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Gebühren von Inkassobüros


16.03.2005 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo. Ich habe eine Frage zu den Inkassobüros. Die Inkassobüros dürfen doch nur soviel Kosten erheben, wieviel ein Rechtsanwalt erheben würde oder habe ich Unrecht ??? Weiterhin wollte ich wissen wie die auf die Kosten kommen ??? Richten sich die Kosten auch nach dem Streitwert ??? Woher bekomme ich eine Gebühren(ver-)ordnung für Inkassobüros ???

Ich bedanke mich bereits im Voraus für die Beantwortung der Frage.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr Grusat,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Inkassogebühren sind die Kosten, die das Inkassobüro dem Gläubiger für die Durchsetzung seines Anspruches in Rechnung stellt. Sie richten sich nach der vertraglichen Vereinbarung zwischen Gläubiger und Inkassobüro.

Die Rechtsprechung hat allerdings mehrfach entschieden, daß diese Kosten als Verzugsschaden nur bis zur Höhe der nach dem Rechtsanwaltvergütungsgesetz (RVG) anfallenden Kosten erstattungsfähig sind. Diese richten sich nach dem Streitwert.

Der bekannte BGB-Kommentar Palandt bringt es auf den Punkt:

"Wer die Bereitschaft der Rechtsanwälte zum Inkasso nicht nutzt und sich für das teurere Angebot der Inkassobüros entscheidet, muß die entstehenden Mehrkosten selbst tragen." (Palandt-Heinrichs, BGB, 64. Aufl, § 286 Rz. 49).


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2005 | 16:18

Ja Danke Sie haben mir sehr geholfen.

Ich habe jedoch noch eine letzte Frage !!! Dürfen die Inkassobüros Kontoführungsgebühren (i. d. R. 20,- €) berechnen ???

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Steffen Grusat

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.03.2005 | 13:10

Auch hier gilt: Diese Kosten dürfen die Inkassobüros zwar ihren Auftraggebern in Rechnung stellen. Als Verzugsschaden müssen Sie die Kosten aber nur tragen, soweit Sie nach dem RVG entstehen. Darüber hinausgehende Kosten können Ihnen nicht als Schaden in Rechnung gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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