hilfe - auf ihre Richtigkeit überprüfen.

Ich hoffe, daß ich Ihnen damit einstweilen helfen konnte. Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Sofern Sie darüber hinaus eine Beratung oder Vertretung in dieser Sache wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt über die u. a. E-Mail-Adresse auf.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

fea@trettin-rechtsanwaelte.de
www.trettin-rechtsanwaelte.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2007 | 15:39

Zu Beginn des Vertrages mit dem Anwalt habe ich Prozesskostenhilfe beantragt und auch bewilligt bekommen. Musste dann aber zwischenzeitlich 150 Euro anzahlen damit der Anwalt die Klage einreichen kann. Müsste der Anwalt nicht die gesamten Kosten, auch die 400 Euro darüber abrechnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2007 | 16:06

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grundsätzlich hat die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe zur Folge, daß der beigeordnete Anwalt keinen Vergütungsanspruch gegen "seine" Partei geltend machen kann.

Vor diesem Hintergrund müßte hier geklärt werden, wofür genau Ihnen Prozeßkostenhilfe bewillig wurde, und woraus konkret der Kollege einen Zahlungsanspruch gegen Sie herleitet. Ohne diese Informationen läßt sich leider nicht seriös beurteilen, ob bzw. in welchem Umfang das Zahlungsverlangen des Kollegen berechtigt ist.

Ich empfehle Ihnen daher nochmals, eine § 10 RVG entsprechende Berechnung zu verlangen (oder deren Zugang abzuwarten). Anhand dieser Berechnung und dem PKH-Bewilligungsbeschluß sollte sich klären lassen, was es mit dem Vergütungsverlangen des Kollegen auf sich hat.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

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